100 Jahre Sartre

Am 21.05.2005 wäre Jean-Paul Sartre 100 Jahre alt geworden. Er ist der wohl bekannteste Existentialist gewesen und hat einen entscheidenden Einfluss auf das Denken und Handeln, was in unserer heutigen Gesellschaft vorherrscht gehabt. Im Bereich des Rationalen war für ihn alles absurd. Trotzdem sollte der Mensch sich selbst verwirklichen. Die Selbstverwirklichung war jedoch frei von der Vernunft und so konnte man keine moralischen Urteile fällen. Dennoch kam auch Sartre nicht umhin Dinge nach ihrem moralischen Wert zu beurteilen. Er wunterzeichnete das algerische Manifest 1960 gegen die Politik der französichen Regierung in Algerien und obwohl er ein entschiedener Linker war wandte er sich gegen die Sowjet-Politik beim Einmarsch in Ungarn 1956.


Er schrieb 40 Bücher und war eine faszinierende Persönlichkeit. Genauso wie Sokrates in Athen als ein Verführer der Jugend verschrieen war hielt man auch Sartre in Frankreich als schädlich für die junge Generation. Es gipfelte in Mordaufrufen der französischen Rechten und in zwei versuchten Bombenanschlägen auf seine Wohnung in Paris.


Ohne Zweifel war er ein Rebell. Er war gegen Anpassung jeglicher Art und forderte, dass man für sein Denken einstehen müsse. Man sollte konsequent leben und das Handeln sollte dem Geredeten entsprechen. Die Frage die sich dabei stellt, ist: Gibt es heute überhaupt noch Menschen, die bereit sind ihren Idealismus auszuleben. Die meisten Menschen begnügen sich damit in der Masse mitzuschwimmen und billige Phrasen der Boulevardpresse oder aus dem Fernsehen nachzuplappern.


Wenn, wie Sartres Denkansatz war, unsere Welt nur Einbildung in unserem Bewußtsein ist, dann sieht es ziemlich schlecht um uns aus. Woher kommen diese Sehnsüchte nach moralischer Gerechtigkeit oder nach Liebe und Angenommenheit. Sartre gehörte zu den skeptischen Philosophen der Nachkriegszeit. Das ungeheuere Potential der Menschen einander Gewalt anzutun muss ihn in dem Gedanken bestärkt haben, dass im Grunde alles nichtig ist. Menschen, die von Gott sprachen und zu ihm beteten brachten sich im Krieg gegenseitig um. Darin ist kein Sinn zu finden, Gott muss nicht existent sein. Doch ist diese Lösung nicht viel zu einfach. Gibt die Sinnlosigkeit und die Selbstverwirklichung ohne Vernunft etwa eine Lösung. Wenn man die Bibel liest, dann sieht man, dass sie kein Geheimnis daraus macht, dass die Gedanken des Menschen auf seinen eigenen Vorteil gerichtet sind und auf Zerstörung des Anderen. (Matthäus 15,19 „Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.“) Gerade weil dies bösen Dinge da sind werden Kriege geführt und Menschen umgebracht und nebenbei reden die Menschen über Gott. Jesus sagt ein paar Verse vorher: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.“ (Matthäus 15,8)Wir verstehen viele Dinge in unserem Leben nicht und vielleicht haben wir manchmal alle Hoffnung schon aufgegeben. Die Folge sind entweder bedrückender Pessimismus oder ein Leben, das sich versucht auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren und die wichtigen Fragen zu ignorieren. Aber Jesus Christus war nicht nur ein Philosoph, der über Moral geredet hat. Er hat die totale Liebe gelebt. Als er von den Toten auferstanden ist, hat er den Tod und die Hoffnungslosigkeit besiegt. Er bietet jedem Menschen Vergebung der schrecklichen Schuld an, die auf uns lastet und ein neues Leben in Abhängigkeit von Gott. Es lohnt sich darüber mal Gedanken zu machen, was eigentlich der Gedanke ist, der dein Leben bestimmt und antreibt. Sartre sagte einmal: „Wenn die Literatur nicht alles ist, ist sie nicht der Mühe wert.“ Und so sollten wir uns auch verstärkt mit dem bedeutendsten Werk der Weltliteratur, mit der Bibel beschäftigen.



Literatur:


Münchner Merkur Nr. 139 (20. Juni 2005), S. MM 5


E. Orthbandt: Geschichte der großen Philosophen und des philosophischen Denkens. Eine Auswahl, Hanau / Main.


F.A. Schaeffer: Wie können wir denn leben?, Neuhausen-Stuttgart 1985.


Kommentare

  1. ali

    Jahrzehntelang haben Spekulationen über außerirdisches Leben, durch Geschichten von fliegenden Untertassen und Begegnungen mit fremden Wesen aus dem All, Auftrieb erhalten. Diese Spekulationen wurden nun durch eine ernstzunehmende Quelle angeheizt. Im August 1996 haben NASA Wissenschaftler behauptet, Beweise für primitive Lebensformen in einem Meteor, der angeblich vom Mars stammt, gefunden zu haben.
    Seit diesem Zeitpunkt hat dieser sogenannte Beweis sehr an Beweiskraft in der Wissenschaftsgemeinde gelitten. 1 Trotzdem hat der Gesteinsbrocken, ungefähr zwei Kilo schwer, eine neue Woge von “Marsfieber” entzündet.

    This article is also available in English: Are we alone, or is there life elsewhere in the universe? English answer…

    In den nächsten zwanzig Jahren planen Amerikaner, Europäer, Japaner und Russen ungefähr zwanzig Projekte, um unsere Nachbarplaneten zu erforschen, von denen der nächste ca. 78 Millionen Kilometer von uns entfernt ist.

    In der Zwischenzeit wächst der Glaube an außerirdisches Leben mit beinahe religiöser Leidenschaft.

    Die UFO Welle
    Der Psychatrieprofessor der Harvard Universität, Herr John E. Mack hat kürzlich mit seiner Sammlung von Fällen über Menschen, die behaupten von fremden Wesen entführt worden zu sein, weltweites Aufsehen erregt.

    Außerdem wurde ein Film veröffentlicht, der eine angebliche Autopsie von Weltallwesen zeigt, die bei einem Absturz eines UFOs in New Mexico, USA, in der Nähe der Airforce Basis Roswell ums Leben kamen. Der verschwommene Bericht, von dem die meisten sagen, daß er eine Fälschung ist, war trotz alledem die Hauptattraktion des Welt UFO Kongresses 1995 in Düsseldorf.

    Zu dieser Zeit wurde aber auch der Film Independence Day, der eine Invasion aus dem All zeigt, in die Kinos gebracht und die Kinokassen nahmen mehr Geld in der ersten Woche ein, als bei jedem vorangegangen Film in der Kinogeschichte.

    Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage in Deutschland zeigte, daß 17% der Bevölkerung an Besuche aus dem All glauben, während 31% glauben, daß intelligentes Leben im All existiert.

    Was sollten Christen über UFO Berichte glauben?

    Die Wissenschaft:
    (a) Noch niemals gab es einen bewiesenen Kontakt mit Wesen aus dem All.

    Im Jahre 1900 hat die französische Wissenschaftsakademie einen Preis von hunderttausend Francs für den ersten Menschen, der Kontakt mit einer Zivilisation aus dem All macht, ausgesetzt, solange diese Wesen nicht vom Mars kommen, denn die Akademie war überzeugt, daß eine Zivilisation auf dem Mars ein wissenschaftliches Faktum ist.

    Jedoch wurde seit damals bis heute nicht eine Spur von kleinen, grünen Männchen auf all den Planeten, die unsere Satelliten in der Lage waren zu erforschen, gefunden.

    Trotzdem glauben eine Vielzahl von Astronomen daß, da ja Leben sich auf der Erde entwickeln konnte, es sich auch auf anderen Planeten unseres Universums entwickeln hat. In Amerika haben Wissenschaftler des SETI Projekts (Suche nach außerirdischer Intelligenz) den Himmel umsonst nach Signalen von außerirdischen Intelligenzen abgesucht.

    (b) Die Bedingungen müssen stimmen..

    Das Leben auf jedem Planeten kann nur überleben, wenn eine Vielzahl von sehr genau aufeinander abgestimmten Bedingungen erfüllt werden. Z.B. muß die Entfernung zur Sonne exakt stimmen, es darf weder zu warm noch zu kalt sein.

    Auch wenn man nicht ausschließen kann, daß Planeten in anderen Sonnensystemen irgendwann einmal entdeckt werden, ist doch extrem unwahrscheinlich, daß einer von diesen alle Bedingungen zum Entstehen von Leben erfüllt. Nur flüssiges Wasser zu haben ist vollkommen ungenügend, trotz der Aufregung die entstanden ist, als man Wasser auf dem Jupitermond Europa entdeckt zu haben glaubte.

    (c) Leben kann sich nicht spontan von selber formen.

    Ohne intelligente, kreative Steuerung können sich leblose Chemikalien nicht in lebendige Dinge verwandeln. 2 Ohne dieser unbegründeten, evolutionären Spekulation hätte die Ufologie nicht ihren heutigen Griff über die öffentliche Meinung.

    (d) Große Entfernungen

    Selbst wenn man annimmt, daß irgendwo im Kosmos Leben existieren könnte, ist ein Besuch von Außerirdischen, wie von UFO Berichten behauptet, vollkommen im Bereich des Unmöglichen. Die Entfernungen (und damit die Reisezeit) sind unvorstellbar groß.

    Der nächste Stern zur Erde, der Proxima Centauri ist schon über 40.7 Trillionen Kilometer entfernt. Der Flug der Apollorakete benötigte drei Tage, um den Mond zu erreichen. Mit derselben Geschwindigkeit würde man 87000 Jahre brauchen, um diesen Stern zu erreichen. Natürlich könnte man unbemannte Satelliten auf eine größere Geschwindigkeit beschleunigen. Mit der unvorstellbaren Geschwindigkeit von einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit, würde diese Reise immer noch 43 Jahre dauern. Für so eine Geschwindigkeit würde man aber auf der anderen Seite enorme Energieresourcen benötigen, nämlich ungefähr dieselbe Energiemenge, die die Welt in einem Monat verbraucht. (siehe Anhang 1)

    Weiterhin gibt es in jedem Kubikmeter Weltraum ungefähr hunderttausend Staubpartikel (aus Silikon und Eis), die ca. ein Zehntel Gramm wiegen. Bei so einer Beschleunigung würde nur eines dieser winzigen Objekte genügen, um ein Raumschiff beim Aufprall total zu zerstören.3

    Die Bibel
    (a) Die Heilige Schrift erwähnt keine Besuche von Außerirdischen.

    Die Bibel, das offenbarte Wort Gottes lehrt, daß Leben nur durch den Prozeß der Schöpfung möglich ist. Selbst wenn es andere Galaxien geben würde, die der Erde sehr ähnlich sind, würde dort nur Leben existieren, wenn der Schöpfer es geschaffen hätte. Wenn Gott dies getan hätte und wenn diese Wesen uns eines Tages besuchen würden, hätte Gott uns sicher nicht unaufgeklärt darüber gelassen.

    Gott hat uns ziemlich genaue Details über die Zukunft gegeben, z.B. der Rückkehr Jesus und einige Hinweise über das Ende der Welt. Das Universum wird einmal irgendwann in der Zukunft wie eine Schriftrolle aufgerollt werden (Isaiah 34:4, Offenbarung 6:14) Wenn Gott noch woanders intelligentes Leben geschaffen hätte, würde dies auch ihren Lebensraum automatisch mitzerstören. Die Sünde Adams hat alle Schöpfung mit dem Fluch beladen. Warum würde dann der Lebensraum einer Rasse von Wesen, die nicht von Adams sündenbeladenen Genen abstammen, vom Sündenfluch belastet werden, um dann Teil der Erneuerung sein, die von Christus, dem letzten Adam, durchgeführt wird? All das wäre doch sehr seltsam. 4 (siehe auch: Was sagt die Bibel über intelligentes Leben auf anderen Gestirnen)

    (b) Der Sinn der Sterne

    Der Grund, warum Sterne erschaffen worden sind, wird uns an einigen Stellen in der Bibel genannt, nicht nur im bekannten Psalm 19, sondern besonders im Schöpfungsbericht. In ersten Buch Moses 1: 14 lesen wir:

    Dann sprach Gott: Es sollen Leuchten werden am Gewölbe des Himmels, um zu scheiden zwischen der Nacht und dem Tag, und sie sollen als Zeichen dienen sowohl für die Festzeiten als auch für die Tage und Jahre! (1Mos 1,14)

    Wir sehen hier deutlich, daß die Sterne für die Menschheit auf Erden geschaffen wurden. Wenn man dazu die Abfolge der Schöpfung betrachtet (am ersten Tag die Erde und erst am vierten Tag die Sterne) wird sehr schnell durch das Zeugnis der Bibel deutlich, daß der Zweck der Schöpfung sich in einzigartiger Weise um die Erde dreht.

    Was hat es dann mit UFOs für eine Bewandnis?
    Wie sollte wir also mit dem sogenannten UFO Phänomen umgehen? Im deutschen Nachrichtenmagazin Focus wurden kürzlich 90% aller UFO Sichtungen als “Humbug” bezeichnet, aber die übriggebliebenen 10% kann am nicht so einfach von der Hand weisen. 5

    Der Artikel zitierte den Soziologen Gerald Eberlein wie folgt:

    “wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, daß Menschen die keiner Glaubensgemeinschaft angehören, aber behaupten religiös zu sein, besonders empfänglich für den Gedanken sind, daß es möglich ist, daß Außerirdische existieren. Für diese Menschen ist die Ufologie eine Ersatzreligion”. 6

    Die Bibel setzt sich ein wenig tiefer mit den Hintergründen auseinander, in dem sie zusätzliche Gründe für diese Erscheinungen nennt. 2. Thess. 2:9-11:

    Sein Auftreten zeigt sich entsprechend der Kraftentfaltung des Satans in jeder Art von Macht, trügerischen Zeichen und Wundern, in jeder Art böser Verführung für jene, die verlorengehen, weil sie der Liebe zur Wahrheit nicht Einlaß gaben, um gerettet zu werden. Daher schickt ihnen Gott die Kraftentfaltung der Verführung, daß sie der Lüge glauben, damit alle das Gericht erfahren, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Gefallen hatten am Frevel.

    Die Bibel liefert eine Beschreibung der Realität, die alles Leben betrifft. Der einzige, lebende Gott enthüllt sich als die Dreieinigkeit, als Vater, Sohn und der Heilige Geist. Im Himmel gibt es Engel, die auch den Menschen auf Erden dienen.
    Dann gibt es noch eine andere Realität, nämlich die der Teufel und Dämonen. Der Brief an die Epheser 2:2 spricht über den Prinz “des Machtbereiches der Luft” dessen Herrschaft auf der Erde ist.

    Der Teufel hat sein eigenes Repertoire der Täuschung in der Form von verschiedenen okkulten Praktiken und einer Vielzahl von religiösen Riten. Könnte es sein, daß hinter all den ungeklärten Berichten das Werk des Erzverführers steckt? 7 UFO Berichte sind schon in ihrer Definition nebulös und nicht-indentifizierbar. Menschen die Christus nicht kennen, lassen sich sehr schnell von allerlei Phänomenen, die schwer erklärbar sind, anstecken. Für Christen steht da die Warnung von Jesus in Matthäus 24:4: “Seht zu, daß euch niemand verführe” Das beste Gegengift gegen Verführung? Paulus ermahnt uns im 2. Brief an Thimotheus 2.15. “Trachte mit Eifer danach, dich selbst als ein Bewährter zu erweisen vor Gott, als ein Arbeiter ohne Scheu, der klar einzutreten weiß für das Wort der Wahrheit”.

    Geheime Stützpunkte?… Cover–up der regierung?
    Viel UFO Enthusiasten verbreiten den Mythos von geheimen Experimenten der US Regierung an Außerirdischen, etc., einer Idee, die noch durch den Film “Independence Day” unterstützt wurde. Jedoch hat die Regierung der USA unter dem Einfluß von Atheisten wie Carl Sagan Millionen von Dollar ausgegeben, um “da draußen” nach Anzeichen von intelligentem Leben zu suchen. Viele andere Humanisten, die an die Evolution, wie Sagan, glauben, sind überzeugt davon, daß intelligentes Leben auf der Erde, sowie im All entstand ist und stürzen sich auf jeden Beweis für so eine Vorstellung. Man betrachte das Mediendebakel um das “Leben im Marsgestein Fiasko”. Sich vorzustellen, daß eine viel spannendere Entdeckung für Jahrzehnte geheimgehalten würde,sprengt jedes Vorstellungsvermögen.

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