Hat Gott eine Antwort auf das Leid?

Welche Antworten gibt es auf die Frage des Leids? Warum müssen wir in dieser Welt leiden, gibt es einen Sinn dahinter, oder müssen wir Leid einfach als einen Teil unseres Lebens hinnehmen, für den es keine Begründung gibt? Wie soll ich mit meinem ganz persönlichen Leid umgehen? Lässt sich der Glaube an einen allmächtigen und liebenden Gott mit all dem Leid, das wir auf dieser Erde sehen, vereinbaren?

Um diese Fragen zu beantworten, sollte man zunächst zwei Bereiche unseres Menschseins beachten. Der eine Bereich ist unser Verstand, der sich mit einer rein logischen Antwort zufrieden gibt, solange kein persönlicher Bezug zum Leid vorhanden ist. Der andere Bereich ist unser Empfinden, das sich in einer Leidsituation mit einer rein logischen Antwort nicht begnügt, sondern nach Trost, Hoffnung und praktischer Hilfe verlangt. Um allein den Verstand zu befriedigen, kann man versuchen, das Leben auch ohne Gott zu erklären. Wie es heutzutage allgemein üblich ist, kann man die Schöpfung des Universums auch durchaus dem Zufall zuschreiben. Somit ist alles durch sinnlose und unpersönliche Kräfte entstanden. Wen wundert es also, dass es auf dieser Erde Chaos und Leid gibt, es ist nur eine logische Folge dessen, dass alles durch Zufall entstanden ist.

Dabei ergeben sich jedoch zwei Probleme. Das erste ist, wie erkläre ich all die Schönheit und Ordnung, die ich in diesem Universum vorfinde. Dazu ein Beispiel. Die Wahrscheinlichkeit, dass die 2000, für die Entstehung des Lebens notwendigen, Enzyme durch eine wahllose Aneinanderreihung von Aminosäureketten entstanden sein soll, ist sehr gering. Sie entspricht einer Zahl von 1, gefolgt von 40000 Nullen. Wenn man nun nicht nur die Enzyme, sondern auch die anderen lebensnotwendigen Moleküle berücksichtigt, erhöht sich der Wert um ein vielfaches. So kommt man auf eine Zahl, die die Summe aller Elementarteilchen des beobachtbaren Universums weit überschreitet. Wie erklärt man als Atheist also derartige Ordnung, die den Anschein macht gewollt und geplant zu sein?

Das zweite Problem findet eher auf der Ebene des Empfindens statt. Instiktiv wehrt sich in uns Menschen, egal ob Atheist oder nicht, etwas dagegen Leid als etwas anzunehmen, was zu unserem Leben einfach dazu gehört. Ein weiteres Beispiel. Ein Mann wird vor den Augen seiner Frau von Mitgliedern einer Gang erschossen. Was müsste ein Atheist dieser Frau konsequenterweise sagen. Er müsste ihr sagen, dass ihr mit Füssen getretener Gerechtigkeitssinn nur ein Produkt des Zufalls ist und somit keine reale Grundlage hat. Es gibt ja schließlich keinen Gott, der eine absolute Gerechtigkeit vertritt. Zudem gab es nicht einmal einen wirklichen Grund dafür, dass ihr Mann überhaupt existierte. Es war kein liebender Gott, der beschloss ihr Mann sollte leben, sondern er war lediglich ein Ergebnis von herzlosen Kräften. Es gibt auch kein Ziel nach dem Tod für ihn, auf das er sich hätte freuen können. Sein Leben war durchweg sinn- und hoffnungslos. Wir merken, wie sich in uns etwas dagegen wehrt solche Aussagen als wahr anzunehmen, vor allem dann nicht, wenn wir sie auf unser eigenes Leben beziehen. Wir ahnen, dass das Leid in dieser Welt etwas ist, das dem Leben, wie es eigentlich sein sollte, entgegensteht und dass unser Leben sehr wohl Sinn machen sollte.
Nachdem wir gesehen haben, dass der Atheismus nur bedingt eine Antwort auf die Fragen des Leids gibt, wollen wir nun betrachten, welche Antworten der christliche Glaube auf diese Fragen hat.

Was spricht eigentlich dagegen, dass ein liebender Gott existiert und wir dennoch Leid erfahren? In vielen Bereichen unseres Lebens sind wir durchaus bereit Leid für ein höheres Ziel in Kauf zu nehmen und würden dabei nie auf die Idee kommen dies als etwas Negatives zu werten. Wir bewundern Bergsteiger, die bereit sind große Strapazen auf sich zu nehmen um einen Gipfel zu erklimmen. Menschen die sich unter großen Mühen für andere hilfsbedürftige Menschen einsetzen bezeichnen wir als Helden. Dazu sei gesagt, dass weder die Entschloßenheit Leid zu vermeiden, noch das Streben nach eigennützigem Vergnügen dazu in der Lage wären solch edle Charakterzüge in uns Menschen hervorzubringen. Aber es geht noch weiter. Nehmen wir z.B. den Gebrauch von Feuer oder Elektrizität. Beides sind Kräfte die imensen Schaden anrichten können, und dennoch sind wir bereit das Risiko ihrer zerstörerischen Auswirkung in Kauf zu nehmen, um ein höheres Ziel zu erreichen, nämlich eine bessere Lebensqualität. Aber wir müssen garnicht so weit gehen. Selbst wenn ich mich in den Finger schneide, hat der Schmerz dabei eine positive Auswirkung auf mich, nämlich , dass ich den Finger von der Messerklinge zurückziehe und somit größere Verletzungen und Schmerzen vermeide.

Aber was hat das alles mit Gott zu tun, was bringt es mir an ihn zu glauben, wenn er doch das ganze Leid verhindern könnte?
Auch der Gott der Bibel verfolgt ein höheres Ziel zu dem wir durch das Leiden gelangen sollen. In der Bibel steht, dass jeder Mensch vor Gott Schuld hat und dass er deshalb von Gott getrennt ist.

„Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, daß er nicht hört.“
(Jesaja 59,1-2)

Dieser Zustand hat schmerzhafte Folgen für uns Menschen und für die Erde im allgemeinen.

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römerbrief 6,23)

Doch dieses Leid ist nicht unvereinbar mit einem liebenden Gott. Es hat einen warnenden Charakter und soll dazu dienen, dass wir erkennen in was für einer schlimmen Lage wir uns befinden (siehe Beispiel mit Messer und Finger). Wenn jemandem übel ist und er auf Grund dessen zum Arzt geht, ist das eine gute Sache, da der Arzt eine Diagnose stellen und dem Patienten das passende Medikament gegen sein Leiden geben kann.

„Jesus spricht: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“
(Markusevangelium 2,17)

So dient auch unser ganz persönliches Leid dazu, zu erkennen, dass mit unserem Leben etwas nicht stimmt, dass wir von Gott getrennt sind (Diagnose), und dass wir dringend Hilfe (Medikament) benötigen. Und wo finden wir diese Hilfe? Niergendwo anders, als bei Gott (Arzt) selbst. So ist es für Gott also ein höheres Ziel die Ursache unseres Leidens zu beseitigen, die Trennung von ihm. Dies hat er in Jesus Christus getan. Jesus hat die Strafe für all unsere Schuld auf sich genommen, indem er stellvertretend an einem Kreuz für uns starb.

„Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.“ (1. Perusbrief 3,18)
So hat sich Gott selbst aus der Begegnung mit dem Leid nicht herausgenommen. Indem er Mensch wurde, hat er einen Zustand der Vollkommenheit aufgegeben, was an sich schon mit viel Entbehrung und Selbstaufopferung verbunden war. Ferner war er jedoch dazu bereit, sowohl enorme körperliche, als auch die größten seelischen Leiden auf sich zu nehmen, um die Beziehung zwischen ihm und den Menschen wieder herzustellen. Warum seelische Leiden? Ein absolut schuldloser Mensch, wird behandelt wie der größte Verbrecher. Dies lässt uns ansatzweise verstehen, wie erniedrigt sich Jesus gefühlt haben muss, als er am Kreuz starb.

„Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus. Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns- ein Mensch wie ein anderer Mensch. Aber er erniedrigte sich noch mehr: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz wie ein Verbrecher.“
(Philipperbrief 2, 6-8)

Wenn wir nun glauben, dass Jesus auch für unsere ganz persönliche Schuld gestorben ist, kann die Trennung zwischen uns und Gott also aufgehoben werden.

„All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ (Johannesevangelium 1,12)
Aber was nützt es mir, eine Beziehung zu Gott zu haben und trotzdem in einer Welt voller Leid zu leben? Die Atwort darauf lautet, dass Jesus nicht nur für uns gestorben, sondern auch auferstanden ist. Gott hat somit nicht nur unsere Schuld beglichen, sondern hat durch die Auferstehung ein Leben für uns ermöglicht, dass über den Tod hinaus geht. So kommen wir nun zu einem weiteren höheren Ziel, das Gott mit dem Leid verfolgt. Die Bibel beschreibt die Bedeutung des Leids für Menschen, die eine Aussicht auf die Ewigkeit bei Gott haben, folgendermaßen. Das Leid muss nicht mehr dazu führen, dass ein Mensch daran verzweifelt, sondern es dient vielmehr dazu einen Menschen auf die Ewigkeit vorzubereiten und seinen Charakter zu formen.

„Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muß, traurig seid in mancherlei Anfechtung, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge haben bei der Offenbarung Jesu Christi.“
(1. Petrusbrief 1,6-7)

Dieser Artikel ist eine Anlehnung an das Buch „Wer glaubt, muss denken“ von
John Lennox und David Gooding, mehr zu dem Thema in diesem Buch, dass ihr hier auch downloaden könnt.

Kommentare

  1. ali

    Woran erkennt man eine Diktatur?
    Da gibt es viele Hinweise. Und eigentlich ist es ziemlich einfach. Denn in Diktaturen herrschen Angst vor der Wahrheit, Angst vor der Freiheit, Angst vor Toleranz, Angst vor Respekt, Angst vor der Menschenwürde, Angst vor Ehrlichkeit, Angst vor Diskussionen, Angst vor Meinungs- und Redefreiheit. Weil Unfreiheit, Unsicherheit, Komplexbeladenheit und tief sitzende Selbstzweifel subcutan vorherrschen, müssen sie geradezu zwanghaft verborgen und geleugnet werden. Der Schutz für diese Neurose, die letztlich eine Phobie vor dem Menschen und seiner Berufung zu Freiheit und Verantwortung ist, besteht in der Aggression gegen alles, was eben mit Freiheit, Verantwortung und – sprechen wir es mutig und gelassen aus – mit Schöpfungsordnung zu tun hat. Diktaturen sind also letztlich angstbesessene Angstmacher.
    Wir in der scheinbefreiten westlichen Welt leben in der Diktatur des Relativismus. Das so genannte Orientierungshilfepapier der Evangelischen Kirche zu Fragen der Ehe – oder sollte man sagen: das Desorientierungspapier zur so genannten Homo-Ehe – ist ein betrüblicher Beweis für einen höchst bedenklichen Zustand Europas. Ganz auf der Linie der Ergebenheit gegenüber einem offensichtlich gebotenen Diktat vermeintlicher Modernität nimmt man Abschied von der Schöpfungsordnung, von Jesus Christus und von der Schrift. Die in diesem „Familienpapier“ der vollzogene Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der richtigen Ehe von einem Mann mit einer Frau ist eine skandalöse Verbeugung vor einer kleinen, aber offenbar angsteinflößenden Gruppe von Menschen, die eine bestimmte sexuelle Neigung zum Alleindeutungsmerkmal ihrer selbst intolerant und unter Zerstörung klarer Denkstrukturen einfordern und jeden unwidersprochen diskriminierend der Intoleranz oder Diskriminierung bezichtigen, der sich noch wagt, hier Kritik zu üben.
    Es ist auch eine Verleugnung des Gottessohn Jesus Christus, der eindeutig und konsequent auf den Schöpfungsplan des Vaters hinwies, als er die unauflösliche Ehe zwischen Mann und Frau verbindlich erklärte.
    Verleugnung, Verleumdung, Aggression, Einschüchterung gegen Toleranz, Anstand, Freiheit und Achtung – all das hat etwas mit der Psychologie des anti-religiösen Affektes zu tun, den zum Beispiel der Wiener Psychologe Raphael Bonelli erhellend beschreibt. Dieser Affekt hat etwas mit gekränkten Narzissmus des modernen Menschen zu tun und mit einem brüchigen Selbstwertgefühl der „Religionskritiker“. Offenbar fühlen sich solche Menschen regelrecht bedroht von Menschen, die sich darum bemühen, aus ihrem Glauben heraus zu leben und andere zu tolerieren.
    Sei es die fromme Ehefrau, die vom Mann an der Ausübung ihrer spirituellen Interessen behindert wird, wie zum Beispiel Martha Freud, der von ihrem berühmten Gatten Sigmund das Praktizieren ihres jüdischen Glaubens ein Leben lang verboten wurde. Seien es so manche zeitgeistigen Medien, die praktizierende Christen prinzipiell für vogelfrei erachten, während sie peinlich genau auf das politisch korrekte Einhalten der Ansprüche anderer Minoritäten achten, die keinesfalls „diskriminiert“ werden dürfen.“ Und weiter: „Ganz offen liegt die Volksseele in so manchen Internetblogs, bei denen vielfach gläubige Menschen bloß aus diesem Grund an den Pranger der Lächerlichkeit gestellt werden. Meist reicht der Hinweis auf die Religiosität einer Person, um für öffentlich ausgetragene Ressentiments keine Sachargumente mehr zu benötigen.“
    Da spielen viel Narzissmus und viel mangelndes Selbstbewusstsein, ja auch viele Minderwertigkeitskomplexe hinein. Manche dieser Aggressionen wurzelt in einer narzisstischen Kränkung: „Narzisstisch kränkbar sind Menschen, bei denen sich eine starke Diskrepanz zwischen idealisiertem Selbstbild und der Realität entwickelt hat. Der Narzisst konstruiert ein übermächtiges Wunschbild von sich selbst, das er zur Realität erklärt. Er lebt mit einem überzogenen, aber brüchigen Selbstwertgefühl. Bedrohlich erlebt wird demnach jeder Hinweis auf die Wirklichkeit, da die Wahrheit über sich selbst schmerzhaft erlebt und deswegen ins Unterbewusstsein verdrängt wird.“ Den Narzissten schmerze besonders das, so Bonelli, „von dem er unbewusst spürt, dass es wahr sein könnte, er es aber nicht wahrhaben will. Die Bedrohung und der Schmerz bestehen darin, dass der Kränker Recht haben könnte und das konstruierte Selbstbild an der Realität zerbrechen könnte, dass, existenziell gesprochen, von ihm nichts mehr übrigbleibt. Deswegen muss das Trugbild mit offensiver Aggression verteidigt werden.“
    Es ist einer „kleinen Minderheit der Bevölkerung, deren sexuelle Neigungen von denen der großen Mehrheit abweichen“, gelungen, „ihre Interessen zu beherrschenden Thema eins globalen Kulturkampfes zu machen“, schreibt Gabriele Kuby in ihrem wahrlich aufklärenden Jahrhundertwerk „Die globale sexuelle Revolution. Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit.
    Aber: Aus der Geschichte wissen wir, dass alle Diktaturen irgendwann zusammenbrechen. Angst ist niemals stabil. Der Geist will letztlich Freiheit und sehnt sich nach Wahrheit. Da wäre es ganz gut, wenn sich vor allem unter Christen genügend finden würden, die ohne Angst und voller Mut gelegentlich darauf hinweisen, dass der Kaiser keine Kleider anhat – was man bei jedem CSD eigentlich auch sehen könnte.
    Christen sind berufen, freiheitsliebende Apostel der Wahrheit zu sein. Unterschied zu erkennen und zu benennen, ist keine Diskriminierung. Aber gelebte Toleranz! Angstfrei. In Respekt. Die Diktatur des Relativismus, der manche dünnen „Familienpapiere“ ergebendst dienen, ist nichts Christliches. Die mutige Liebe zu Christus und seiner Botschaft und dem in Freiheit verankerten christlichen Menschenbild hingegen sehr wohl. Denn christlich ist: Freiheit frisst Feigheit. Es gilt, was schon früher galt: Et si omnes, ego non. Martin Lohmann

  2. Rolf

    Hallo, ich bin der Meinung, dass einige Religionen dieser Welt bis heute bereits genug Schaden angerichtet haben. Darunter fallen die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, die Inquisition, Selbstmordanschläge und Terror gegen andersgläubige und selbst gegen die eigenen Religionsbrüder. Alleine die Art der Missionierung, und da geben sich der Islam und das Christentum nicht viel, waren schon eine Verletzung des Gebotes: „Du sollst nicht töten.“ Was es ja in beiden Religionen gibt.
    Wie viele haben wohl ihr leben in solchen Kriegen lassen müssen, die alle im Namen Gottes oder Allah geführt wurden? Kann die jemand zählen? Wer übernimmt dafür die Verantwortung? Gott? Oder die Vertreter Gottes?
    Immerhin hat die katholische Kirche über 400 Jahre gebraucht um ihren Irrtum bei Galileo Galilei einzusehen.
    Doch da handelte es ich ja nur um Heiden, Ketzer oder andersgläubige.
    Einige werden jetzt argumentieren, dass die Religion nichts mit diesen Fanatikern zu tun hat. Aber diese Gräueltaten sind doch im Namen Gottes oder Allah geschehen, oder etwa nicht? Und in vielen Fällen auch mit Genehmigung des Stellvertreters Gottes oder Allah auf Erden.
    Ich will nicht damit sagen dass Religionen überflüssig sind. Aber einige haben sich lange genug viel zu wichtig genommen und die Menschheit am vorankommen gehindert.
    Ich will auf keinen Fall die katholische Kirche damit alleine stehen lassen, denn schließlich sind einige Fanatiker scheinbar der Meinung, das der Islam im Mittelalter stehen geblieben ist und auch dort wieder ansetzten muss.
    Ich kann doch nicht als muslimischer Mann alle Bequemlichkeiten, die die moderne mir bieten, auskosten und die Frauen ins Mittelalter zurückschicken.
    Ich halte auch nichts von diesen neuen Religionen, die seit einigen Jahrzehnten auftauchen. Wo jeder die Bibel neu auslegt, jeden der nicht zu ihrer Gemeinde gehört argwöhnisch beobachten oder sogar angreifen der einen negativen Artikel schreibt oder seine Meinung sagt.
    Ich möchte mit meiner Meinung auf keinen Fall eine Religion beleidigen. Doch wer sich angegriffen oder seinen Glauben beleidigt sieht, der sollte sich mal die Bibel oder den Koran vornehmen und lesen. Ich habe mich einmal lange mit einem Imam unterhalten und musste anschließend feststellen, dass vieles, wenn man gleichzeitig die Zeit berücksichtigt, einen Sinn ergibt. Und das gerade der Koran den Andersgläubigen respektiert und achtet.
    Rolf

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