Könnte es vielleicht unerfüllte Sehn-Sucht sein?

„Everybody’s got a hungry heart“ singt Bruce Springsteen.


Jeder hat ein hungriges Herz! Und wenn wir ehrlich sind, ist es eine Wahrheit, die jeder unterschreiben kann. Wir kennen sie alle, diese Wünsche und Sehnsüchte unseres Herzens. Aber vielleicht passiert ja heute abend etwas besonderes. Vielleicht ist heute der „große Tag“. Der Tag, an dem du deinem Traumtyp begegnest … dem Prinzen oder der Fee, die alles ändern kann und für das Glück deines Lebens sorgen wird! Und alles wird gut!


Doch am nächsten Morgen bringt dich der Wecker wieder ganz unsanft in deine so gut bekannte Realität zurück. Immer noch alleine im Bett. Und wieder beginnt ein neuer Tag. Wieder beginnt das gleiche Spiel. Wieder bleibt die unerfüllte Sehnsucht. Nur minimal dosierte Abwechslung. Aber natürlich gibt es noch Hoffnung. Das nächste Wochenende kommt bestimmt! Und so wartest du. Lange. Ein Leben lang. Auf eine Fee, die an deiner Kneipe vorbeischwebt und sich dann zu dir an den Tisch setzt … Oder du wartest immer noch auf deinen Traumprinzen, der dir 100 rote Rosen schickt, dir mit Lippenstift „I love you“ auf deinen Spiegel kritzelt, und dich in einer lauen Sommernacht in seinem offenen Cabrio unter dem Sternenhimmel leidenschaftlich küsst … Träumen ist schön! Es ist auch legitim. Aber sein Glück von einem Menschen abhängig zu machen ist schwach! Jedes Weggehen wird wieder zu einem neuen Versuch. Jeder Abend eine neue Hoffnung. Aber die dich geküsst haben, haben sich leider (noch) nicht verwandelt – vielmehr, auf einmal sehen sie ganz anders aus ohne ihre Schminke, sind unrasiert und riechen nach Schweiß – falls sie nicht noch vor dem Morgengrauen das Weite gesucht haben … Was bleibt, ist das schale und leere Gefühl in der Magengegend. Wieder ein Stückchen abgebrochenes Herz. Wieder eine kleine Wunde in deiner Seele. Und wieder bist du alleine!


Aber der nächste Abend kommt ja bestimmt! Vielleicht heute? Und so hangelst du dich von Wochenende zu Wochenende. Von Party zu Party. Und suchst ihn. Oder sie.


Doch allmählich ahnst du es. Luftschlösser und Märchengestalten lösen sich in fernen Nebel auf. Hoffnungen schwinden. Dein innerer Schrei bleibt ungehört. Und ganz langsam, ganz allmählich beginnt sie deine Lebensfreude zu zerstören – die unerfüllte Sehnsucht …


Hungrige Herzen, ungestillte Sehnsüchte, nichtgehörte Schreie. Gibt es ein Aufatmen? Jemanden, der Verständnis hat? Ein Gegenüber, einen der dir zuhört? Jemand, der dich liebt, obwohl er dich kennt? Ja, diesen Einen gibt es. Eines seiner schönsten und tröstendsten Worte lautet: „Kommt her!“ „Kommt her zu mir, die ihr ein unruhiges Herz habt, ich will euch Ruhe geben.“ Sein Name ist Jesus. Und diese Einladung steht immer noch! Auch für dich.


Gott möchte dir Trost schenken und alle deine Tränen abwischen. Aber Glaube ist nicht nur ein Für-Wahr-Halten. „Kommt her!“ fordert uns heraus, mit ihm eine persönliche Beziehung einzugehen. Es setzt Vertrauen voraus. Glaube heißt loslassen. Loslassen, was dich bindet, hindert und ängstigt, um dich dann im Vertrauen fallen zu lassen in die Hände Jesu. Nur dort kann dein hungriges Herz auf Dauer gestillt werden.

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