28. Juni 2009: Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. Dieser Frieden war kein Frieden.

Nun, nach dem Ersten Weltkrieg, sollen die Deutschen zahlen. Der Entwurf des Friedensvertrages wird dem deutschen Außenminister Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau (parteilos) am 7. Mai 1919 ausgehändigt. Dieser hält seine Stellungnahme dazu aus Protest sitzend: “Es wird von uns verlangt, dass wir uns als die Alleinschuldigen am Kriege bekennen. Ein solches Bekenntnis wäre in meinem Munde eine Lüge.” Die Deutschen machen Änderungsvorschläge. Doch die Sieger bleiben hart. Ihre Bedingungen: Deutschland verliert ein Siebtel seiner Fläche und ein Zehntel seiner Bevölkerung, zudem alle Kolonien und die Hochseeflotte. Die linksrheinischen Gebiete werden bis zu 15 Jahre lang besetzt, die Saargruben fallen für die gleiche Dauer an Frankreich. Deutschlands Armee wird auf 100.000 Mann begrenzt, Panzer verboten, genauso wie Flugzeuge und U-Boote. Dazu kommen Reparationszahlungen.

In Deutschland herrscht Entsetzen. “Die Alliierten lehnen jede Modifikation und jeden Vorbehalt ab und verlangen unveränderte Annahme des Friedensdiktats. Hier wird ein besiegtes Volk an Leib und Seele vergewaltigt wie kein Volk je zuvor”, sagt Reichsministerpräsident Gustav Bauer (SPD) vor der Nationalversammlung. Trotzdem appelliert er an die Abgeordneten, zuzustimmen. Denn bei Ablehnung des Vertrages droht ein alliierter Einmarsch ins Reich und die Aufteilung Deutschlands in Kleinstaaten. Die Regierung tritt zurück, die neue fügt sich. Außenminister Hermann Müller (SPD) und Verkehrsminister Johannes Bell (Zentrum) reisen nach Versailles und unterschreiben am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal die Urkunde mit den 440 Artikeln. In Deutschland wird der Friedensvertrag als “Schandfrieden” oder “Diktat von Versailles” bezeichnet – und so zum nationalistischen Kampfbegriff, den die Rechtsextremisten gegen die Weimarer Republik einsetzen. Adolf Hitler wird 1933 unter anderem auch Reichskanzler, weil die meisten Deutschen immer noch eines wollen: Rache für Versailles. “Öfter hat es kein Mensch erklärt und kein Mensch niedergeschrieben, was er will, als ich es getan habe. Ich schrieb immer nieder: Beseitigung von Versailles!”, sagt Hitler am achten Jahrestag der Machtübernahme.” WDR.de

“Wenn Gott den Menschen abhanden gekommen ist, dann bleibt nur noch der Mensch übrig. Und dann kann es so richtig gefährlich werden – für den Menschen. Stalin bekannte einmal: „Marx hat mir das Gewissen aus der Seele gerissen“, und sich damit selbst als „gewissenlos“ geoutet. Hitler hat sein Tausendjähriges Reich ausgerufen und diesen Begriff dreist aus der Offenbarung des Johannes entwendet. Nach nur zwölf Jahren hatte alles in einer unfassbar grausamen Apokalypse sein Ende gefunden. Und hatte nicht schon die Französische Revolution versucht, Gott und mit ihm das Christentum abzuschaffen, den Sonntag und alle christlichen Feste? Unzählige auf dem Schafott hingerichtet. Am Ende haben sie sich dann gegenseitig umgebracht: „Die Revolution frisst ihre Kinder!“
Wo der Mensch ohne Gott hinkommt! Eines dürfte uns klar sein: Ohne Gott gibt es keine höhere Macht, keine „höhere Gerechtigkeit“ und auch keine bleibenden Wahrheiten und grundlegenden Werte mehr. Ohne Gott können sich wahre Abgründe auftun. Der Wahrheit wird nicht mehr das Wort geredet, sondern der Lüge. Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer. Und die Propaganda führt Regie. Und auch soziale Ungerechtigkeit war immer schon ein gefährlicher Brandherd für den Ausbruch von Kriegen. In der Weimarer Republik war die soziale Ungerechtigkeit und die Verelendung der Massen der Wurzelgrund für nationalsozialistisches, fremdenfeindliches Gedankengut. Aber anstatt Ungerechtigkeit durch mehr Gerechtigkeit anzugehen wurden vermeintlich Schuldige gesucht und als Sündenböcke gebrandmarkt….Aber es bleibt dabei: Gerechtigkeit schafft Frieden, Wahrheit macht frei und Gemeinsames verbindet. (Kirche-Biberbach)

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