Elon Musk lässt jetzt Autos fliegen, mit seiner künstlichen Intelligenz und dem alten Traum des Menschen, Gott zu werden spielt er auch.

“Von 0 auf 96,6 km/h in 0,81 Sekunden – und ein Auto, das kopfüber an der Decke fährt, bevor es per Salto über einen Lkw springt. Auf dem Testgelände von SpaceX in Texas hat Tesla den neuen Roadster unbemannt in Aktion gezeigt. Starke Lüfter saugten den Sportwagen zunächst kopfüber an eine steile Rampe, bevor er per Luftrolle über geparkte Autos und einen Semi-Truck sprang. Die Technik dahinter: Da herkömmliche Autos beim Beschleunigen durch die Reifenhaftung begrenzt sind, nutzt der Roadster 600 Liter komprimierte Luft aus Kohlefaser-Hochdrucktanks. Bis zu zehn Kaltgas-Düsen erzeugen laut Tesla vier- bis fünfmal mehr Kraft als Reifen allein.” IAA

“Wer die Bibel kennt, dem dürfte diese Verheißung bekannt vorkommen. „Ihr werdet sein wie Gott“ (Gen 3,5), verspricht die Schlange den ersten Menschen im Paradies. Es ist die Urversuchung des Menschen: nicht länger Geschöpf sein zu wollen, sondern sich selbst an die Stelle des Schöpfers zu setzen. Auch der Turmbau zu Babel folgt dieser Logik. „Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen“ (Gen 11,4). Der Mensch will aus eigener Kraft den Himmel erobern. Nicht die technische Leistung ist dabei das eigentliche Problem, sondern die Hybris, die sich in ihr ausdrückt.

Der moderne Turmbau zu Babel besteht nicht mehr aus gebrannten Ziegeln, sondern aus Mikrochips, Rechenzentren und neuronalen Schnittstellen. Seine Baumeister heißen nicht Nimrod, sondern Musk, Kurzweil und die Ingenieure des Silicon Valley. Ihre Verheißung lautet nicht mehr bloß, den Himmel zu erreichen, sondern den Menschen selbst in ein gottähnliches Wesen zu verwandeln. Dabei kennt das Christentum durchaus eine Vergöttlichung des Menschen. Der heilige Athanasius formulierte den berühmten Gedanken, Gott sei Mensch geworden, damit der Mensch vergöttlicht werde. Doch diese deificatio geschieht durch die Gnade, durch die Teilhabe am göttlichen Leben, nicht durch die Steigerung technischer Leistungsfähigkeit. Der Mensch wird nicht Gott aus eigener Macht. Er empfängt, was er sich niemals selbst geben könnte.

Der Transhumanismus kehrt dieses Verhältnis um. An die Stelle der Gnade tritt die Technologie, an die Stelle der Erlösung die technische Optimierung, an die Stelle des ewigen Lebens die Hoffnung auf digitale Unsterblichkeit.

Bei all diesen grandiosen Zukunftsvisionen drängt sich allerdings eine geradezu banale Frage auf: Was geschieht eigentlich, wenn der Strom ausfällt? Die vermeintlich allwissende Superintelligenz benötigt gewaltige Energiemengen, funktionierende Rechenzentren, Kühlsysteme und Kommunikationsnetze. Der Mensch, der sein Gehirn mit der Cloud verbunden hat, mag sich für einen Übermenschen halten. Doch seine zusätzlichen Fähigkeiten hängen dann von einer Infrastruktur ab, über die er womöglich nicht einmal selbst verfügt. Ein Stromausfall würde einen solchen Menschen nicht notwendig töten oder seines natürlichen Denkvermögens berauben. Aber die vermeintlich göttlichen Fähigkeiten, die ihm seine Maschinen verleihen, könnten augenblicklich verschwinden…..Der alte Turm zu Babel scheiterte an der Verwirrung der Sprachen. Der neue könnte schon an einer unterbrochenen Stromleitung scheitern. Und während der Mensch davon träumt, Gott zu werden, bleibt er, was er immer war: ein endliches Geschöpf, das seine Existenz nicht sich selbst verdankt. Daran ändert auch die leistungsfähigste künstliche Intelligenz nichts.” David Berger

“Nachdem der moderne Mensch Gott verworfen hat, findet er sich in einer absurden Position wieder: Er glaubt, dass er nicht mehr als das Produkt des Zufalls ist, postuliert aber Sinn, Werte und Zweck in einem bedeutungslosen Universum.” Francis Schaeffer

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