Ludger Rünker

Gottes Wille ist Rettung – aber der Mensch darf die Entscheidung nicht endlos aufschieben
Die drei Bilder führen zu einer gemeinsamen, ernsten Botschaft: Der Mensch kann auf dem falschen Weg bleiben, obwohl Gott ihn zur Umkehr und zum Heil ruft.
Das Bild mit dem Zug bringt es eindrücklich auf den Punkt:
„Je länger du im falschen Zug sitzt, desto teurer wird der Weg zurück nach Hause.“
Das ist ein starkes Bild für das Leben. Je länger ein Mensch an Sünde, Unglauben, Selbstgerechtigkeit oder einem falschen Lebensweg festhält, desto mehr können sich Gewohnheiten, Bindungen und verhärtete Einstellungen entwickeln. Deshalb sagt die Schrift nicht: Warte irgendwann einmal auf Gott, sondern ruft zur Umkehr und zum Glauben. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden
Paulus schreibt:
„… welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“
1. Timotheus 2,4
Der Zusammenhang ist bemerkenswert: Paulus spricht davon, dass Christus sich „als Lösegeld für alle“ gegeben hat. Gottes Heilswille ist also nicht auf eine kleine Gruppe von Menschen beschränkt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch jeder Mensch gerettet wird. Die Bibel verbindet Gottes Heilsangebot mit Glauben und der persönlichen Antwort des Menschen.
Gott hat keine Freude am Verderben des Menschen
Auch 2. Petrus 3,9 zeigt Gottes Haltung:
„… sondern dass jedermann Raum zur Buße hat.“
Gottes Geduld ist Ausdruck seiner Barmherzigkeit. Er gibt dem Menschen Zeit zur Umkehr. Aber Gottes Geduld darf niemals mit einer Garantie verwechselt werden, dass der Mensch unbegrenzt Zeit habe.
Heute ist der Tag, an dem wir auf Gottes Ruf hören sollten.
Das Zentrum ist Jesus Christus
Johannes 3,16 bringt das Evangelium in einzigartiger Weise zusammen: Gott liebt die Welt, gibt seinen Sohn und verheißt ewiges Leben dem, der an Christus glaubt.
Es geht deshalb nicht lediglich darum, „ein besserer Mensch“ zu werden. Es geht um Jesus Christus.
Der Mensch kann nicht durch eigene Leistungen seine Schuld vor Gott beseitigen. Er braucht den Retter.
Und gerade deshalb ist das dritte Bild so wichtig:
„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
1. Johannes 1,9
Hier sehen wir Gottes Charakter: treu, gerecht, vergebend und reinigend.

Dabei ist wichtig, 1. Johannes 1,9 nicht aus dem Zusammenhang zu reißen. Johannes schreibt an Menschen, die mit Gott Gemeinschaft haben wollen. Das Bekenntnis der Sünde ist keine „religiöse Leistung“, durch die wir uns selbst retten. Die Grundlage unserer Vergebung ist Christus und sein Opfer.
Die eigentliche Gefahr ist nicht, dass Gott nicht vergeben will
Die große Gefahr besteht darin, dass der Mensch nicht umkehren will.
Man kann jahrelang wissen, dass etwas falsch ist – und trotzdem im „falschen Zug“ sitzen bleiben.
Man kann die Wahrheit hören – und sie immer wieder auf später verschieben.
Man kann Gottes Ruf wahrnehmen – und sagen:
„Irgendwann.“
„Später.“
„Wenn ich älter bin.“
„Wenn mein Leben geordnet ist.“
„Wenn ich mehr Zeit habe.“
Doch während der Mensch wartet, fährt der Zug weiter.
Darum ist die Botschaft des Evangeliums gleichzeitig ernst und hoffnungsvoll:
Du musst nicht im falschen Zug bleiben.
Du musst nicht in deiner Schuld bleiben.
Du musst nicht von Gott davonlaufen.
Es gibt einen Weg zurück.
Dieser Weg ist nicht eine Religion, nicht eine Konfession und nicht menschliche Selbstverbesserung.
Der Weg zurück führt zu Jesus Christus.
Wer seine Sünde erkennt, muss nicht vor Gott davonlaufen, sondern darf zu ihm kommen. Wer Christus im Glauben vertraut, findet Vergebung, Versöhnung und ewiges Leben.
Warte deshalb nicht auf den „perfekten Zeitpunkt“.
Gott will, dass Menschen gerettet werden.
Christus hat das Lösegeld für alle gegeben.
Das Evangelium wird allen Menschen verkündigt.
Wer glaubt, hat ewiges Leben.
Wer seine Sünde bekennt, erfährt Vergebung.
Der Zug der eigenen Wege kann noch so weit gefahren sein:
Solange Gott dir seinen Weg zeigt, ist Umkehr möglich.
Und der entscheidende Weg führt nicht zurück zu einem besseren alten Leben, sondern zu Christus.
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Johannes 3,16
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