Muhammad

Nochmal was zum Islam.Ist Muhammad unantastbar?Das Verbot der Abbildung Muhammads kann sich schwerlich auf den Koran berufen. Der Koran betont vielmehr, daß Muhammad ein ganz normaler, ja sündiger Mensch war. Erst die islamische Tradition hat Muhammad unantastbar gemacht, ihn in die Nähe Allahs gerückt und ihm eine entsprechende Verehrung gewährt. Die Muslime waren sich darin aber nie wirklich einig. Es hat in der Vergangenheit genug Muslime gegeben, die sich nicht scheuten, Muhammad abzubilden. Besonders die Schiiten im Iran waren damit recht großzügig.

Mit zweierlei Maß
Christen haben ihre eigene Sicht des Konflikts. Einerseits ist alles abzulehnen, was die Gefühle von Menschen anderen Glaubens in unnötiger Weise verletzt, andererseits ist diese Rücksicht aber auch von eben diesen Menschen zu erwarten. Darum ist es leider bei vielen Muslimen schlecht bestellt. Sie messen mit zweierlei Maß. In Moscheepredigten, Printmedien und nicht zuletzt im Internet werden viele herabsetzende und beleidigende Aussagen über Christen verbreitet. Muslime tun genau das, was sie anderen Menschen verbieten wollen – wenn nicht in Karikaturen, so doch auf andere Weise. Hier liegt das eigentliche Problem.

Koran setzt Christen herab
Bereits der Koran macht herabsetzende Äußerungen über Christen. Das kann im Rahmen der Religionsfreiheit geduldet werden. Aber ebenso erwarten Christen von Muslimen die Achtung der Religionsfreiheit. Dazu gehört z.B., daß Christen von Jesus als dem gekreuzigten Gottessohn und Erlöser für alle Menschen reden – Aussagen, die für Muslime blasphemisch sind. Toleranz darf keine Einbahnstraße sein!

Gleichbehandlung in den Medien
Auch von den westlichen Medien ist Gleichbehandlung zu erwarten. Es geht nicht an, daß christliche Glaubensinhalte karikiert oder gar verunglimpft werden und man sich dabei auf die Freiheit der Meinungsäußerung beruft, während man bei muslimischen Glaubensinhalten vor der weltweiten islamischen Lobby einknickt und schweigt. Die freiheitliche Welt wird ihre Freiheit verspielen, wenn sie sich vor dem religionsideologischen Terror beugt. In dieser Auseinandersetzung geht es um mehr als um die Presse- und Meinungsfreiheit!
Schließlich ist in dieser Sache auch ein wenig Gelassenheit angesagt. Die Christenheit weiß seit ihren Anfängen, daß die Verunglimpfung dessen, was ihr heilig ist, die Wirkung des Evangeliums nicht hindern konnte. Warum reagieren Muslime bei den Muhammad-Karikaturen so allergisch? Trauen sie Allah so wenig zu, daß sie meinen, mit Einschüchterung und bewaffnetem Kampf reagieren zu müssen? Liegt es vielleicht daran, daß es Muhammad nicht anders gemacht hat? Genau das wollen die Karikaturen wohl aussagen.

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