Kampf gegen die Sklaverei

Das westafrikanische Land Ghana feiert in diesen Tagen das „Internationale Jahr zum Gedenken an den Kampf gegen die Sklaverei“.





Im Rahmen dieses Gedenkjahres wird besonders an einen Mann erinnert: William Wilberforce.
Seinen Anstrengungen ist es zu verdanken, dass Großbritannien im Jahre 1809 die Sklaverei ganz und gar abschaffte. Dies sollte das Beispiel für viele andere Länder werden.
Die Motivation für seinen engagierten Kampf hatte Wilberforce aus der Bibel.
Zwar sagt sie nichts direkt gegen die Sklaverei, aber ihre Botschaft ruft Herren wie Sklaven zu einer veränderten Gesinnung auf.


„Und ihr Herren tut dasselbe ihnen gegenüber und lasst das Drohen, da ihr wisst, dass auch euer eigener Herr im Himmel ist und dass es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.“ (Epheser 6,9)


„Diejenigen, die unter dem Joch der Sklaverei sind, sollen ihre eigenen Herren aller Ehre wert halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werden.“ (1. Timotheus 6,1)


Diese Einstellungen bewirkten mehr als revolutionäre Aufstände wie z.B. von Spartakus (73-71 v.Chr.), die blutig niedergeschlagen wurden.


So kam es dann auch, dass Paulus den entlaufenen Sklaven Onesimus als einen „geliebten Bruder“ bezeichnen konnte und seinen Herrn Philemon bat, ihn bei seiner Rückkehr auch als einen solchen zu behandeln.


So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich bibelgläubige Christen auch in der Neuzeit für die Beseitigung der Sklaverei einsetzten. Der gewaltige Prediger John Wesley, der auf England und Amerika einen gewaltigen Einfluss ausübte sagte 1791: „Die Sklaverei ist eine verabscheuungswürdige Schockerei, die Schande der Religion, die Schande Englands, die Schande der menschlichen Natur.“ Dazu muss man aber sagen, dass zu dieser Zeit nur wenige Christen sich über die Sklaverei aufregten.


Gruppen, wie die Mennoniten oder die Quäker, die sich in dieser Zeit wieder ganz neu auf die Bibel beriefen forderten schon 1724 die Aufhebung der Sklaverei. Ihr Einsatz für Respekt gegenüber jedem Menschen, egal welchen Status er besitzt, waren unter anderem die Grundlage für die amerikanische Verfassung von 1776 und die Menschenrechte.


Eine weitere interessante Person im Kampf gegen die Sklaverei heißt John Newton, der Dichter des bekannten Liedes „Amazing Grace“. Zunächst war er ein brutaler Sklavenhändler, dann bekehrte er sich zu Christus und setzte sich für die Abschaffung des Sklavenhandels ein. Der Text des Liedes spricht über seine Umkehr: „I once was blind, but now I see …“


Schließlich war es dann jener William Wilberforce, der, aufbauend auf die Leistungen der vorigen großen Kämpfer, die Forderungen in der Politik umsetzen konnte. Da er einen Sitz im britischen Unterhaus inne hatte, den er auf den Rat von John Newton hin, auch nach seiner Bekehrung zu Jesus nicht aufgab, konnte er sich dort für die Abschaffung der Sklaverei einsetzen. Natürlich stößt er im Parlament auf heftigen Gegenwind, doch Schritt für Schritt gelingt die Durchsetzung der Antisklavereigesetze.


John Wesley ermutigte ihn noch einmal: „Sie werden von Menschen und Teufeln angefeindet werden. Aber wenn Gott für Sie ist, wer kann Ihnen dann etwas anhaben? Verzagen Sie nicht an Ihrem guten Werk, machen Sie im Namen Gottes und in seiner Vollmacht weiter, bis die amerikanische Sklaverei endet – diese schlimmste Erscheinung, die es je unter der Sonne gegeben hat.“


1808 ist der Sklavenhandel in Großbritannien endgültig verboten. Für das gesamte British Empire tritt dieses Gesetz erst 1833 in Kraft. In den Vereinigten Staaten gab es deswegen einen blutigen Bürgerkrieg, erst danach und dank des unermüdlichen Einsatzes von Menschen wie Präsident Abraham Lincoln kam es dort zum endgültigen Ende der Sklaverei.


Die Sklaverei ist längst nicht überall beseitigt. In vielen Ländern der Dritten Welt gibt es sie heute noch, wenn auch meist inoffiziell, z.B. im Sudan oder auch in Brasilien.





Quelle: www.jesus.ch


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