Wieder einmal, nach ein paar Toten mehr, beginnt die mediale Scheindebatte um die Ursachen des Problems. Dabei sind sie jedem, der ein bisschen denken, offensichtlich. Ich führe sie hier gerne wieder mal auf. Natürlich, wie immer, pointiert.
1. Fehler Nummer eins: Die christlichen Grunderzählungen, die die Werte unserer Gesellschaft geprägt haben (Erziehung, Gesundheitswesen, Sozialwesen usw.) werden konsequent aus dem öffentlich Leben verbannt (unzumutbar, Privatsache usw.). Dadurch entsteht ein Werte-Vakuum. Unsere Eliten haben bis heute nicht verstanden, dass es unterschiedliche Werte und unterschiedliche Erzählungen gibt auf diesem Planeten, die eben nicht kompatibel sind. Und dementsprechend eine Gesellschaft formen. Der sogenannte „Liberalismus“ ist in Tat und Wahrheit blosser Verscherbler des Werte-Tafelsilbers, das Generationen zuvor erarbeitet haben. Liberal kann man nur im Kontext einer Gesellschaft sein, die von einem gewissen Comon Sense (in unserem Falle die christlichen Grundwerte) genährt ist. Wo nix mehr ist, wird der Liberalismus zum Totengräber. Viele Menschen suchen nach etwas Grösserem, wofür es sich zu leben lohnt. Das ist der Nährboden für radikale Weltbilder. Besonders für junge Männer. Heute gibts in unserer woken Gesellschaft als Alternative nur noch den Sport und den Dschihad.
2. Fehler Nummer zwei: Alle Menschen sind gut und benötigen nur die notwendige Pflege und Bildung. Dieses Menschenbild ist zwar positiv und ermutigend, trifft aber die Realität nicht. Viele Diktatoren und Tyrannen durchliefen die besten Schulen und sind heute, was sie sind. Schönes Beispiel: Kim Jong Un besuchte eine gute Schule in der Schweiz, in Bern. Die Werte haben nicht abgefärbt. Unser Asylwesen, so humanitär es auch angedacht ist (eben aus dem christlichen Grundgedanken), blendet die bösen Absichten der Menschen aus. Diese lachen sich die Hucke voll über so viel Dummheit. Der Sündenbegriff wurde zu Unrecht aus unserem Vokabular gestrichen und durch „Bildungsferne“ ersetzt. Basierend auf diesem Fehlschluss werden wiederum akademische Fehlschlüsse gezogen. Klassisches Beispiel ist die Frankfurter Schule und Leute wie Karl Popper. So nach dem Motto: Hauptsache, man redet darüber, und schon ist man diverser Teil des Ganzen, selbst wenn man nicht mal direkt am Gespräch beteiligt ist.
3. Fehler Nummer drei: Kapitalismus und Teilhabe an der aktuellen Gesellschaft schafft automatisch Integration ins bestehende System. Wer diese These unterstützt, hatte im Fach Geschichte einen Fensterplatz oder war schlicht abwesend. Peter Scholl-Latour sagte einmal korrekt: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta“. Die Politiker verkünden zwar vollmundige Inklusion. Aber sie leisten sie selber gar nicht. Diese Leistung müssen ihre Untertanen erbringen. Finanziell und zwischenmenschlich. Man besuche mal eine normale Schule oder einen gewöhnlichen Kindergarten im urbanen Umfeld! Anstatt sich zu integrieren taucht man dann halt gerne in die eigene Subkultur ab. Und je kulturell verschiedener diese Subkultur ist, desto weiter driftet die Gesellschaft auseinander. Es gibt numerisch und finanziell gewisse Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen, um eine gelingende Integration zu realisieren. Gewisse politische Parteien sind ideologisch blind geworden.
4. Fehler Nummer vier: Verbot der öffentlichen Debatte. Da das Versagen von Politik und Bildung kaschiert werden muss, erfindet man Totschlagargumente, um jede vernünftige offene Debatte zu vermeiden. Mit der Folge, dass die steuerzahlenden Bürger radikalisiert werden und die Gesellschaft auseinanderdriftet. Das Problem sind dabei nicht die Bürger, sondern die unkontrollierte und ungesteuerte Zuwanderung. Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht.
5. Fehler Nummer fünf: Zuwanderung ist ein Menschenrecht. Nur unter bestimmten Bedingungen! Jede Gesellschaft hat das Recht, Grenzen und Bedingungen zu stellen, unter welchen Neue ihre Teilhabe erlangen dürfen. Wenn ein Haus keine Fenster und keine Türen mehr hat, geht es schon bald kaputt. Teilhaber zu werden bedeutet, gewisse Werte zu übernehmen und eine gewisse Konformität zu aktzeptieren. Dazu gehört auch die Bringschuld. Dieses Recht einer Gesellschaft wird heute propagandistisch als Rassimus, Fremdenfeindlichkeit u.vm. mehr gebrandmarkt und ihr abgesprochen. Heute gehört es zum guten Ton, das marxistische Opfer-Täter-Motiv zu beschwören, das den Erfolgreichen zum Bösen und den Gescheiterten zum Guten macht. Hier sind ideologische Verdrehungen am Wirken, die schön längst hätten entlarvt werden müssten. Wer diese Debatte nicht aushalten und führen will – was heute leider politisch opportun ist – ist nicht geeignet, das Wohl einer bestehenden Gesellschaft zu fördern und zu schützen. In einer so gespaltenen Gesellschaft gibt es am Ende nur noch Verlierer.
Gerade die christliche Nächstenliebe (ich persönlich habe Freunde unter vielen Nationalitäten und helfe gerne) verpflichtet uns, dafür zu sorgen, dass der unter die Räuber Gefallene tatsächlich die richtige Pflege und notwendigen Hilfsmittel erhält, um zu gesunden. Wenn der Esel nur noch drei Beine hat, der Beutel des Samariters leer, und das Gasthaus bis auf die Grundmauern ausgeraubt ist, kann niemandem mehr geholfen werden. Anstatt nur auf emotionalen Argumenten herumzureiten, sollten gerade wir Christen ein Augenmass entwickeln, das alle die oben erwähnten Punkte berücksichtigt und dementsprechend plant und arbeitet. Dazu hat uns der liebe Gott auch einen Verstand gegeben.
Think about it. Das war jetzt mal wieder ein langer Erguss. 🙂 Und pointiert, wie versprochen.
Bruno Waldvogel FB 290824
