Aiden Wilson Tozer: Dieser Mann Gottes wurde durch einen Straßenprediger zum Christen.

Er liebte die Gemeinde Jesu Christi außerordentlich und kritisierte zugleich streng ihre Missstände – Aiden Wilson Tozer (1897 – 1963).
Schon zu Lebzeiten sahen viele zu ihm auf und hörten mit einer gewissen Erwartungshaltung auf das, was er sagte und schrieb. Einige stimmten nicht mit allem überein; aber sie hielten seine Stimme für authentisch und waren überzeugt, dass irgendwie Gott durch ihn redete. Wenn Tozer sprach, war allen klar: Da spricht einer etwas aus, was er von Gott gehört hatte. Sein gesamter Dienst war von einer großen Sorge über den Niedergang des Christentums gekennzeichnet.
Aiden Wilson Tozer wuchs als das dritte von sechs Kindern einer Bauernfamilie auf. Sein Vater Jacob Tozer erzog die Kinder zu Disziplin und harter Arbeit, aber er zeigte ihnen kaum Zuneigung und entwickelte wenig persönliche Nähe zu ihnen. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung erlitt der Vater im Herbst 1907 einen Nervenzusammenbruch mit einer anschließenden schweren Depression. Aiden musste in den folgenden 5 Jahren den Vater ersetzen, obwohl er noch nicht elf Jahre alt war. Damit hörte seine Kindheit auf.
Mit 17 Jahren hörte er einen Straßenprediger: „Wenn ihr nicht wisst, wie man betet, geht heim, setzt euch hin und bittet: ‚O Gott, sei mir gnädig, denn ich bin ein Sünder.‘“ Das wurde zum Wendepunkt seines Lebens. Er übergab sein Leben Gott und schloss sich der Gemeinde Grace Methodist Episcopal Church an, wo er sich auch taufen ließ. In dieser Gemeinde lernte er seine spätere Frau kennen, die zwei Jahre jüngere Ada Cecelia Pfautz.
Aiden und Ada heirateten im April 1918. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor. Bald nach der Heirat gab Tozer seine Arbeit auf, um vollzeitlich in den Dienst als Evangelist und Prediger zu gehen.
Tozer nahm 1928 die Berufung in die Southside-Alliance-Gemeinde in Chicago an und diente dort 31 Jahre. Dabei waren ihm die Anbetung Gottes und viel Zeit für das Gebet zentral, seine einfachen, kraftvollen Predigten waren eigentlich nur Erweiterungen davon. In dieser Zeit wuchs die Gemeinde von 80 auf 800 Mitglieder.
1959 nahm er das Angebot einer Gemeinde in Toronto an, die ihn nur verpflichtete, jeden Sonntag zwei Predigten zu halten. Da er von den sonst üblichen Aufgaben eines Pastors entbunden war, konnte er Vortragsreisen machen und weitere Bücher verfassen.

“Einer der verbreitetsten Irrtümer der Gegenwart, dem die lautesten und prahlerischsten religiösen Aktivitäten in evangelikalen Kreisen entspringen, ist die Behauptung, die Gemeinde müsse sich wandeln, wenn sich die Verhältnisse ändern, und die Christen hätten ihre Methodenden Bedürfnissen der Menschen anzupassen.
Wollen sie Zehn-Minuten-Predigten, so gebe man ihnen Zehn-Minuten-Predigten!
Wollen sie die Wahrheit nur in homöopathischen Dosen, verabreiche man ihnen diese!
Wollen sie Bilder, gebe man ihnen so viele sie wollen! Hören sie gern Geschichtchen, so erzähle man ihnen welche!
Bei alldem bestehen die Verfechter dieser Haltung darauf: »Die Botschaft ist dieselbe, nur die Methoden haben sich gewandelt.«
»Wen die Götter vernichten wollen, dem rauben sie zuvor den Verstand«,
sagten die alten Griechen, und sie waren weiser, als sie selbst wussten.
Eine Mentalität, die Sodom für Jerusalem hält und Hollywood als die Heilige Stadt missdeutet, ist dermaßen irregeleitet, dass man dies nicht anders als mit Wahnsinn bezeichnen kann,
der die bekennende Christenheit als Gericht getroffen hat, weil sie den Geist Gottes so sehr beleidigte!” Aiden Wilson Tozer

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