
Unser ehemals christliches Abendland wird nicht mehr einfach nur von äußeren Kräften bedroht, sondern durch eine innere Gottlosigkeit zerstört.
Der sichtbare Siegeszug des Posthumanismus funktioniert mit dem Versprechen, den Menschen von Gott und den Grenzen seiner Natur zu befreien. Aber am Ende wird der Mensch selbst zur „manipulierbaren Materie“, zum „Algorithmus unter Algorithmen“. Seine Würde als Ebenbild Gottes geht nach und nach verloren. Der freche und verdummte moderne Mensch beansprucht, die menschliche Natur, die Ehe sowie die Grenzen von Leben und Tod nach eigenem Willen neu zu definieren. Welche ein fataler Irrweg ins Chaos unserer Tage.
Gottlosigkeit und Dummheit bedingen sich gegenseitig. Die immer wiederholte Lüge der Moderne stimmt nicht. Nicht das Christentum erscheint als Feind der Vernunft. Gerade die Abkehr von Schöpfungsordnung und dem göttlichen Logos zu einem Denken, das selbst die anthropologische Wirklichkeit der Verfügungsgewalt des Menschen unterwirft, ist für das augenblickliche Chaos verantwortlich. Die Antwort auf den Nihilismus ist nicht eine linke Politik, oder die Unterwerfung unter den aufkommenden Islam, sondern Christus, der fleischgewordene Logos.
Weder die gottlose Postmoderne, noch der politisch Islam ist der Ausweg. Es gibt eine dritte Möglichkeit – wieder zu Jesus und seinem Wort umzukehren. Das ist der Weg ins neue Leben.
Offensive Mission ist kein Akt der Feindseligkeit und auch keine religiöse Intoleranz, nein, im Gegenteil: ist sie der höchste Akt der Liebe zu allen Menschen. Wer Christus tatsächlich für „den Weg, die Wahrheit und das Leben“ hält, kann Mission nicht grundsätzlich als Respektlosigkeit gegenüber Andersgläubigen betrachten. Die Wahrheit des Glaubens an Jesus verpflichtet Christen vielmehr zur Verkündigung an alle.
Unser totes und institutionelles Christentum, das über Klimapolitik, Sozialprogramme und gesellschaftliche Transformation oft entschiedener spricht als über Sünde, Erlösung und ewiges Leben, kann niemand retten oder begeistern.
Die Menschen um uns herum können vor dem Posthumanismus nicht gerettet werden, wenn wir nicht zu ein klaren Bekenntnis zurück finden.
Nur wenn die schwachen Scheinchristen Christus wieder in den Mittelpunkt stellen ,wird der Mensch wieder wahrhaft menschlich und normal im Herzen und im Kopf werden.
Peter Scholl-Latour hat vor vielen Jahren gesagt: Europas entscheidende Niederlage beginnt nicht mit der Stärke des Islam, sondern mit der Schwäche eines Christentums, das nicht mehr an seinen eigenen Wahrheitsanspruch glaubt. K.M.

