Die Vergangenheit nicht vergessen

„Wasser predigen und Wein trinken!“ wer kennt ihn nicht diesen Spruch, der die peinliche Kluft zwischen Reden und Tun zum Ausdruck bringt. Dabei ist der Schaden, der durch mangelnde Integrität verursacht wird, mannigfach. Nicht nur die Belehrten werden dadurch irritiert, sondern auch den Lehrern geht durch die Heuchelei das Gefühl für Wahrheit mehr und mehr verloren geht.Nun hatten die Israeliten über 100 Jahre massive Unterdrückung erlebt. Sie wussten, was es bedeutet als Fremde verachtet zu sein, kein Anrecht zu haben, weder auf Besitz, noch auf ein unversehrtes Leben oder auf ein unbeschwertes Familienleben. Aber was würde werden, wenn sie aus der Knechtschaft befreit würden und wieder ein selbstbestimmtes Leben führen könnten? Die große Frage lautete: Würden sie die in Ägypten erlittenen Qualen und Demütigungen schnell vergessen? Vorher unbeachtet, geschlagen, gedemütigt und schlimmer als ein Stück Vieh behandelt, aber was würde werden, wenn sie selber das Sagen haben. Werden dann die, die früher unter den Sklaventreibern litten plötzlich zu denselben Unmenschen, die sie früher zutiefst verurteilt hatten? Passen unsere Gegenwart und unsere Vergangenheit zusammen? Wo wir früher selber Not erlebten, sollten wir da später nicht auch den Klagenden Verständnis entgegenbringen und ihnen barmherzig sein? Gott will nicht, dass wir in einem verlogenen Widerspruch leben. (Ob)

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