Das Drama der vaterlosen Jungen

Jungen, die ohne Vater aufwachsen, bekommen leichter Depressionen und neigen mehr zu Drogenmissbrauch oder Hyperaktivität. Das haben Mediziner aus Düsseldorf und Leipzig herausgefunden und darüber beim „Männerkongress 2010“ an der Uni Düsseldorf berichtet. Söhne ohne Väter sind in gewissem Sinn eine neue Erscheinung – heute hat jedes fünfte Kind in Deutschland nur noch einen Elternteil, und in 85 Prozent der Fälle ist es die Mutter. Die Folge von Trennungen, Scheidungen, unübersichtlichen Lebensabschnittsbeziehungen und Patchworkfamilien. Die Wissenschaftler konnten ihren Befund aber mit einer historischen Situation vergleichen. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit hatte fast ein Drittel der Jungen keinen Vater, weil der eingezogen, vermisst oder gefallen war. Bei diesen zwischen 1933 und 1945 geborenen Kindern wurden die erwähnten Folgen festgestellt, auch noch 50 Jahre später.

Der Professor und Facharzt für psychosomatische Medizin an der Uni Düsseldorf, Matthias Franz, schließt daraus: „Väter sind unersetzbar bei der Rollenfindung des Jungen.“ Sie wiesen männliche Wege der Problemlösung und würden bei der Loslösung von der Mutter helfen. Selbst wenn andere Männer die Aufgabe des Vaters übernehmen könnten, sieht Franz Probleme. Auch in Kindergärten und Schulen hätten es Jungen vorwiegend mit Frauen zu tun. An der Schule würden sie vernachlässigt, weibliche Eigenschaften würden zur Norm, und Jungen würden dabei behindert, „ihr Jungensein auszuleben“, hieß es auf dem Kongress. Die Teilnehmer wollen jetzt eine eigene Männerforschung etablieren.

Wie immer hätte statt eines aufwändigen Kongresses auch ein Blick ins Wort Gottes weiterhelfen können. Die Familie ist eine von Gott mit Bedacht eingesetzte und geschützte Institution. Sexualität außerhalb der Ehe wird abgelehnt, und in der Paarbeziehung gibt es klar festgelegte Aufgaben. Es ist übrigens ein Missverständnis, dass das Christentum Frauen benachteiligt und sie den Männern unterordnen will. Der Mann trägt vielmehr Verantwortung für seine Frau und seine Kinder. Eine Familie kann nur funktionieren, wenn der Mann seine Verantwortung wahrnimmt, seine Frau diese aber auch anerkennt. Frauen haben andere, aber nicht minder wichtige Aufgaben in Partnerschaft und Familie als Männer. So tragen beide zur richtigen Erziehung ihrer Kinder bei. Auf kein Elternteil kann verzichtet werden. Konzentriert geht darauf der 1. Korintherbrief (Kapitel 7, 3-5 und Kapitel 11, 3-10) sowie der 1. Timotheusbrief (Kapitel 3, 4) ein. Dass es für uns das Beste wäre, uns nach der göttlichen Ordnung zu richten, versteht sich von selbst.

Manche Probleme rühren davon her, dass Frauen nicht mehr ihre von Gott vorgesehene Rolle übernehmen wollen und stattdessen nach der Rolle des Mannes streben. Obwohl die Bibel nichts von ganztägig berufstätigen und finanziell unabhängigen Frauen oder der schwierigen Suche nach Kinderhortplätzen weiß, schon gar nichts von hyperaktiven oder drogengefährdeten Söhnen, wird dieses Problem schon im Alten Testament, im 2. Buch Samuel, Kapitel 6, angesprochen. Nachdem David König von Israel geworden war, brachte er mit großer Freude und Hingabe an Gott die Bundeslade, den Behälter, der die Tafeln mit den zehn Geboten Gottes enthielt, nach Jerusalem. Seine Frau Michal beobachtete ihn dabei vom Palast aus und verachtete ihn, weil er sich in ihren Augen dabei lächerlich machte. Später verspottete sie ihn auch noch dafür. Es heißt dann: „Michal aber, die Tochter Sauls, bekam kein Kind bis zum Tag ihres Todes.“

Dieses Erlebnis stürzte also die Ehe von David und Michal in eine schwere Krise. Zwischen ihnen gab es kein Vertrauen mehr, denn es war klar, dass Gott für David einen ganz anderen Stellenwert hatte als für Michal, die sich nur darüber Sorgen machte, welches Bild ihr Mann in der Öffentlichkeit abgab. Das war aber die Verantwortung Davids, und Michal hätte die Pflicht gehabt, ihn unter allen Umständen zu unterstützen. Einerseits sieht man, dass Frauen sich nicht erst heute gegen ihre Rolle auflehnen, andererseits wurde dies damals zumindest nicht als Normalfall angesehen.

Kommentare

  1. ali

    Danke für dein Zeugnis. Gott möge alle deinen Mangel in seiner Gnade ausfüllen.
    wir haben öfters einen nachtbüchertisch in augsburg. wenn du die leute kennenlernen willst, dann schreib einfach nochmal eine notiz hier rein.
    gott mit dir.
    ali

  2. velo

    Sers,
    Meine Eltern trennten sich als ich ca.3 war. Dann war ich bei meiner Mam… sie heiratete und es kam mein Halbbruder auf die Welt. Der alltag war beschissen, es gab schläge, stundenlanges in der ecke stehen usw. scheisse halt. Seit klein auf in der Aussenseiterrolle, als kind aus ner assifamilie wird man von vornherein vernachlässigt, auch wenn ihr was andres behauptet, bei mir war es so. Egal ob Theater in der Gemeinde, Orf-Gruppe in der Schule. Im nachhinein fällt mir auf dass die Kids aus den SauberFamilien bevorzugt werden. Ich hatte einen riesigen Hass auf meine Eltern. Ich kam mit 11 in ein „Heim“. Das war die beste Zeit meines Lebens. In den ersten Jahren waren christliche erzieher dabei, also „echte“ christen. Ich danke ihnen von Herzen dass sie mir Jesus näher brachten und wenns brannte, immer für uns am start waren. Naja, als ich raus kam, folgte ein jahrelanges rumkiffen bis ich mich schliesslich zu jesus christus bekehrte. Kein Kiffen mehr, ich hab frieden mit meinen eltern und ehre sie, habe mit beiden guten kontakt… aber eines bleibt: ich bin enttäuscht von dieser verf… welt. Ich fühl mich nicht in der lage einer Frau zu vertrauen, hab auch nicht vor Kinder zu Zeugen, was ich sehr schade finde. Lieber bleibe ich abstinent.
    Gemeinde: Ich war in einer Gemeinde, gastmäßig geh ich zum godi weil die predigten mir power schenken. Aber wenn man blöd angeschaut wird,weil man diese weichspülmusik nicht mitsingt… mir fällt auch auf, in der gemeinde bin ich keinen ex-junki, harz4ler oder sonstigem begegnet. Lauter Studenten und Gut situierte familien (das soll kein angriff sein… das sind wertvolle menschen) Aber ich tu mich schwer, es liegt an mir… mich da zu „integrieren“. Doch die Gemeinschaft ist wichtig ich weis… Kenn auch einige „draussen“ und ab und an kommen aktionen zustande wo ich im „background“ mithelfe. Also ich bin mir sicher, gott setzt mich gewissermaßen ein… ob Hiflsgüterzeugsl, gespräche mit nichtchristen über jesus usw. Ich bin der Christ mit dem ernsten gsicht xD. Okay, bin krass vom thema abgeschweift. Aber was für mich nun mal wichtig ist, ich distanziere mich von diesem „kuschelchristentum“. Es ist eine wichtige sache, der Teufel versucht alles um die menschen von jesus abzubringen, geschwister werden aufgrund ihres glaubens umgebracht, gefoltert, eingesperrt in vielen ländern (ca50) in unserer westlichen fasadengesellschaft hypt die esoterik. es ist sehr schwer. Wir sollten/dürfen/müssen erettete seelen bezwecken und klar abstand nehmen von dieser joycemeyer und „erfolgreich leben“ scheisse. Jesus christus ist für uns gestorben, damit uns der weg zum Vater geöffnet wird, das ist sein sieg über das böse.
    ich habe jetzt nicht auf die rechtschreibung geachtet, und sorry wegen meiner etwas seltsamen ausdrucksweise. ich denk das wird euch nichts ausmachen. Seid gesegnet. grüße aus augsburg

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