SEX ,SEX,SEX, macht nicht frei!!!!!

Die Sexuelle Revolution genau betrachtet
   
Die „Sexuelle Revolution“ ist ein Schlagwort. Nun gibt es dazu einen Film im Kino, wo uns die Geschichte von Alfred Kinsey erzählt wird, der diese Revolution ins Rollen gebracht hat. Vielleicht ist es daher hier einmal angebracht die Frage zu stellen, ob tatsächlich alles so ist, wie’s scheint. Was sind die Hintergründe und Folgen der so genannten „Sexuellen Revolution“? Ist es wirklich die Freiheit? Es sollte sich einfach jeder einmal Gedanken darüber gemacht haben, denn es ist eine Sache, die alles betrifft: Leben, Glaube, Liebe, die ganze Gesellschaft…

Der Hintergrund
Es war eine Zeit, in der der Knöchel einer Frau einen Skandal auslöste und man über Dinge wie Sexualität nicht sprechen durfte. Nur um eine Moral aufrecht zu erhalten, wurde man teilweise mit der Einstellung erzogen, Sex sei prinzipiell etwas Schlechtes oder Schmutziges und gerade „nur erlaubt“, um Kinder zu zeugen. Klar also, dass es einmal zur Gegenreaktion auf diese prüde Haltung kommen musste. Alfred Kinsey sollte dabei den Auslöser spielen. Er war Zoologie-Professor an der Universität von Indiana, Anfang der 30er Jahre, und war dabei die weltgrößte Sammlung von Gallwespen anzulegen. Seine Entdeckung: Keines dieser winzigen Geschöpfe glich dem anderen.
 
Zwanzig Jahre später übertrug er diese Entdeckung auf ein neues Forschungsgebiet: Er behauptete, dass Sexualität bei jedem Menschen unterschiedlich, dass sexuelle Veranlagung einzigartig sei. Man könne also nicht von „normal“ sprechen, wenn es um menschliche Sexualität geht. Es gibt nur „üblich“ oder „selten“. Um diese Hypothese zu beweisen, beginnt er mit Hilfe einer ausgefeilten Interviewtechnik zunächst College-Studenten und in weiterer Folge rund 18.000 Amerikaner über ihre sexuellen Erfahrungen und Neigungen zu befragen und zieht daraus den Schluss: Monogamie, Treue und Enthaltsamkeit sind eine gesellschaftliche Erfindung und eine Einschränkung der menschlichen Natur. Seine Forschungsarbeit, die er in zwei Büchern veröffentlichte, wurde als wissenschaftlich akzeptiert und verbreitet. Die Folge davon war das andere Extrem. War vorher alles tabu – war nun alles erlaubt. Egal ob Mann oder Frau, verheiratet oder ledig, jung oder alt oder Kind…

Die Wissenschaft
Heute wird Kinseys Arbeit als wissenschaftlich von vielen Seiten angezweifelt und kritisiert. Zum einen lassen sich Werte und Normen nicht darüber definieren oder widerlegen, ob es eine Mehrheit tut oder nicht tut. Zudem präsentierte Kinsey als „normale“ Erfahrung, was er sich unter anderem von inhaftierten Sexualverbrechern, Kinderschändern und Prostituierten berichten ließ, wie beispielsweise Dr. Judith Reisman, ehemalige Beraterin in den U.S. Departments für Erziehung und Gesundheit, in ihren Büchern aufzeigt. Sein Team wäre wissenschaftlich keineswegs ausgebildet gewesen und auch die Verarbeitung der Daten wäre auf höchst unprofessionelle Weise erfolgt. Somit würden seine Statistiken keineswegs der Wirklichkeit entsprechen. Trotzdem berufen sich bis heute noch viele Stellen auf seine Auswertungen.
Die Philosophie
Hinter der Sexuellen Revolution steht die Denkrichtung, dass die Gefühle die einzige Norm, das einzig „Normale“ sind, nach dem Motto: „Ich FÜHLE – daher bin ich so.“ Die ursprüngliche Philosophie, an der auch die Gemeinde Jesu festhält, lautet aber: „Ich BIN – daher kann mein Fühlen damit in Einklang kommen.“ Die Sexuelle Revolution hat begonnen die Geschlechtlichkeit von unserer Person zu trennen, Leib und Seele zu trennen und ebenso Sex und Liebe. Sex ist dann aber nur mehr eine äußere Handlung mit dem einzigen Ziel der Befriedigung. Und im Letzten: Sex hat eigentlich keine Bedeutung, ist bedeutungslos.
Der Film
In Bill Condons neuem Film „Kinsey – Die Wahrheit über Sex“ wird Alfred Kinsey (Liam Neeson) als sympathischer, etwas neurotischer Forscher dargestellt, der gegen das prüde Amerika ankämpft.  Immer wieder bezeichnet Kinsey den Menschen bloß als „human animal“, als menschliches Tier.

„Kinsey ist in einem strengen christlichen Elternhaus aufgewachsen, wo Tanzen, Rauchen, Alkohol und Ausgehen verboten war. Ich frage mich, ob das nicht ein wenig das Rätsel um diesen Mann und seine Motive erklären könnte. Eine Religion von lauter Verboten entspricht niemals dem Geheimnis der menschlichen Person oder der Sehnsucht des menschlichen Herzens. Und doch sehen viele Menschen im christlichen Glauben nichts als eine lange Liste an bedrückenden Verboten. Was für eine tragische Verarmung der guten Nachricht, die uns Jesus Christus gebracht hat! Christus ist nicht an einem Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden, um uns eine lange Liste an strengen Regeln aufzuhalsen. Er starb am Kreuz und erstand von den Toten, um uns von den Regeln zu befreien – nicht dass wir frei sind, sie zu brechen -, sondern frei sie zu erfüllen. Die erlösende Liebe Jesu befreit uns von der Begierde und von einer egoistischen Einstellung, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Jesu Liebe macht uns vielmehr zu Männern und Frauen, so wie Gott uns haben wollte; dass wir so lieben können, wie es unserer eigentlichen Berufung entspricht.

Wahre Freiheit ist also nicht die Befreiung von äußeren „Zwängen“, wie Kinsey meinte. Wahre Freiheit ist die Befreiung vom inneren Zwang, der uns daran hindert, das Gute zu wählen. Was wir brauchen, ist eine neue Sprache, die die Schönheit des Planes Gottes mit der Sexualität aufzeigt und die auf die Freude hinweist, wenn man danach lebt. Die christliche Sexualethik ist weit davon entfernt, eine verkrampfte, prüde Liste an Verboten zu sein, sondern bringt vielmehr eine befreiende Botschaft der Erlösung, die den tiefsten Sehnsüchten des Herzens nach Liebe, Intimität, Berührung und Bestätigung vollkommen entspricht.“

Der Schluss
Die Sexuelle Revolution sagt also, es gibt kein „normal“, denn es gibt keine Norm, keine Werte, nach denen man sich richten kann, außer dem Gefühl. Sex ist von der Liebe getrennt zu betrachten. Ehe und Treue sind daher bloß ein gesellschaftlicher Zwang. Gott sagt aber, Sex ist nur als Ausdruck der Liebe verstehbar und hat daher eine große Bedeutung. Das „Normale“ ist die Berufung, die jedem Menschen schon in seinem Leib eingeschrieben ist: ganz Mann bzw. ganz Frau zu sein. Denn wir sind durch die Gnade nicht mehr Sklaven unserer Triebe, sondern sind frei uns für die Liebe und Treue zu entscheiden.

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