Zwei Christen werden der Blasphemie beschuldigt. Danach setzt sich ein muslimischer Mob in Gang. Er erschüttert die pakistanische Stadt Jaranwala in der Provinz Punjab. Sie greifen 15 Kirchen an, brennen einige davon nieder. Die wütende Menge soll Tausende umfasst haben. Sie zündete christliche Wohnhäuser an, zerstörten einen Friedhof. Die zwei Christen, die als Auslöser der Eskalation gelten, sollen den Koran geschändet haben.
Die christliche Hilfsorganisation Open Doors lässt Stimmen zu Wort kommen, die an der letzten Version zweifeln lassen. Ein lokaler Christ wird zitiert. Die Aktion sei kaum spontan entstanden. „Es ist kein Zufall, dass Moscheen in der ganzen Stadt über Lautsprecher angefangen haben, Hassreden zu verbreiten. Das hat zu den Angriffen geführt. Wie sind all die Moscheen an diese Informationen gekommen?“, sagt er. Ein betroffener Kirchenleiter berichtet: „Das ist ein Fall von geplanter Verfolgung gegen uns als Minderheit.“ Christian Solidarity International (CSI) zitiert einen weiteren Augenzeugen: „Sie schlugen Fenster und Türen ein. Dann warfen sie Kühlschränke, Sofas, Stühle und andere Haushaltsgegenstände heraus, um sie vor der Kirche zu verbrennen.“ In ihrer Raserei schändeten die Angreifer auch Bibeln und verbrannten diese.
Eine Woche ist der Gewaltausbruch her. Vielerorts ist er bereits wieder vergessen, wenn er denn überhaupt wahrgenommen wurde. Während die gesellschaftsprägenden Kräfte im Westen sich für Kolonialverbrechen geißeln oder noch das kleinste Fünkchen von Mikroaggressionen oder Diskriminierung suchen, findet bereits auf der anderen Seite des Mittelmeeres jene Form der brutalen Unterdrückung und Verfolgung statt, die hierzulande erstaunlich wenig Platz erhält, offenbar, weil die Opfer zu uninteressant erscheinen.
Die Außenministerin glänzt dadurch, von feministischer Außenpolitik zu sprechen, Weltklimapolitik zu betreiben und Artefakte in Ursprungsländer zurückzubringen, bei tatsächlichen Herausforderungen jedoch abwesend zu sein. Schöne Bilder sind einfacher zu bekommen als etwa den ethnisch-religiösen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan zu lösen; Länder, die immerhin vor der Haustüre Europas liegen. Auch Indien, das seit Jahren bekannt dafür ist, dass religiöse Rechte mit Füßen getreten werden – Opfer sind dort nicht nur Christen, sondern auch Muslime – hatte Baerbock bei ihrem Besuch Ende 2022 gelobt: „Deutschland & #Indien teilen das Vertrauen in grundlegende Werte: in #Demokratie, Menschenrechte und das Vertrauen in eine regelbasierte Ordnung.“ Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.
Auch ansonsten ist Christenverfolgung ein nachgeordnetes Thema. Denn spezielle Hilfe für christliche Minderheiten sieht die Politik als problematisch an. Es könnte der Eindruck entstehen, dass jemand bevorzugt behandelt wird. Vorstöße etwa der AfD, den Christen im Orient gesonderte Hilfe zukommen zu lassen, wurde mit dem Vorwurf der Hetze zurückgewiesen; man wolle einen Keil zwischen hilfebedürftige Gruppen treiben. Wer nur Christen helfen will, macht sich in Deutschland verdächtig. Das hat im Zuge der Flüchtlingspolitik bereits mehrfach zum Paradoxon geführt, dass der Verfolgte auf den Verfolger im selben Asylzentrum stieß.
Dass überdies Staaten mit einer religiösen Ausrichtung ihren Glaubensbrüdern helfen, führt dazu, dass die meisten Religionsminderheiten auf internationaler Ebene einen Paten besitzen. Auf die Auslandshilfe Indiens oder Saudi-Arabiens können Christen nicht hoffen. Der Westen ist sich zu fein, muss er doch, beseelt vom Universalismus, allen helfen. Dass die orientalischen Christen in der Vergangenheit vermehrt ihre Hoffnung auf Russland gesetzt haben, ist deswegen nur folgerichtig. Das einzige europäische Land, das eine durchgehend pro-christliche Politik verfolgt hat, christlichen Flüchtlingen Schutz gewährte wie auch vor Ort speziell den Glaubensbrüdern half, war stets Ungarn. Dass Annalena Baerbock sich Tipps von Viktor Orbán abholen könnte, wird aber in diesem Leben nicht mehr geschehen.
Dabei ist die Eskalation in Pakistan nur ein Ereignis unter vielen. Open Doors ordnet das Land auf Platz 7 Weltverfolgungsindex ein. Rund 4 Millionen Christen leben in dem mehrheitlich muslimischen Land, wo die Scharia die Leitlinie bildet. Der Vorwurf der Blasphemie ist dort eher Regel. Das Blasphemie-Gesetz gilt als Instrument der Christenkontrolle, wenn nicht gar Christenverfolgung. Die Gängelungen reichen von islamischen Zwangsunterricht für Kinder bis hin zu „reservierten“ Arbeitsstellen für Christen, die nur „schmutzige“ Arbeiten erledigen sollen. Während der Corona-Krise wurden Christen bedrängt, zum Islam zu konvertieren, wenn sie Lebensmittelrationen haben wollten. Christinnen werden zur Heirat mit muslimischen Männern gezwungen, teilweise sogar entführt. Die Behörden bleiben untätig.
Neben dieser institutionalisierten Gewalt und Diskriminierung müssen Christen mit terroristischen Attentaten von Islamisten rechnen. Bombenanschläge wie der in Quetta im Jahr 2017 sind leider keine Seltenheit. Der pakistanische Arm des Islamischen Staates attackierte eine methodistische Kirche. 400 Christen hatten sich damals versammelt. Dutzende wurden verletzt, acht getötet. Am Ostersonntag des Jahres 2016 wurden in Lahore mindestens 72 Menschen getötet und 300 verletzt. Der Anschlag galt der christlichen Minderheit und ging von einer Taliban-Gruppe aus, traf jedoch auch viele Muslime, da sich der Anschlag auf den Kinderspielplatz eines Stadtparks konzentrierte. 2013 waren bei einem Bombenanschlag in einer Kirche in Peshawar 78 Christen getötet worden.
In jüngster Zeit, insbesondere nach dem Pfingstmassaker im letzten Jahr, rückt Nigeria vermehrt in den Fokus. Die Staatstreiche in Westafrika und das daraus resultierende Vakuum, in das islamische Terrorgruppen wie Boko Haram hineinstechen, wird jedoch in Europa immer noch zu wenig als Bedrohung wahrgenommen. Mittlerweile haben sich dschihadistische Milizen nahezu im gesamten Maghreb, der Sahel-Zone und in Westafrika eingenistet, offenbar mit der Absicht, ähnlich wie vor Jahren im Nahen Osten einen „Islamischen Staat“ zu errichten.
In Nigeria stoßen diese Milizen immer weiter in das christliche Süd- und Zentralnigeria vor. Ermeka Ani berichtet gegenüber CSI:
„Es mischen sich beispielsweise bewaffnete Kommando-Killer-Truppen unter die Hirten, die sonst friedlich mit ihren Herden umherstreifen. Ihre Herden fressen die Ernten und andere Nutzpflanzen, so dass die Dorfbewohner, die sonst von der Ernte leben, am Ende alles verlieren und verhungern. Beim geringsten Widerstand werden die Dorfbewohner von den bewaffneten muslimischen Fulani-Hirten überwältigt und bestialisch getötet. In den Dörfern herrscht daher Angst, Ackerland zu betreten. Frauen und Mädchen werden immer wieder verprügelt und vergewaltigt. Sogar Schulkinder werden verängstigt und von den Schulen verjagt, wenn die Hirten mit ihren tausenden Tieren willkürlich die Schulhöfe betreten. Dorfbewohner, Besucher, usw. werden von den Angehörigen der Fulani entführt, die sich als Hirten tarnen und Lösegeld in Millionenhöhe erpressen, sonst droht Tötung.“ Fausto Gallina / tichyseinblick.de
Da das Christentum im Abendland nur noch zur Kulisse für den Weihnachtsmann und den Osterhasen geworden ist, werden wir das hier auch erleben. Der Islam breitet sich in Europa schamlos aus, was von Grünlinken und Christsozialen optimal gefördert wird.
Nun, es ist erschreckend, kommt aber nicht unerwartet. Nicht mehr lange, und es wird auch in Europa Christenverfolgungen geben. Jesus selbst hat es vorausgesagt. Z.B. in Lukas 21: 9 Ihr werdet von Kriegen und Unruhen hören. Aber lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das alles muss geschehen, aber das Ende kommt noch nicht sofort danach.«10 Dann sagte er zu ihnen: »Ein Volk wird gegen das andere kämpfen und ein Königreich das andere angreifen.11 Es wird schwere Erdbeben geben und in vielen Teilen der Welt Hungersnöte und Seuchen. Schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel werden gewaltige Erscheinungen zu sehen sein.12 Aber noch bevor sich das alles ereignet, wird man euch verfolgen. Nur weil ihr zu mir gehört, werden sie euch festnehmen, in den Synagogen vor Gericht stellen und euch ins Gefängnis werfen. Ja, vor Königen und Machthabern werdet ihr verhört werden.13 Aber dadurch habt ihr Gelegenheit, meine Botschaft zu bezeugen.14 Denkt daran: Ihr sollt nicht schon vorher darüber nachgrübeln, wie ihr euch vor Gericht verteidigen könnt.15 Denn ich selbst werde euch Weisheit geben und euch zeigen, was ihr sagen sollt. Dem werden eure Gegner nicht widersprechen können.16 Selbst eure nächsten Angehörigen, eure Eltern, Geschwister, Verwandten und Freunde werden euch verraten und euch verhaften lassen. Einige von euch wird man in den Tod schicken.17 Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.18 Aber ohne Gottes Willen wird euch kein Haar gekrümmt werden.19 Bleibt standhaft, dann gewinnt ihr das ewige Leben.«
