Eine wunderbare tierische Geschichte und Ostern.

Eine wunderbare Geschichte

Eine große Farm in Südamerika ist Terrys Zuhause. das Gelände um den Bauernhof und die endlos weiten Felder sind ein idealer Spielplatz. Da gibt es Abenteuer ohne Ende.

Terry ist ein absoluter Tier-Fan. Das wissen seine Eltern. Zu seinem Geburtstag überraschen sie ihn mit einem kleinen Küken. Ein echtes, lebendiges, flauschiges Küken.

Vom ersten Tag an sind die beiden unzertrennlich. Terry versorgt es ganz allein. Morgens und abends bekommt es regelmäßig sein Futter. Allmählich wird aus dem Küken eine Henne. Aus dem gelben Flaum werden weiße Federn und deshalb nennt Terry seine Henne “Frau Weiß”.

Terry hat viel Spaß mit Frau Weiß. Wenn er sie lockt und ihr Futter bringt, dann kommt Frau Weiß flink angetrippelt. Lustig sieht es aus, wenn sie ihm auf Schritt und Tritt folgt.

Frau Weiß wird größer und nützlicher. Was macht eine Henne von “Beruf”? Natürlich Eier legen. Jeden Tag eins.Terry holt den alten Korb aus dem Schuppen, legt Stroh hinein und baut in der Scheune ein ganz besonders schönes Nest.

Jedes Mal wenn Frau Weiß ein Ei hineingelegt hat, verkündigt sie es mit lautem Gackern.

Inzwischen ist es Sommer geworden! Die Getreidefelder sind hoch gewachsen. Sie versprechen eine gute Ernte. Aber mit Frau Weiß scheint irgendetwas nicht zu stimmen.

“Mama, was ist denn mit Frau Weiß los? Die legt überhaupt keine Eier mehr und verschwindet oft im Getreidefeld.”

Lächelnd antwortet die Mutter: “Warte mal ab, Terry.”

Das macht er und füttert weiterhin treu seine Henne.

Eine, zwei, drei Wochen vergehen. Terry nimmt am Abend das Hühnerfutter und läuft über den Hof.

“Mutti, Mutti, schau mal!”

Aus dem Getreidefeld kommt Frau Weiß. Aber nicht allein. Hinter ihr her marschiert eine ganze Schar kleiner Küken. Das ist also des Rätsels Lösung! Draußen im Getreidefeld hat Frau Weiß in Ruhe ihre Eier gelegt und ungestört ausgebrütet. Stolz präsentiert sie nun ihre Kinder. Terry freut sich riesig über “seine” Hühnerfamilie. Ab jetzt braucht er natürlich viel mehr Futter, um das piepsende Volk satt zu kriegen.

Die Sirene heult. Der Vater gibt Feuer-Alarm! Er hat die Rauchwolke zuerst gesehen, die sich der Farm nähert. Auf irgendeine Weise muss das Getreidefeld Feuer gefangen haben. Kein Wunder bei dieser Trockenheit!

Jeder muss mit anpacken, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Ernte ist vernichtet. Der Schaden ist groß. Aber es hätte noch schlimmer kommen können. Zum Glück hat der Wassergraben ein Übergreifen der Flammen auf die Farm verhindert.

Erst spät am Abend denkt Terry voller Sorge an Frau Weiß und ihre Jungen. Hoffentlich sind sie nicht … doch den Gedenken will Terry nicht zu Ende denken.

Er geht hinaus und sucht das kahle Feld ab. Er ruft und lockt. Doch kein Lebenszeichen von Frau Weiß. Was ist das? Vor seinen Füßen liegt ein dicker, schwarzer Klumpen. Terry will es nicht wahrhaben. Aber seinen Verdacht ist Wirklichkeit. Frau Weiß ist tot! Verkohlt liegt sie vor ihm. Vorsichtig bewegt er mit seinem Fuß den leblosen Körper.

Da …! Es bewegt sich etwas! Terry traut seinen Augen kaum. Unter der toten Henne kuscheln sich alle Küken ängstlich aneinander. Als sie merken, dass die Gefahr vorbei ist, lassen sie sich von Terry locken. Scheu folgen sie seinem Rufen und laufen piepsend hinter ihm her zum Hof.

“Wie ist das denn möglich?” fragt Terry später seinen Vater. “Ich kann das einfach nicht fassen.”

“Weißt du, Tiere wittern schnell eine Gefahr. Als das Feuer kam, suchten die Küken Schutz und Geborgenheit bei ihrer Mutter. Die hätte wegfliegen können, doch ihre Kleinen noch nicht. Frau Weiß liebte ihre Küken. Deshalb hat sie ihre Flügel über sie ausgebreitet und das Feuer über sich ergehen lassen. Sie hat sich geopfert, damit ihre Kinder am Leben bleiben.”

“Das hat sie getan. Man kann es nicht begreifen”, staunt Terry und schüttelt den Kopf.

Es ist still auf dem Hof. Man hört nur das leise Piepsen der Küken. Terry steht immer noch am selben Fleck.

Der Vater reißt ihn aus seinen Gedanken.

“Terry, es gibt einen, der hat sich für uns geopfert. Weißt du wen ich meine?”

Terry schluckt. Er will jetzt nicht sprechen. Traurig scheut er seinen Vater an. Das mit Frau Weiß ist so schrecklich für ihn.

Der Vater ahnt seine Gedanken und sagt: “Auch der Herr Jesus musste furchtbar leiden, damals, als er sich am Kreuz geopfert hat. er hat es freiwillig getan. Für dich und mich ist er gestorben, damit wir leben können. Damit wir ewig leben können mit ihm. Das, Terry, ist Liebe.”

unbekannt.

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