FAZ:Landesbischof Ralf Meister und der Präsident der Diakonie, Ulrich Lilie, werben für die Möglichkeit eines assistierten professionellen Suizids in kirchlich-diakonischen Einrichtungen.

Eine „Professionalisierung der Selbsttötung“ weckt Erinnerungen an dunkle deutsche Zeiten. Hier sollte die Kirche sich auf keinen Fall in die 1. Reihe stellen. Die ev. Kirche droht, ihren christlichen Kern völlig zu verlieren. Zunehmend wird es die moralische Echokammer der grünen und “progressiven” Politik.

Niemand sollte sich an der Tötung eines anderen Menschen beteiligen. Und ich möchte auch nicht, dass jetzt auf Ärzte, Pfleger, Seelsorger und Christen Druck aufgebaut wird, dass sie doch bitte, wenn ein Sterbewunsch vorliegt, an dessen Umsetzung aktiv mitwirken sollen. Wer so etwas nahelegt oder verlangt, verletzt die Integrität Anderer.

In Holland wurde bereits eine demente alte Frau, die sich früher einmal in Richtung Suizid geäußert hatte, dann aber gegen ihre “Euthanasie” mehrfach und heftig gewehrt hat, trotzdem getötet – weil die Angehörigen Druck gemacht und sie festgehalten haben.

Niemand sollte verurteilt werden, wenn er einen Suizid begeht. Aber es braucht auch Stimmen für das Leben von Hochbetagten, psychisch Kranken und Schwerkranken – sie sind die Allerschwächsten. Hier sollten die Behindertenverbände und die christlichen Kirchen dem öffentlichen Druck standhalten und Schutzräume bieten, in denen “Euthanasien” nicht angeboten oder aktiv befördert werden. St. B.

Kommentare

  1. Hans Hauber

    Warten wir noch bis nach den Bundestagswahlen…
    wenn nicht Covid-19 und seine Kollegen schon ein übriges getan haben.
    Für das töten eines Tieres das Gefängnis wartet, aber Irre (Andersdenkende) aus Rücksicht auf die Normalen weghumanisiert, im Militärischen wird es als Neutralisiert werden bezeichnet.
    Da kitzelt es halt einigen, ganz besonders in den Ohren, was wollen die Leute hören…
    Die Stimmung kann ganz schnell umschlagen, wenn ich an den “Palmsonntag” und “Karfreitag” denke.

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