Am Anfang war der Urknall?

Entstand die Erde aufgrund eines Schöpfungsaktes Gottes oder wurde sie durch eine Mega-Explosion vor Milliarden Jahren, dem Urknall, ins Leben geschleudert? Oder war es einfach Gottes Urknall, der im leeren Universum einen Planeten voller Leben produzierte? Wir fragten Dr. Werner Gitt, Direktor und Professor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

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Kommentare

  1. ali

    „Zufall“ ist ebenfalls keine wissenschaftliche Kategorie und die sog. Evolutionstheorie ist auch nicht wissenschaftlich nachweisbar, dennoch wird Letzteres u.a. im Schulunterricht gelehrt und ausgerechnet der Zufall wird zur Erklärung dee Entstehung des Weltalls mittels Urknalls herangezogen, der wiederum auch nicht wissenschaftlich erwiesen ist. Reine Theorie – sonst nichts!
    Ergo gehört alles, was mit Evolutionstheorie, Zufall und Urknall zu tun hat, aus dem Schulunterricht gänzlich gestrichen, da sie weder wissenschaftlich bewiesen sind noch den Kategorien der Vernunft oder Logik entsprechen. Was nicht nachweisbar ist, ist allenfalls der Atheismus selbst, da, selbst wenn Gott nicht existierte, die Aussage der Gottesexistenz nie sicher widerlegt werden kann. In die Schule gehört diese Ideologie damit wohl sicher nicht.

  2. Erik

    Der Weltraum existierte auch vor dem Urknall

    Der Urknall hat stattgefunden, auch wenn er nur eine Zwischenstation war. Dieser Übergang vom Ende eines kontrahierenden Urknall-Universums zum nächsten, heutigen Urknall-Universum hat jedoch nichts mit dem Gesamt-Universum zu tun, das unendlich groß ist und schon immer existiert hat.

    Unser dreidimensionales Urknall-Universum ist also nicht aus einem Nichts hervorgegangen, sondern aus einer riesigen Masse-Ansammlung aus Materie bzw. Antimaterie, die man als gigantisches Schwarzes Loch bezeichnen würde. Und weil diese enorme Masse-Ansammlung am Ende der Kontraktion des vorherigen Urknall-Universums keiner Geschwindigkeit mehr ausgesetzt war, alterte sie unvorstellbar schnell.

    Die Zeitdilatation besagt, je höher die Geschwindigkeit eines Objekts ist, desto langsamer altert dieses Objekt. (Bei potentieller Erreichung der Lichtgeschwindigkeit stünde die Zeit sogar still.) Je niedriger die Geschwindigkeit eines Objekts ist, desto schneller altert das Objekt. Und bei Erreichung des tatsächlichen Ruhezustands, was bei jener Masse-Ansammlung am Ende des Kontraktionsprozesses der Fall war, alterte sie unvorstellbar schnell. Das Ergebnis war der Übergang jener Masse-Ansammlung in Strahlungsenergie in einer unbegreiflich gigantischen (lautlosen) Explosion – gemäß der Grenzwert-Gleichung E = m · c².

    Diese Explosion ereignete sich (mit Berücksichtigung der Zeitdilatation) vor mindestens 13,82 Milliarden Jahren – also vor rund 14 Milliarden Jahren. Nach der absoluten Zeit (ohne Zeitdilatation) fand diese Explosion und somit der Beginn unseres Urknall-Universums vor mindestens 47 Milliarden Jahren statt. Der Unterschied dieser beiden Daten sei kurz erläutert:

    Da unmittelbar nach dem Urknall all die (aus jener Strahlungsenergie-„Wolke“) entstandenen Teilchen mit Fast-Lichtgeschwindigkeit vom Explosionsherd weggeschleudert wurden und bis heute mit enorm hoher Geschwindigkeit durchs All geflogen sind, unterlagen all diese Teilchen der Zeitdilatation. Dabei wäre die Zeit nach unserer Wahrnehmung (vom Urknall bis heute) von etwa 3,35 Sekunden auf 1 Sekunde (bzw. von über 47 Mrd. Jahre auf etwa 14 Mrd. Jahre) gedehnt worden. Die durchschnittliche ‚Reise‘-Geschwindigkeit der Teilchen unserer Milchstraße (vom Urknall bis heute) betrüge mehr als 200.000 km/s (angeblich sogar über 211.000 km/s). Der Durchmesser unseres kugelförmigen Urknall-Universums (als extrem winziger Teil des Gesamt-Universums) macht rund 95 Milliarden Lichtjahre aus. (1 Lichtjahr: ~ 9,4605 … Billionen km) Siehe auch: ‚Die Welt der Relativität – alles falsch? Korrekturen zur Relativitätstheorie‘ mit ISBN 9788490391730

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