Michael Collins, der “einsamste” Mensch des Universums ist verstorben.

»Seit Adam hat kein Mensch eine solche Einsamkeit gekannt, wie sie Mike Collins während dieser 47 Minuten jeder Mondumkreisung erlebt, wenn er hinter dem Mond ist und mit niemandem sprechen kann, außer mit seinem Tonbandgerät an Bord der ›Columbia‹«, kommentierte man bei der Nasa. Flugpionier Charles Lindbergh, er hatte als erster Mensch allein den Atlantik in einem Flugzeug überquert, schrieb später an Collins: »Sie haben eine Einsamkeit erlebt, die der Mensch zuvor nicht kannte.« Doch obwohl der Raumfahrer während seiner Zeit hinter dem Mond tatsächlich der einsamste Mensch des Universums war, störte ihn das offenbar nicht sonderlich. So hat er es später jedenfalls erzählt: »Bewusstsein, Vorfreude, Zufriedenheit, Zuversicht, fast Jubel«, habe er gefühlt, schrieb er nach seiner Rückkehr. Das Unternehmen der Mondlandung sei für drei Männer konzipiert worden, so Collins weiter, »und ich halte den dritten für genauso notwendig wie die anderen beiden«. …

In einem Interview hat Collins einmal gesagt, seinen Erfolg habe er zu 10 Prozent kluger Planung und zu 90 Prozent purem Glück zu verdanken. »Schreiben Sie ›LUCKY‹ auf meinen Grabstein.« Am Mittwoch ist er im Alter von 90 Jahren in einem Hospiz in Florida an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.” (Spiegel online.de)

Kleiner Einspruch: Die wahrhaft einsamste Person in der Geschichte der Menschheit war Jesus Christus.Die Geschichte zeigt uns, dass bedeutete Persönlichkeiten meist auch einsame Menschen waren. Unerkannt brachten sie ihre denkwürdigen Werke hervor. Die Wenigsten verstanden, welche Bedeutung ihre Leistung haben würde. Das macht einsam. Jesus allerdings war einsamer als sie alle. Bei Jesaja lesen wir z. B. (Jes 53,3): Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.

Die Einsamkeit von Jesus wird an keinem Ort deutlicher, als am Kreuz. Dort war er nicht nur von Menschen verlassen. Gott, der Vater, selbst wandte sich in der Todesstunde von Jesus, seinem Sohn, ab. Nach vielen Stunden der Qualen konnte er nur noch schreien (Mt 27,46; Mk 15,34): Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Allein steht Jesus seinem Leiden und Sterben gegenüber. An der Schwelle des Todes zitiert er den ersten Vers aus Psalm 22. Dunkelheit & Schrecken. Angst & Einsamkeit.

Das drücken diese Worte aus. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Der qualvolle Schrei von Jesus zeigt, dass es am Kreuz um mehr ging, als nur um körperliche Schmerzen. Ja, Jesus litt auch körperlich. Mehr als wir uns das vorstellen können. Aber die Bedeutung des Kreuzes geht über seine körperlichen Qualen hinaus (2Kor 5,21: Denn [Gott] hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Jesus war die einsamste Person in der Geschichte der Menschheit. Als Jesus auf diese Erde kam und unser Fleisch & Blut annahm – als er wirklich ein Mensch wurde und als ein Mensch lebte – war er mit Einsamkeit konfrontiert, wie niemand anderes. Im Matthäusevangelium hören wir Jesus klagen (Mt 8,20): Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.

Könnt ihr euch die Einsamkeit von Jesus vorstellen? Wahrscheinlich können wir das nicht in aller Tiefe verstehen. Aber was wir verstehen können: Jesus weiß, was es bedeutet, einsam zu sein. Er weiß, wie es sich anfühlt (Joh 1,11): Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

So heißt es gleich am Anfang des Johannesevangeliums. Sein ganzes Leben war geprägt von Einsamkeit: Am Kreuz war er von Gott verlassen. Seine Jünger verließen ihn auch. Jesus starb nicht nur allein – er starb auch vollkommen einsam. So kostbar sind wir für ihn, dass er diese Qual auf sich nahm. Wenn es keinen anderen Menschen auf der Erde geben würde, als nur dich allein: Jesus wäre dennoch für dich gestorben – nur für dich allein. Jesus möchte euch. Durch ihn habt ihr Bedeutung. Er weiß, wie viele oder wie wenige Haare ihr auf dem Kopf habt. Er kennt euch. Er kümmert sich um euch. Er versteht euch. Ja, er liebt euch. Und er ist immer da. Ihr mögt in eurem Leben allein dastehen – aber durch Jesus müsst ihr niemals einsam sein (Hebr 13,5): Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.

Wenn euch niemand anderes auf dieser Welt versteht – Jesus tut es. Wenn alle Stricke reißen – Jesus zerreißt nicht. Und wenn man es ganz nüchtern zusammenfassen will: Jesus ist der Einzige, der eure Bedürfnisse voll und ganz stillen kann. Jesus ist die einzige Antwort auf eure Einsamkeit.Er wuchs mitten unter vielen Menschen auf – aber niemand verstand, warum er gekommen war: Jesus lehrte die Wahrheit mit Freude und Eifer, obwohl es keine einzigen Menschen gab, der sie vollkommen verstand. Es gab niemanden, der sich so mit Jesus darüber hätte freuen können, wie er es verdient hätte. Jesus diente unzähligen Menschen. Aber es gab und gibt bis heute niemanden, der ihm in gleicher Weise gedient hätte.

Kommentar

  1. Dorothea

    Lügen begegnen ,ohne gleich den Lügenden einen Lügner zu nennen, fällt mir immer noch schwer.
    Jedoch “es gibt keine absolute Wahrheit” , oder “Gott gibts nicht”,diesen in meinen Augen offensichtlichen Lügen begegne ich
    ich inzwischen ,indem ich auf die Sonne am Himmel zeige ,falls sie sichtbar ist,oder auf ein Gänseblümchen,einen Baum,ein Kind,eine Blume,auf all diese Wunder hinweise…oder “was hätte Christus getan? frag ich mich…er antwortet in mir…immer…!

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