“Die Zahlen sind alarmierend: 2150 Drogentote vermeldet das Bundeskriminalamt für das Jahr 2025 in Deutschland. Dabei werden die Opfer immer jünger: Jeder vierte Drogentote ist unter dreißig, die Zahl der Todesfälle bei den unter 20-jährigen hat sich verdoppelt. Befeuert durch den Internet-Schwarzmarkt sind zudem synthetische Drogen wie das hochgefährliche Schmerzmittel Fentanyl rasant auf dem Vormarsch. Die Fentanyl-Todesfälle sind gegenüber dem Vorjahr schon jetzt um 20 Prozent angestiegen.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrick Streeck (CDU) ist besonders um die steigende Anzahl junger Drogentoter besorgt und sieht dringenden politischen Handlungsbedarf: „Viele dieser jungen Menschen können die Risiken noch nicht oder nicht vollständig überschauen (…) Wenn fast jeder vierte Drogentote unter 30 ist, dann darf unsere Antwort nicht Betroffenheit sein, sondern es braucht auch Konsequenzen: mehr Prävention, frühere Hilfe und ein Hilfesystem, das Menschen rechtzeitig erreicht.“ Dr. Felix Wachter
“Ich war 16 Jahre alt, als ich zum ersten Mal Drogen nahm. Mit 17 war ich bereits abhängig. Um meinen zunehmenden Drogenkonsum zu finanzieren, begann ich, selbst mit Drogen zu handeln. Zweimal wurde ich deswegen geschnappt und verurteilt. Doch die Sucht ließ mich nicht los und so rutschte ich immer tiefer ins Drogengeschäft.
Kurz vor meinem 18. Geburtstag lud mich jemand zu einem christlichen Vortrag ein. Aus Neugier ging ich hin. Dort hörte ich zum ersten Mal das Evangelium von Jesus Christus. Der Prediger sagte, dass Gott jeden Menschen liebt, egal, was er getan hat. Da wurde mir auf einmal bewusst, wie viel Böses ich getan hatte. Zu Hause schrie ich zu Gott und bekannte Ihm unter Tränen meine ganze Schlechtigkeit. Und dann verstand ich, was der Prediger außerdem gesagt hatte: Gott hat Jesus Christus für mich bestraft, um mir meine Sünden vergeben zu können. Als ich das begriff und daran glaubte, überkam mich ein großer innerer Frieden. Ich war verblüfft, dass ich plötzlich keine Drogen mehr brauchte. Ich war von meiner Sucht befreit!
Trotzdem musste ich mich noch einer Gerichtsverhandlung stellen. Ich war jetzt volljährig und wusste, dass mich dieses Mal eine schwere Gefängnisstrafe erwartete. Als ich vor dem Richter stand, gab ich offen und ehrlich meine ganze Schuld zu. Ich beschönigte nichts. Der Richter schwieg, dann hob er den Hammer. Ein feierlicher Moment. Wie würde das Urteil lauten? „Was Sie getan haben, verdient sieben Jahre Gefängnis.“ Schweigen. Schließlich fuhr er fort: „Aber in Anbetracht Ihres Geständnisses habe ich beschlossen, Sie noch einmal zu begnadigen.“ Der Hammer fiel. – In diesem Moment habe ich verstanden, was die Gnade Gottes ist. Gott sagt nicht: „Was du getan hast, ist nicht so schlimm“, sondern Er sagt: „Du hast Strafe verdient. Aber weil du deine Schuld anerkennst und mir vertraust, schenke ich dir Gnade.“ “Die gute Saat”
