Schauspieler Jan Fedder: Er ist 64 Jahre alt, sitzt im Rollstuhl und denkt über sein Leben nach.

Jan Fedder: Er ist 64 Jahre alt”Der Rollstuhl gehört jetzt halt zu meinem Leben”, sagte er der Zeitung. Gehadert habe er damit anfangs schon, allerdings sehe er das als Konsequenz seines exzessiven Lebensstils, “mit Alkohol, mit Drogen, Zigaretten und wunderbaren Frauen. Da ist der Rollstuhl jetzt die Strafe. Ich habe es 60 Jahre krachen lassen. Jetzt hat der liebe Gott entschieden, dass ich den Rest meines Lebens im Rollstuhl durch die Gegend fahre.”Dass er die 50 erreicht, war nicht geplantUrsprünglich hatte Fedder vorgehabt, diesen Lebenswandel bis zu einem frühen Ende durchzuziehen. Gerettet hat ihn die Liebe seiner Ehefrau Marion, mit der er seit 19 Jahren verheiratet ist. “Ich hatte mich schon aufgegeben, wollte mich bis 50 zu Tode saufen. Aber dann kam Marion. Da musste ich einen anderen Plan machen.” Sie war auch während Fedders Krebserkrankung an seiner Seite, die er in der Sendung “Reinhold Beckmann trifft…” einmal als “schlimmste Zeit seines Lebens” bezeichnet hatte: 2013 war ein Mundhöhlen-Karzinom bei dem Schauspieler diagnostiziert worden, nur eine qualvolle Strahlenbehandlung konnte sein Leben retten. Sein Lebenswille sei nach wie vor stark, wie er der “BamS” versicherte, Angst vor dem Tod habe er jedoch nicht. “Ich stand 14 Mal auf der Kippe, da gewöhnt man sich dran.” Angst habe er “nur vor dem lieben Gott und meiner Frau. Ich möchte sie nicht enttäuschen, weil ich sie so sehr liebe.” Im kommenden Jahr will er mit ihr den 20. Hochzeitstag feiern. Neue Folgen vom “Großstadtrevier” soll es 2020 ebenfalls geben, voraussichtlich ab Januar. (AZ)

Der berühmte dänische Philosoph Sören Kierkegaard schrieb 1849 ein faszinierendes Buch mit dem Titel Die Krankheit zum Tode. In ihm definiert er „Sünde“ auf eine Art, die biblisch begründet und gleichzeitig dem modernen Menschen zugänglich ist: „Sünde ist: vor Gott verzweifelt nicht man selbst sein wollen.“ Sünde ist das verzweifelte Sich-Weigern, meine tiefste Identität in meiner Beziehung zu und im Dienst für Gott zu finden. Sünde heißt: Ich versuche, ohne Gott mein Ich, meine Identität zu finden.

Was bedeutet dies? Jeder Mensch bezieht seine Identität, das Gefühl, eine eigene Person zu sein und einen Wert zu haben, von jemandem oder aus etwas. Kierkegaard sagt, dass die Menschen nicht nur dazu erschaffen sind, allgemein an Gottes Existenz zu glauben, sondern auch ihn über alles zu lieben, ihr Leben ganz an ihm auszurichten und ihre ganze Identität in ihm zu gründen. Alles andere ist Sünde.

Die meisten Menschen verstehen Sünde vor allem als eine Art Verstoß gegen die Gesetze Gottes, aber Kierkegaard weiß, wie das erste Gebot lautet: „Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.“ Nach der Bibel ist Sünde nicht zu allererst, dass wir Dinge tun, die an sich böse sind, sondern dass wir an sich gute Dinge zu höchsten Dingen erheben. Der Sünder versucht, seine Identität, sein Selbstwertgefühl dadurch zu finden, dass er etwas anderes als seine Gottesbeziehung zu seinem höchsten Ziel, Sinn und Glück macht.

Die Bibel spricht noch umfassender (und geheimnisvoller) über die Folgen der Sünde, als wir bisher angedeutet haben. Im 1. und 2. Kapitel des 1. Buches Mose lesen wir, wie Gott durch sein Wort die Welt ins Dasein ruft und sich (fast schon wörtlich) die Hände schmutzig macht: „Da nahm Gott Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase“ (1. Mose 2,7). Der Kontrast zu allen anderen alten Schöpfungserzählungen könnte
größer nicht sein.

In den meisten antiken Schöpfungserzählungen ist die Schöpfung das Nebenprodukt von irgendeiner Art von Krieg oder einem anderen Akt der Gewalt; praktisch nirgends erfolgt sie bewusst und geplant. Interessanterweise ist dies bei den heutigen säkularen wissenschaftlichen Darstellungen des Ursprungs des Kosmos ganz ähnlich; das physische Universum wie das biologische Leben sind das Ergebnis der Entfesselung zerstörerischer Kräfte.

Allein der biblische Schöpfungsbericht zeigt uns eine Welt, die überquillt von dynamischen Lebensformen, die perfekt aufeinander abgestimmt sind und zusammenspielen und sich gegenseitig unterstützen und bereichern. Die Reaktion des Schöpfers darauf ist Freude. Nach jedem Schöpfungstag sagt er, dass alles gut ist. Und als er die Menschen erschaffen hat, weist er sie an, die unerschöpflichen Ressourcen der Schöpfung weiter zu pflegen und zu gestalten, wie ein Gärtner seinen Garten pflegt. „Dies ist mein Geschenk an euch“, scheint Gott in 1. Mose 1,28 zu sagen, „genießt es, macht es euch richtig schön!“

Das hebräische Wort für dieses perfekte, harmonische Zusammenspiel all der verschiedenen Teile der Schöpfung heißt shalom. Wir übersetzen es gewöhnlich mit Frieden, aber dieses Wort ist eigentlich zu eng, bedeutet es doch oft nur die Abwesenheit von Krieg und Feindschaft. Shalom meint viel mehr; es bedeutet absolute Fülle und Heilsein – das volle, harmonische, freudige, blühende Leben.

Der verheerende Verlust dieses shalom durch die Sünde wird in 1. Mose 3 geschildert. Wir erfahren dort, dass in dem Augenblick, wo wir Menschen beschlossen, uns selber und nicht Gott zu dienen – also aufhörten, für Gott zu leben und ihn unser höchstes Gut sein zu lassen –, ein tiefer Riss durch die gesamte Schöpfung ging. Die Menschen sind eine so tragende Wand im Haus der Schöpfung, dass ihre Abwendung von Gott die ganze Welt ins Chaos stürzte. Krankheiten, genetische Fehler, Hungersnöte, Naturkatastrophen, das Altwerden und der Tod, aber auch Unterdrückung, Kriege und Gewalt sind ein direktes Ergebnis der Sünde. Wir haben Gottes shalom verloren – körperlich, spirituell, gesellschaftlich, seelisch, kulturell. Wir leben in einer zerbrochenen Welt. In Römer 8,20-21 sagt Paulus, dass die ganze Welt „der Nichtigkeit unterworfen“ und unter der „Knechtschaft der Vergänglichkeit“ ist und dass sie erst dann wieder zurechtgebracht werden wird, wenn wir zurechtgebracht sind. ERF.de

Wie kann alles wieder in Ordnung kommen? Wir müssen uns zum Herrn wenden.

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