Suchtbericht 2007 und die Sehnsucht unseres Herzens

Der Bundestag nimmt aufmerksam den Suchtbericht des Jahres 2007 zur Kenntnis. Die Statistiker geben zunächst eine erfreuliche Meldung bekannt. Die Zahl der Drogentoten ist ihnen zu Folge auf den niedrigsten Stand seit 1989 gesunken. Dafür gibt es neue alarmierende Zahlen über den Missbrauch von so genannten Gesellschaftsdrogen wie Alkohol, Tabak und Medikamenten. Die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing forderte ein Ende der Verharmlosung dieser traditionellen Drogen.


Der Bundestag stritt darüber, wie man dagegen am Besten vorgehen solle. Formen des Kampftrinkens wie Flatrate-Partys, wo vor wenigen Monaten ein Jugendlicher ins Koma gefallen war und anschließend starb sollen laut Bätzing nicht verboten werden. Die Unionsfraktion sprach sich für ein Verbot derartiger Partys aus, bei denen man einen Preis zahlt und anschließend so viel trinken kann wie man möchte oder verträgt. Auch schien der CDU/CSU ein generelles Alkoholverbot für Jugendliche unter 18 sinnvoll.


Wie jetzt die Maßnahmen des Gesetzgebers auch immer aussehen, Fakt ist, dass in Deutschland ein „problematisches Trinkverhalten“ vorherrscht. In Zahlen bedeutet das: Mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland trinken Alkohol in riskanter Menge, d.h. mehr als ein Glas Bier pro Tag. 1,6 Millionen Menschen sind abhängig und 40.000 Todesfälle im Jahr gehen auf Alkohol zurück.


Beim Tabak bleibt abzuwarten, ob das geplante Rauchverbot eine Besserung bringt. Aktuell ist die Raucherquote unter Jugendlichen bei 20 Prozent, im Gegensatz zu 28 Prozent vor fünf Jahren. Bei den über 18-Jährigen raucht jedoch schon jeder Dritte. Die Todesfälle im Jahr, die auf Tabak zurückgehen, liegen dem Bericht zu Folge bei 140.000.


1,4 Millionen Menschen sind von Medikamenten abhängig. Zwei Drittel davon sind Frauen. Bei Männern sind dafür Doping-Mittel hoch im Kurs. Schätzungsweise 200.000 junge Männer missbrauchen Doping für ihren Freizeitsport.


Cannabis wird von fünf Prozent der Jugendlichen regelmäßig konsumiert. Auch dagegen will Bätzing vorgehen und die Quote durch Aufklärung und Hilfsangebote senken.


Die Zahl der Drogentoten ist dennoch viel zu hoch. Es gibt viel zu viele Menschen die von Drogen gefangen sind. Die Werte unserer Gesellschaft kann ihre Sehnsüchte nicht stillen. Aus lauter Verzweiflung wird zur Droge gegriffen und eine Abhängigkeit entsteht. Sucht-Experten weisen immer wieder darauf hin, dass hinter jeder Sucht eine unerfüllte Sehnsucht steckt. Akzeptanz, Geborgenheit und Liebe gehen viel zu vielen Menschen in unserem Land ab. Einige Menschen durften dies in Gott wieder finden und wurden von Drogen befreit. Lies ihre Lebensberichte.


Zum Schluss soll hier noch ein Psalm (hebräische Lyrik) zitiert werden, in welchem ausgedrückt wird, wie Gott sich um seine Kinder kümmert und ihnen die Sehnsucht des Herzens stillt:



„Herr, du durchschaust mich,


du kennst mich durch und durch.


Ob ich sitze oder stehe –


du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke.


Ob ich gehe oder liege – du siehst mich,


mein ganzes Leben ist dir vertraut.


Schon bevor ich rede, weißt du was ich sagen will.


Von allen Seiten umgibst du mich


und hältst deine schützende Hand über mir.


Dass du mich so genau kennst – unbegreiflich ist das,


zu hoch, ein unergründliches Geheimnis!…


Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele


im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.


Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht has!


Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!


Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm,


unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter,


da war ich dir dennoch nicht verborgen.


Als ich gerade erst Form annahm, hast du diesen Embryo schon gesehen.


Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!…


Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz,


prüfe meine Gedanken und Gefühle!


Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden,


dann hol mich zurück auf den Weg,


der zum ewigen Leben führt!


Psalm 139, 1-6; 13-16: 23-24  


 


 


 Quellen:


Hamburger Abendblatt


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 




 


 


 

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