Das Wort für „Ewigkeit“ entspricht im griechischen Neuen Testament dem Wort aion. Es bedeutet hauptsächlich zweierlei: Zeitalter (definierte Zeit) und Ewigkeit (undefinierte Zeit). Der Zusammenhang macht ganz klar, was gemeint ist. In Matthäus 12,32 ist ein Zeitalter gemeint. In Lukas 1,33.55 wird jeweils das Wörtchen „ewig“ gebraucht, aber es hat den Sinn, den man im AT öfters findet: solange die Schöpfung besteht.
Normalerweise ist aber eine unbegrenzte Zeit gemeint. 2. Korinther 4,18 definiert das ganz klar: „Denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ist ewig.“
Woher weiß ich nun, ob es um einen begrenzten oder um einen unbegrenzten Zeitabschnitt geht? Nun, das macht der Kontext ganz klar. Wird es mit den sichtbaren Dingen der Schöpfung unmittelbar verknüpft, liegt eine Begrenzung vor; geht es um das Unsichtbare, was nicht zu dieser Schöpfung gehört, kann „ewig“ nur einen unendlichen Zeitraum meinen. Denn die Zeit gibt es ja überhaupt nur in Verbindung mit der Schöpfung.
Jede Ausrede, dass die ewige Pein nicht ewig wäre (denn darum geht es oft bei dieser Diskussion), sondern nur irgendwelche Äonen dauern würde, ist ganz und gar sinnlos und völlig gegen das Wort Gottes. Die Hölle ist der Ort, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt (Markus 9,44). Der Wurm bleibt am Leben und das Feuer geht eben nicht aus – nie. Und der Gedanke, dass das Feuer ewig brennt, aber sich nach einer gewissen Zeit niemand mehr darin befinden soll, ist absurd. Nein. Auf dem Sünder bleibt der Zorn Gottes (Johannes 3,36), er weicht nie mehr von ihm.
Ein Vers macht die Sache sehr deutlich und ist sehr klar:
„Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben“ (Matthäus 25,46).
Wenn das ewige Leben der Gerechten absolut ewig ist (und daran zweifelt keiner), dann ist klar, dass es die ewige Pein auch sein muss. Gott kann unmöglich zwei Worte derart miteinander verbinden und nicht dasselbe meinen. Das ewige Leben und die ewige Pein beziehen sich nicht auf die vergängliche Schöpfung und sind zeitlos.
Gläubige haben:
Ein ewiges Haus (2. Korinther 5,1)
Ein ewiges Heil (Hebräer 5,9)
Eine ewige Erlösung (Hebräer 9,12)
Ein ewiges Erbe (Hebräer 9,15)
Eine ewige Herrlichkeit (1. Petrus 5,10)
Ein ewiges Reich (2. Petrus 1,11)
Ungläubige erfahren:
Ewiges Feuer (Matthäus 18,8)
Ewige Pein (Matthäus 25,46)
Ewiges Verderben (2. Thessalonicher 1,9)
Ewiges Gericht (Hebräer 6,2)
Alles, was hier aufgezählt wurde, ist nicht zeitlich.
Interessant ist auch der Ausdruck „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (man könnte auch übersetzen: „In die Ewigkeiten der Ewigkeiten“; es ist im Griechischen der Plural), der in Verbindung mit der Höllenstrafe gebraucht wird. „Und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 20,10). Wenn jemand „Ewigkeit“ mit „Zeitalter“ übersetzen möchte, darf er das gerne tun. Doch wenn etwas von dem einen Zeitalter in das nächste Zeitalter reicht, dann hört es nie auf! (Man beachte auch hier wieder, dass der Ausdruck „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ sowohl für Gott als auch für die Segnung der Gläubigen verwendet wird; z. B. in Offenbarung 15,7 und Offenbarung 22,5.)
