“Sogar die “Bild” merkt es langsam:
Wir waren mal Weltspitze, in der Wirtschaft und im Fußball. Jetzt fliegen wir, ob Männer oder Frauen, schon in den Vorrunden raus. Und wirtschaftlich sind wir der kranke Mann Europas, die Weltwirtschaft wächst, wir schrumpfen, in diesem Jahr um 0,3 Prozent.
Dafür haben wir mit sechs Prozent eine Mega-Inflation, der Export schwächelt, China kauft unsere Autos nicht mehr und wenn unsere Außenministerin nach Australien fliegen will, ist eine Landeklappe defekt.
Kriegen wir überhaupt noch irgendetwas auf die Kette?
Wetter, Essen, WLAN, alles besser, selbst die Züge fahren woanders pünktlich. Auch der Fachkräftemangel hat uns am heftigsten erwischt, wie jeder weiß, der im Lokal nach 90 Minuten vom Kellner, statt sorry, nur ein unwirsches „Sie sind hier nicht die Einzige“ gehört hat.
Wo sind all die Menschen, die früher in der Gastronomie, in Arztpraxen, im Verkauf gearbeitet haben? Liegen die alle als Blogger oder App-Entwickler unter einer Palme oder leben von der Grundsicherung? Man weiß es nicht. Sie fehlen nur. Meine Güte, was ist denn los bei uns? Wo ist das tolle Land geblieben, auf das ich nach der Wende und besonders nach dem Sommermärchen 2006 so stolz war? Die Welt zu Gast bei Freunden, schöner Satz, aber damit waren nicht die 300 000 Geflüchteten pro Jahr gemeint, die unsere Gemeinden jetzt total überfordern.
Wo man hinguckt, knirscht es, eigentlich brauchen wir alle eine Knirschschiene, um das Chaos auszuhalten. Baustellen wie bösartige Krebsgeschwüre, die endlos dauern, was daran liegen könnte, dass wochenlang keine Arbeiter zu sehen sind. Nur stinkige Dixie-Klos. Und WLAN-Probleme in der gesamten Nachbarschaft, weil es mit dem Glasfaseranschluss doch schwieriger ist als gedacht. Nie ist jemand telefonisch erreichbar, wenn man sich bei einem Amt beschweren oder einen Termin haben möchte. Standesamt, Pass, Führerschein, Arzt – vergiss es. Wenn die Warteschleife wenigstens gute Witze erzählen würde!” Bild.de
Zunächst einmal sind wir Menschen in unserer Entscheidung frei; würde Gott uns keine freie Entscheidung gestatten, dann wären wir Marionetten. Wollen wir das wirklich sein?
Als Psychologin muss Frau Kallwass auch wissen, dass jede Entscheidung, die wir treffen, auch Konsequenzen hat, im Guten wie im Schlechten.
Wenn ich Alkoholmissbrauch betreibe, wenn ich rauche wie ein Schlot, dann ist Gott nicht dafür verantwortlich, dass ich meine Gesundheit ruiniere. So ist es auch mit Kriegen, mit Wirtschaftskrisen: Sie sind von Menschen gemacht! Kriege fanden und finden statt, weil Staaten imperialistisch gewesen sind, weil man Kolonien wollte und ökonomische Vormachtstellung. Gott hat nie gewollt, dass die Menschen sich in Kriegen gegenseitig umbringen.
Wir treten doch Gottes Gebote mit Füssen: Wenn wir lügen wie die Weltmeister, dürfen wir uns nicht wundern, wenn Vertrauen verloren geht.
Wenn wir Kinder abtreiben – es sind offiziell 120 000 Kinder im Jahr, die allein in Deutschland im Mutterleib getötet werden! -, dann ist die katastrophale demografische Entwicklung nur die logische Konsequenz unserer Sünde. Gott hat uns das Töten letztendlich verboten.
Das für Deutschland katastrophale Ergebnis der Pisa-Studie, die zunehmende Gewalt an Schulen, steigende Kriminalität und der drohende Kollaps unserer Sozialsysteme hat sehr viel mit dem Werteverfall unserer Gesellschaft zu tun: Der Egoismus verhindert, dass Familien gegründet werden, und ein Land, in dem Kinder nicht mehr Geschenke Gottes, sondern eine Armutsfalle sind, hat verloren. Wir klammern Gott aus und wundern uns, wenn der Teufel los ist. Frau Kallwass vergisst, dass wir diese von ihr genannten Probleme haben, weil wir Gott ausklammern.
Das ging auch dem Volk Israel so: Sie haben Gott immer wieder verlassen, und dies war der Grund für eine Sklaverei von 400 Jahren in Ägypten, für vierzig Jahre Wüstenwanderung, für die Zerstreuung des jüdischen Volkes in die ganze Welt. Immer dann, wenn sie sich an Gottes Gebote hielten, kam Befreiung, prosperierte Israel.
War es im Nachkriegsdeutschland anders? Die Menschen beteten damals und besannen sich auf die biblische Moral. Die Kirchen waren wieder voll, die Menschen erwarteten alles von Gott. Zehn Jahre nach dem Krieg begann dann das Wirtschaftswunder. Dann aber hatten die Menschen keine Zeit mehr für das Gebet. Insbesondere die 1968-iger Generation klammerte Gott und Seine Gebote aus. Die “freie Liebe” – eigentlich nur Sex mit ständig wechselnden Partnern – führte zur Aushöhlung der Familie, dem Rückgrat eines gesunden Staates. Homosexualität wird leider auch von Priestern oftmals nicht mehr als Sünde gesehen; das Ergebnis sind Lebenspartnerschaftsgesetz und Homosegnung, womit die Familie weiter ausgehöhlt wird mit allen negativen Folgen.
Ist Gott wirklich daran schuld, wenn wir nicht auf Ihn hören, weil wir nicht hören wollen? – Er würde uns wieder segnen, uns wieder zu einem prosperierenden Land machen, wenn wir auf die Knie gingen und Buße tun würden. Die Erklärung, man glaube nicht an Gott in Anbetracht des ganzen Leides, zeigt nur, dass wir Schuld delegieren wollen statt uns an die eigene Nase zu fassen. Hierbei kann ich mich selbst auch nicht ausschliessen: Auch ich bin sündig, schwach und auf Seine Gnade und Vergebung angewiesen.
Aber auch vermeintlich wissenschaftliche Erklärungen, die ohne Gott auskommen wollen, können hier nicht helfen. (Autor: Markus Kenn)
