21. Juni 1793 – “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” wird offizielle Parole in Frankreich.

“Am 21. Juni 1793 wird sie auf die Frontgiebel des Pariser Rathauses und anderer öffentlicher Gebäude gemalt, in der erweiterten Fassung: “Einheit, Unteilbarkeit der Republik – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Tod”.

“‘Oder der Tod’: Das meint den Willen, für diese Prinzipien zu kämpfen”, erklärt Borgetto. Doch bald sei die Formulierung gegen angebliche Abweichler benutzt worden. “Robespierre sagt: Es kann keine Brüderlichkeit geben mit Konterrevolutionären.” Ehemalige revolutionäre Weggefährten enden reihenweise unter der Guillotine.

Während des Direktoriums von 1795 bis 1799 und unter der Herrschaft Napoleons gerät die Devise in Vergessenheit. Erst die Revolutionen von 1830 und 1848 bringen sie zurück. Im Zweiten Kaiserreich unter Napoleon III. wird sie erneut unterdrückt, bis sie sich in der Dritten Republik ab 1880 durchsetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Parole 1946 in der französischen Verfassung verankert. Einklagen können die Franzosen die Werte aber nicht. “Weil es so viele verschiedene Konzeptionen von Brüderlichkeit gibt”, erklärt Borgetto.” WDR.de

Bei „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ denken viele an die Aufklärung und die Französische Revolution, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts diese Ziele durchzusetzen versuchte, allerdings mit unmenschlicher, brutaler Gewalt. So brachte sie erst einmal das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigte, nämlich neue Unterdrückung, Gewalt, Krieg und Hass.  Jesus selbst hätte wohl diese wichtigen Worte direkt unterschrieben und für Paulus, der Jesus in Europa verkündigt hat, waren das geradezu seine Lieblingsforderungen. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Starke Sätze spricht er da zum Beispiel im Brief an die Galater: Zur Freiheit hat uns Christus befreit! (Gal 5,1). Oder, wenn es um die Gleichheit geht: Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau, denn ihr alle seid einer in Jesus Christus (Gal 3,27). Und Brüderlichkeit ist für alle Christen selbstverständlich, permanent spricht er die Mitglieder in den verschiedenen christlichen Gemeinden als seine Brüder (Schwestern) an. Freiheit, Brüderlichkeit und viele wichtigen Werte entspringen dem Wort Gottes, nicht den aufklärerischen Gehirnen, die letztlich an ihrer Gewalt und Mordlust gescheitert sind.

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