Brian Jones von den Rolling Stones.

Eine der bekanntesten Bands aller Zeiten sind die Rolling Stones. Allein schon deswegen, weil die alten Herren mittlerweile seit 46 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen und somit selbst im harten Rockbusiness eine Kuriosität darstellen. Die Besetzung der Band ist im Wesentlichen immer gleich geblieben, bis auf einige Ausnahmen. So verlies der Mitgründer, Lead-Gitarrist und anfänglicher Bandleader der Stones bereits 1967 die Band. Er wurde ersetzt von Mick Taylor und der wiederum wurde schließlich von Ron Wood beerbt. Schließlich verließ der altgediente Bassist der Stones, Bill Wyman, die Band, um seinen verdienten Ruhestand zu genießen. Doch Mick Jagger und Co. können es nicht lassen. Nach dem Motto: „It’s Only Rock ’n‘ Roll But I Like It.“ Brian Jones starb am 3. Juli 1969 einen elenden Tod. Er ertrank in seinem Swimmingpool.
Dabei fing einmal alles so gut an für den kleinen Brian. Als geliebtes Kind seiner Eltern lernte er im frühen Kindesalter bereits Klavier von seiner Mutter. Er war musikalisch hochbegabt und beherrschte bis zu seinem 15. Lebensjahr mehr als sieben Instrumente. Er war ein echter englischer Sonnyboy: Smart, charmant und wortgewandt. Leider galt er aber auch als sehr launisch und somit charakterlich nicht einfach. Und er haut gern über die Stränge. Mit 19 hat Jones bereits drei uneheliche Kinder. In diesem Alter steht für ihn fest, dass er Musiker werden will. Seine große Leidenschaft ist der Blues, der ihn nach London zieht. Dort macht er die Bekanntschaft mit Alexis Korner, seineszeichens einer der besten Bluesmusiker der damaligen Zeit. Über Korner lernt er Mick Jagger und Keith Richards kennen.
Es ist die Geburtsstunde der Rolling Stones und wir schreiben das Jahr 1962. Brian wird wegen seiner herausragenden Musikalität sofort anerkannter Leader der Band. Bis 1965 spielt er ausschließlich Leadgitarre, danach ist er jedoch instrumental vielseitig. Er spielt Flöte zu „Ruby Tuesday“, Sitar bei „Paint it black“, Marimbaphon bei „Under my Thumb“, Akkordeon bei „Backstreet Girl“ sowie das Hackbrett, Cembalo, Kazoo, Banjo, Orgel, Piano und diverse Blasinstrumente. Die musikinstrumentalen Facetten finden wir jedoch nur in der Zeit von 1965-1967.
Der Lebensstil von Brian wird immer exzessiver. Er lässt sich von seinen weiblichen Fans quasi vergöttern. Er wird hofiert von Leuten wie Andy Warhol und Tom Wulf und ist der meistfotografierteste Beau der internationalen Rockszene. Er trank zuviel, rauchte zuviel Pot und nahm zu viele Uppers und Downers. Bei der Amerikatournee 1964 ist er unzuverlässig und undiszipliniert und provoziert somit eine Distanz der anderen zu ihm. Ähnliche charakterliche Tragödien sehen wir bei Jim Morrison und Syd Barrett. Die sukzessive Trennung von den Stones ist vorprogrammiert. Das neue Erfolgsteam der Stones Jagger/Richards scheinen den Egomanen Jones nicht mehr zu brauchen.
Diese Tatsache kränkt ihn so sehr, dass sein Drogenkonsum nochmals rapide ansteigt. In den Jahren zwischen ’65 und ’68 hatte er ungezählte massive Zusammenbrüche, die immer im Krankenhaus und manchmal im Gefängnis enden. Er wird zunehmend paranoid und zieht sich von der Band zurück. Sein Selbstmitleid ist auch darauf zurückzuführen, dass er seine große Liebe Anita Pallenberg an Keith Richards verloren hat. Fast alle seine Freundinnen ähneln im Aussehen erschreckend der Pallenberg.
Im Jahre 1968 haben die Stones erkannt, dass Brian Jones keiner der ihren mehr ist. Sie speißen ihn ab mit 100000 Pfund, von denen er sich ein Landhaus kauft. Er hat große Pläne, die jedoch nie verwirklicht werden. Er möchte mit Jimi Hendrix die berühmteste Band aller Zeiten aufbauen. Berühmter als die Stones, die Beatles und CCR.
Sein Traum wird jäh beendet in der Nacht des 3. Juli 1969. Er und seine Freundin haben Besuch von einem befreundeten Paar und nach einem langem Abend mit viel zu viel Whiskey und Joints beschließen alle im Swimmingpool zu baden. Die beiden Frauen und der Bekannte sind bald wieder im Haus und wundern sich nach einigen Minuten, dass Brian nicht nachkommt. Seine Freundin sieht nach um zu sehen wo er bleibt und findet ihn ertrunken auf dem Boden des Swimmingpools. Die Obduktion ergibt „Tod durch Ertrinken“. Der genaue Sachverhalt wird jedoch niemals wirklich geklärt. Bis heute gibt es die wildesten Spekulationen um den Tod dieses Mannes.
Warum sterben so viele Rockmusiker in jungen Jahren? Ist es wirklich „nur“ der Lebensstil? Oder ist es vielleicht eine Art Tribut, gewissermaßen ein Preis für den Erfolg der Übriggebliebenden? Man kann viel in diese Thematik hineindichten und von jeder Seite vom Pferd fallen. Fakt ist jedoch, dass Brian Jones und seine Bandkollegen von den Stones mit dem Satanischen geliebäugelt haben. Ihre Texte geben darüber genug Auskunft. Sei es „Sympathy For The Devil“ oder eine ganze Scheibe mit dem Namen „Their Satanic Majesty Request“. Offenkundig lassen sich die Stones von dem okkulten Filmemacher Kenneth Anger beeinflussen. Selbst Anton LaVay, der Begründer der Satanskirche in Amerika, gibt den jungen Musikern Anleitung in okkulten Praktiken. Man kann und darf nicht alles verteufeln, was sich in der Rock- und Popkultur abspielt. Aber es ist nur zu offensichtlich, dass Menschen wie Brian Jones, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Kurt Cobain etc. einen Lebensstil teilen, der fern von jeglicher Moral und Gottesfurcht seinen Preis fordert. Wie so viele andere ist auch Brian Jones wie ein kleiner Junge, der sich nach Liebe und wahren Freunden sehnt. Leider hat er an den falschen Stellen danach gesucht und alle Versprechungen, die er einst bekam, werden nicht erfüllt. Im Gegensatz dazu hält Gott seine Versprechen, weil er ein Gott der Wahrheit und der Liebe ist. Gott verspricht dir Freiheit. Er sagt: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen. Wenn der Sohn Gottes euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei. (Johannes 8,31+32+36).

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