Frank ist umgekehrt. Danke für dein Zeugnis. Gott ist groß.

Zu lieben ist sehr schwer. Und dennoch ist es wunderschön wenn man es tut. Ich habe gelebt um die Menschen mit den Nadeln in dem Arm. Viele meiner Freunde sind an der Schoore elendig krepiert. Ich habe es versucht und nicht gemocht. Ich denke Gott wusste das ich alles ausprobieren würde. Und hat mich gleich so gemacht dass ich die schlimmsten Sachen nie mochte. Aber Haschisch… das habe ich verkauft. In einem größeren Stil. Eine Zeit lang habe ich damit einen größeren Teil Nürnbergs versorgt. Heroin oder Speed habe ich nie verkauft. Manchmal aber etwas LSD. Satan macht dir vor das das alles nicht so schlimm ist. Schließlich verkaufst du ja keine harten Sachen. Und bist deshalb ein Guter. Selbst als ich schon Jahre Christ war habe ich die Brisanz meiner Taten nicht richtig einschätzen können. Und meine Schuld dabei. Denn ich war ein Knecht Satans. Ein Türsteher an seiner Drogenhölle. Ich habe so manchen in diese Welt eingeführt. Auch wenn er bei mir nur Haschisch kaufte. Denn an der nächsten Strassenbiegung wartete schon einer der meine Kunden zu Heroin verführen wollte. Und viele sind darauf rein gefallen. Ich habe nie jemanden bewusst getötet. Denn ich war ja Pazifist. Jedenfalls so weit es möglich war. Aber an wie vielen Toten ich als dealender Handlanger mit schuldig war das weiß ich nicht. Und ob überhaupt. Und wenn ich es nicht war, so war es nicht mein Verdienst, sondern Gottes Gnade der mich vor dieser Schuld bewahrt hatte. Ich bin nicht besser als der Schächer am Kreuz neben Jesus der im letzten Moment Gnade gefunden hatte. Aber keiner von uns ist das. Jeder von uns ist schuldig. Und wir die wir Jesus kennen und lieben, wir empfingen diese Gnade und Befreiung als ein Geschenk. Es war Gott selbst. In Christus seinem Sohn hat er all seine Herrlichkeit, all seine Macht an den himmlischen Nagel gehängt und ist Mensch geworden. Was er gelitten hat und wie er am Ende verblutete und sich selbst opferte, davon brauche ich hier nicht zu reden denn ich denke wir wissen es alle.

Aber das was ihn antrieb war Liebe. Die Liebe eines Schöpfers der bereit ist jeden Preis zu zahlen. Nur um seine Menschen, um dich und mich zu retten. Und er wünscht sich das es alle erfahren. Er wünscht sich das wir, der Bruder, die Schwester, du und ich, hinaus gehen und den Menschen die gute Nachricht von dem Gott zu bringen der sie so sehr liebt das er sich selbst für sie hingab. Und das wir uns und unseren nächsten so lieben lernen wie er uns geliebt hat.

Ja, es ist ein steiniger, ein schmachvoller Weg. Und man stirbt dabei immer wieder neu. Und oft ist die Ernte nur Undank. Aber vergessen wir nicht das im Himmel für jede/n verlorene/n Sohn/Tochter, der Vater ein Fest feiert (Lukas 15,11-32).

Frank Spielmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.