Auch als Transsexueller kann man umkehren und zu Jesus finden.

„Zwei Jahre lang formte sich in mir der Entschluss. Ich glaubte, dass ich als Mann immer unglücklich sein würde. So setzte ich mich meiner Frau zusammen und erzählte ihr die ganze Wahrheit. Sie reagierte sehr verletzend und zog auch unsere erwachsenen Kinder mit in den Streit. So verlor ich durch meine Entscheidung meine ganze Familie.

Ich begann Hormone zu nehmen, mich als Frau zu kleiden und nannte mich Laura Jensen. Schliesslich liess ich mich umoperieren. Doch das erhoffte Glück blieb aus. Ich fühlte mich genau so leer wie vorher. Dazu kam, dass mein Arbeitgeber mich so nicht mehr wollte und obwohl ich vorher so erfolgreich war, fand ich keine neue Stelle. Innerhalb weniger Monate war ich obdachlos und Alkoholiker. Ich war am Ende.

Ich ahnte, dass nur noch Gott mir helfen kann und so suchte ich mir einen christlichen Seelsorger. Der sorgte dafür, dass ich bei einer Pastorenfamilie unterkomme und von da an ging es mir kurzzeitig besser. Die Familie war so liebevoll und echt interessiert an meiner Geschichte. Sie nahmen mich so an, wie ich war, umarmten mich oft und nahmen mich mit in den Gottesdienst, wo ich sehr herzlich aufgenommen wurde. Zudem fand ich Arbeit. Und trotzdem bekam ich einen Rückfall. Es war so schlimm, dass ich in ein Heim für suchtkranke Frauen musste. Mein Selbstwert war am Boden. Ich fühlte mich wie ein Haufen Dreck, wie Abschaum. Doch die Familie und die Gemeinde gaben mich nicht auf und beteten weiter für mich. Tatsächlich schaffte ich es wieder trocken zu werden.

Ich fing an Psychologie zu studieren und mich mit meinem Leben auseinander zu setzen. Und plötzlich begriff ich, dass ich einer Illusion erlegen war. Ich konnte mein Inneres nicht durch Äusserlichkeiten verändern. Ich konnte keine Frau werden, auch wenn ich durch Hormone und Operationen alles dafür tat. Das war ein Mythos, der alles nur durcheinander gebracht hatte. Es hatte mir geschadet. Ich spielte Frau und betrog mich damit selbst. Aber durch meine Geschlechtsumwandlung war es unmöglich wieder umzukehren. Das war ein schrecklicher Gedanke.

Zusammen mit einem christlichen Psychologen, ging ich den Missbrauch und die Traumata meiner Vergangenheit durch. Wir schrieben wir alles auf und verbrannten es dann als Symbol, dass Jesus allen Schmerz von mir nimmt. Dann beteten wir zusammen und plötzlich hatte ich eine wunderbare Vision: Ich sah Jesus, ganz in weiss gekleidet der sich voller Liebe zu einem Baby beugte. Intuitiv wusste ich, dass ich das bin. Es war ein kleiner Junge. Jesus nahm das Kind in seine Arme, wiegte es sanft und sagte: „Bei mir bist du für immer sicher.“ Ein tiefer Frieden und Trost erfüllten mich und stillten die Sehnsucht, die ich so lange in mir trug. An diesem Tag begann meine vollständige Heilung. Aus Religion wurde eine tiefe Beziehung zu Gott.“ http://www.livenet.ch/themen/people/portraits/298211-ich_hoffte_als_frau_gluecklich_zu_werden.html

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