Pressemeldung zum Tod Bernd Maiers: Drogen-Warner aus eigener Erfahrung

Zum Tod des ehrenamtlichen Sindelfinger Suchthelfers Bernd Maier (60)

Weil der Stadt – Im vergangenen November hatte er noch seinen 60. Geburtstag gefeiert. Jetzt ist Bernd Maier auf dem Friedhof von Merklingen zu Grabe getragen worden. Ein extremes Leben hat seinen Tribut gefordert: Maier war Jahrzehnte lang schwer drogensüchtig, reiste als Dealer durch halb Europa, meist auf der Flucht vor der Polizei, und war bei der Beschaffung von Stoff und Geld nicht zimperlich. Mehrmals saß er zum Teil mehrere Jahre lang im Knast oder der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie.

Trotzdem kamen zu seiner Beerdigung rund 200 Menschen aus ganz Süddeutschland. Sie hatten einen anderen Bernd Maier kennengelernt, denn vor 20 Jahren hatte er die Kurve gekriegt, war von seiner Sucht losgekommen, hatte eine ordentliche Berufsausbildung nachgeholt und vor allem sein Leben in den Dienst der ehrenamtlichen Hilfe für junge Junkies gestellt. Beim Suchthilfezentrum Sindelfingen gab er seine Erfahrungen an Schüler und Auszubildende weiter und arbeitete mit so genannten Motivationsgruppen, das sind Menschen, die Wege aus ihrer Abhängigkeit suchen.

Maier wusste, dass sein eigenes Beispiel abschreckend, aber auch für Süchtige motivierend wirken konnte. Durch schwierige Familienverhältnisse und seinen großen Freiheitsdrang war er schon früh auf die schiefe Bahn geraten. 1967 war er mit seinen Eltern von Baden-Württemberg nach München umgezogen. Eine Fernmeldetechniker-Lehre brach er ab, stattdessen zog es ihn immer stärker in die aufkommende Hippie-, Alternativ- und Rockszene hinein, und er mischte als DJ, Zuhälter und Dealer aktiv mit.

In den 70er Jahren war er zunächst auf Apothekeneinbrüche spezialisiert. Anfangs war über die Gefahren von Drogen wenig bekannt, und sie wurden dort als Medikamentenbestandteil kaum gesichert aufbewahrt. Später schaltete er sich in die internationalen Drogenhandelsrouten ein. Nachdem er in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien polizeibekannt oder das Risiko aufzufliegen zu groß geworden war, wich er ins damalige Kifferparadies Amsterdam aus, bis er schließlich Zivilfahndern ins Netz ging und im berüchtigten Bezirkskrankenhaus Haar bei München landete.

Obwohl sich sein ungebundenes Leben mehr und mehr in einen Alptraum verwandelt hatte, blieben alle Entzugstherapien erfolglos. Erst 1991 änderte sich etwas, als Maier in Sindelfingen die Bekanntschaft von Christen machte, die sich seiner annahmen. Der Evangelist Adolf Wüster machte gewaltigen Eindruck auf ihn mit der Aussage: „Bei Jesus gibt’s keine Bewährung, sondern nur Freispruch.“ Dass das kein leeres Versprechen war, erlebte er nun selbst.

„Sein oberster Grundsatz war: Gott ist gut“, sagte Alois Böck, ein alter Bekannter Maiers aus München, bei der Beerdigung. Das Leben sei auch mit Jesus nicht immer leicht, aber Maier habe erkannt, dass es Gott mit jedem Menschen gut meine. Einen weiteren Wahlspruch hatte der Ex-Junkie: „Go for Jesus“. Durch das Vorbild Christi und seiner Liebe für die Menschen habe er die Kraft gehabt, an soziale Brennpunkte zu gehen, und dort glaubwürdig vor der tödlichen Sucht warnen können.

Zahlreiche Besucher der Beerdigung hatten auf schwarze Trauerkleidung verzichtet, um damit zum Ausdruck zu bringen: Der Tod von Bernd Maier ist eigentlich kein trauriges Ereignis. Denn er wusste, dass für ihn die Verheißung des 1. Korintherbriefs gilt: „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich; es wird gesät in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“

Kommentare

  1. Denk ich an Journalismus in der Nacht......

    Wenn Freizeitsportlern Brüste wachsen
    dann haben sie Ernst gemacht mit dem Gender-Mainstreaming.
    Androgyn ist in, und eine gesunde Mischung aus Mann und Frau kann schließlich helfen, die ewiggestrigen Rollenklischees abzubauen.Das Ergebnis der sogenannten ‚Roid Rage‘ hat man schon öfter bei solchen Sportlern erlebt, wenn sie sich umbringen ( Siehe Wrestler Davyboy Smith, the British Bulldog als Beispiel ) gute 80% dopen, jedenfalls bei mir im studio, da werden pillen eingeworfen völlig ungeniert, da sind 40 jährige auf dem schultergürtel übersäht mit pickeln und 20 jährige stemmen eine 30kg in jeder hand beim brustraining, wiegen allerdings gute 5-10 kilo weniger als ich, mein gewicht ist 73kg bei 183cm, die buben stinken wie die schweine nach milchsäure beim training und das erste nach dem sport,

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