Meuterei auf der Bounty. Und unsere Welt.

Am 28. April 1789, also heute vor über 230 Jahren, kam es zur bekanntesten Seemeuterei der abendländischen Geschichte. Die Bounty fuhr im Auftrag der englischen Krone zu den Tahiti-Inseln, um Ableger des Brotfruchtbaumes in die Karibik bringen. Die mühevolle Fahrt nach Tahiti dauerte 10 Monate. Es kam zu Spannungen zwischen der Mannschaft und Kapitän Bligh. Dieser exzellente Seefahrer war jähzornig und wenig einfühlsam. Während des halbjährigen Aufenthaltes auf Tahiti entstanden freundschaftliche Kontakte zwischen den Seeleuten und den Eingeborenen, besonders den jungen Frauen der Insel. Die Disziplin litt sehr darunter, das Verhältnis zwischen dem Kapitän und Teilen der Mannschaft verschlechterte sich.Zu Beginn der Rückfahrt versuchte Bligh, mit harter Hand die Ordnung wiederherzustellen. Da brach die Katastrophe herein: Die Meuterer setzten den Kapitän mit 18 seiner Getreuen in ein offenes Beiboot mit erbärmlich wenig Lebensmitteln und einer notdürftigen nautischen Ausrüstung. Das kam fast einem Todesurteil gleich. Doch mit einer seemännischen Meisterleistung führte Bligh das völlig überladene Boot 3700 Seemeilen weit bis zur nächsten europäischen Siedlung in Timor.Die Ursachen mancher gewaltsamen Revolutionen und Meutereien sind nachvollziehbar. Selten kommt etwas Gutes dabei heraus. Die folgenschwerste Rebellion ist die des Menschen gegen seinen Schöpfer. Dem Teufel gelang es, tiefes Misstrauen gegen Gott und seine Herrschaft in die Herzen der Menschen zu säen. Unsere Grundhaltung ist, um es mit Luther zu formulieren: »Der Mensch kann nicht wollen, dass Gott Gott ist.« Dadurch entstand ein tiefer Bruch. An uns richtet sich deswegen die Aufforderung: »Lasst euch versöhnen mit Gott!« (2. Korinther 5,20).Gerrit Alberts

Kommentare

  1. Herr S.

    Kommt mir reichlich konstruiert und an den Haaren herbeigezogen vor, die seinerzeitigen Spannungsverhältnisse auf der Bounty mit dem Verhältnis mancher – nicht aller! – Menschen zu Gott zu vergleichen.

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