26. August 1956 –  Vor 70 Jahren: Die erste “Bravo” erscheint. Von Eltern verpönt, für Millionen von Teenagern wichtiges Sprachrohr in Sachen Mode, Musik und Sex

Na bravo. Vor 70 Jahren, am 26. August 1956, lag die erste Ausgabe am Kiosk. Über 3 000 Ausgaben sind bis heute erschienen. 70 Jahre „Bravo“, das sind 70 Jahre Jugendkultur und 70 Jahre Musikgeschichte. Das sind auch 70 Jahre Sex-Propaganda, 70 Jahre Werbung für Verhütungsmittel.

Wie schaut die Bilanz dieser 70 Jahre aus? Nach aktuellen Statistiken haben Jugendliche immer früher Sex und treiben immer häufiger ab. In Zahlen: Abertausende deutsche Teenager ließen abtreiben. Damit die Marke überlebt, setzen die “Bravo”-Macher ihren Schwerpunkt auf digitale Kanäle wie YouTube und TikTok.

Ob Musik, Mode oder Aufklärung: Die “Bravo” begleitet früher wie heute Teenager medial. Doch der alte Glanz des größten Jugendmagazins der Welt ist verblasst. Aktuell liegt die Auflage bei 43.363 Exemplaren (1. Quartal 2026).

Nach Stefan Wirth, Chefarzt der Kinderklinik Wuppertal, gehen Teenager verantwortungslos mit der Sexualität um. Für sie ist Sex so etwas wie Eis essen. Ein Bedürfnis eben, das nach augenblicklicher Befriedigung schreit. Ganz offensichtlich sind Zurückhaltung und Maßhalten zu Tabu-Themen degradiert worden.

Was fehlt, das ist Aufklärung im positiven Sinn. Welche 14-Jährige kennt schon den eigenen Körper und kann die Symptome richtig einordnen? In puncto Sex sind die Teens Experten, sagt Gisela Gille, Vorsitzende der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau. Was den eigenen Körper betrifft, wissen die wenigsten Mädchen Bescheid.

Wenn Sex zur bloßen Technik wird und zum reinen Genuss, dann bleibt was auf der Strecke. Und viele von denen, die das so leben, spüren dann und wann, dass es ein entscheidendes „missing Link“ in der Sache gibt – die Fruchtbarkeit.

Sie ist der Haken beim „safe sex“. Wer sie ausklammert, der verhütet nicht nur, sondern der schneidet das Wesentliche von einer der kostbarsten Gaben der Schöpfung weg. Wen wundert es also, dass jede Menge unerwarteter Nebenwirkungen auftreten, dass dann Sex so kühl wie Eis wird und nicht mehr herzerwärmend ist und Leben spendend?

Der „safe sex“, mit dem die Verhütungsmittelindustrie wirbt, ist ein echter Betrug am Menschen, weil er das Kriterium für ein gutes sexuelles Miteinander rein materialistisch definiert. Hauptsache „safe“, Hauptsache optimale Lust. Wird die sexuelle Begegnung dann zum Frust, dann wird an der Technik gefeilt.

Und jetzt die erstaunliche Meinung eines 15jährigen Mädchens zum Thema Sex:
„Ich weiß warum man keinen Sex vor der Ehe haben soll. Wenn Sie das, werter Leser, nicht verstehen, will ich Sie trösten, ich hab es am Anfang auch nie verstanden. Ich versuche kurz, meine Ansicht zu erklären: Wenn Sie heute jemandem auf der Straße begegnen, werden Sie ihm nicht gleich hundert Euro schenken, oder tausend? Oder das wertvollste, was Sie besitzen? Zuerst muss man sich einmal kennen. Vielleicht, wenn man sich ein bisschen besser kennt, schenkt man sich eine Schokolade, als Zeichen der Freundschaft. Wenn man schon gut befreundet ist, leiht man sich auch einmal das Handy oder Geld. Aber wenn man jemanden hundert Euro leiht, muss man ihn schon ziemlich gut kennen und ihm vertrauen.
„Stellen Sie sich jetzt vor, Sie kennen jemanden erst eine Stunde, und er bittet Sie um fünfzig Euro, die er Ihnen sicher zurückzahlt. Sie vertrauen ihm und geben sie ihm. Aber, so wie es oft ist, haut dieser Mensch ab und kommt nicht wieder. Wie fühlen Sie sich? Hintergangen? Ausgenutzt? Ja, ausgenutzt. Und jetzt, sehen wir uns die Sache aus einer anderen Perspektive an. Was ist das wertvollste, was Sie besitzen? Geld? Haus? Auto? Nein! Das sind Sie selber! Ihr Körper und Ihre Seele! Die sind nämlich unbezahlbar!
Stellen Sie sich vor: Sie geben jemandem, den Sie nicht einmal richtig kennen, alles was Sie haben – nämlich sich. Und was ist die Gegenleistung? Die Liebe natürlich! Die Liebe ist das kostbarste und wertvollste. Aber wie soll man sich, mit so kurzer Bekanntschaft, Liebe schenken können und sollen? Wahre Liebe ist nicht nur ein Gefühl – Liebe ist eine Entscheidung! Das, was heutzutage als Liebe bezeichnet wird, ist oft nur Verliebtheit. Aber bevor es zur wahren Liebe kommt, muss man sich erst richtig kennenlernen.
So. Und warum dann nicht Sex vor der Ehe? Ich könnte ja jemanden wirklich sehr gut kennen, oder? In der Ehe gibt man sich das Versprechen, treu zu bleiben in guten und in schlechten Tagen. Erkennen Sie, was für ein Schutzzelt die Ehe ist? Wenn der eine dem anderen ganz vertrauen kann, dass man sich bemüht und sich immer treu bleiben will! Da muss man keine Angst haben, dass der eine sich mit einer anderen trifft oder sie sich einen anderen suchen könnte. Die Ehe ist ein wahres Zelt, unter das man sich bei der Hochzeit stellt. Und das Beste, wertvollste und schönste, was man sich schenkt, ist man selbst!
Frage: Wenn man sich jetzt schon einem anderen geschenkt hat, was bleibt für deinen Ehepartner? Dann ist Deine Liebe kein einzigartiges Geschenk mehr! Wenn Ihr Freund Geburtstag hat, schenken Sie ihm doch auch nicht eine Tafel Schokolade, von der schon zehn andere heruntergebissen haben. Sie geben ihm eine neue, gut verpackte. Das ist meine Ansicht über Thema Liebe und Sex.“ Soweit das Mädchen.(kath.net)

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