15. April 1980 – Jean-Paul Sartre, der französische Philosoph und Schriftsteller stirbt.

Er ist der wohl bekannteste Existentialist gewesen und hat einen entscheidenden Einfluss auf das Denken und Handeln, was in unserer heutigen Gesellschaft vorherrscht gehabt. Im Bereich des Rationalen war für ihn alles absurd. Trotzdem sollte der Mensch sich selbst verwirklichen. Die Selbstverwirklichung war jedoch frei von der Vernunft und so konnte man keine moralischen Urteile fällen. Dennoch kam auch Sartre nicht umhin Dinge nach ihrem moralischen Wert zu beurteilen. Er unterzeichnete das algerische Manifest 1960 gegen die Politik der französischen Regierung in Algerien und obwohl er ein entschiedener Linker war wandte er sich gegen die Sowjet-Politik beim Einmarsch in Ungarn 1956.

Er schrieb 40 Bücher und war eine faszinierende Persönlichkeit. Genauso wie Sokrates in Athen als ein Verführer der Jugend verschrieen war hielt man auch Sartre in Frankreich als schädlich für die junge Generation. Es gipfelte in Mordaufrufen der französischen Rechten und in zwei versuchten Bombenanschlägen auf seine Wohnung in Paris.

Ohne Zweifel war er ein Rebell. Er war gegen Anpassung jeglicher Art und forderte, dass man für sein Denken einstehen müsse. Man sollte konsequent leben und das Handeln sollte dem Geredeten entsprechen. Die Frage die sich dabei stellt, ist: Gibt es heute überhaupt noch Menschen, die bereit sind ihren Idealismus auszuleben. Die meisten Menschen begnügen sich damit in der Masse mit zu schwimmen und billige Phrasen der Boulevardpresse oder aus dem Fernsehen nachzuplappern.

Wenn, wie Sartres Denkansatz war, unsere Welt nur Einbildung in unserem Bewusstsein ist, dann sieht es ziemlich schlecht um uns aus. Woher kommen diese Sehnsüchte nach moralischer Gerechtigkeit oder nach Liebe und Angenommen werden. Sartre gehörte zu den skeptischen Philosophen der Nachkriegszeit. Das ungeheuere Potential der Menschen einander Gewalt anzutun muss ihn in dem Gedanken bestärkt haben, dass im Grunde alles nichtig ist. Menschen, die von Gott sprachen und zu ihm beteten brachten sich im Krieg gegenseitig um. Darin ist kein Sinn zu finden, Gott muss nicht existent sein. Doch ist diese Lösung nicht viel zu einfach. Gibt die Sinnlosigkeit und die Selbstverwirklichung ohne Vernunft etwa eine Lösung. Wenn man die Bibel liest, dann sieht man, dass sie kein Geheimnis daraus macht, dass die Gedanken des Menschen auf seinen eigenen Vorteil gerichtet sind und auf Zerstörung des Anderen. (Matthäus 15,19 „Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.“) Gerade weil dies bösen Dinge da sind werden Kriege geführt und Menschen umgebracht und nebenbei reden die Menschen über Gott. Jesus sagt ein paar Verse vorher: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.“ (Matthäus 15,8)Wir verstehen viele Dinge in unserem Leben nicht und vielleicht haben wir manchmal alle Hoffnung schon aufgegeben. Die Folge sind entweder bedrückender Pessimismus oder ein Leben, das sich versucht auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren und die wichtigen Fragen zu ignorieren. Aber Jesus Christus war nicht nur ein Philosoph, der über Moral geredet hat. Er hat die totale Liebe gelebt. Als er von den Toten auferstanden ist, hat er den Tod und die Hoffnungslosigkeit besiegt. Er bietet jedem Menschen Vergebung der schrecklichen Schuld an, die auf uns lastet und ein neues Leben in Abhängigkeit von Gott. Es lohnt sich darüber mal Gedanken zu machen, was eigentlich der Gedanke ist, der dein Leben bestimmt und antreibt. Sartre sagte einmal: „Wenn die Literatur nicht alles ist, ist sie nicht der Mühe wert.“ Und so sollten wir uns auch verstärkt mit dem bedeutendsten Werk der Weltliteratur, mit der Bibel beschäftigen. Conrad

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