Im reifen Alter durfte sie zu Gott finden. Alle Illusionen von uns Hippies sind wie Luftballone geplatzt. Jesus in seiner beharrlichen Gnade hat uns zurück zum Vater gebracht. Dazu ein Bericht von Peti Bruderer:
“Im Jahre 1950 prognostizierte der christliche Apologet Francis Schaeffer in einer Kritik der theologischen Entwicklungen seiner Zeit, was die kommenden Jahrzehnte bringen würden. Seine Prognose: «Vom Modernismus kommen wir zum Agnostizismus». Er hatte recht. Die 60er Jahre brachten dem Westen als theologische ‘Errungenschaften’ unter anderem auch die ‘Gott-ist-Tot-Theologie’ oder die Geburt eines sogenannten ‘christlichen Agnostizismus’ in der Theologengilde. Der Gott der Christen schien jede Kontur zu verlieren und im Nebel zu verschwinden. Am 8. April 1966 stellt das Time Magazine auf der Titelseite die Frage: «Is God Dead?». Die junge Generation, denen Gott für tot erklärt worden war, verlagerte ihre spirituelle Suche auf andere Ebenen, weg von den Glaubenssätzen und Traditionen der christlichen Kirchen: die 68er Generation. Nur zu viele dieser Generation blieben auf der Strecke, ob nun mittellos irgendwo in einer Opiumhöhle Afghanistans, ob nun auf den Barrikaden ideologisch radikalisierter Bewegungen, ob nun in den Trümmern einer vermeintlich befreiten Sexualität, ob in den Fängen von neuen Kulten oder Gurus, ob in der Rückkehr in den Schoss einer oberflächlichen und auf materielles fixierten Gesellschaft, welche sie ursprünglich hinter sich lassen wollten.Aber da war auch Jesus. Er begegnete jener Generation da wo sie war. “The Jesus Revolution.” – titelte dasselbe Time Magazin, welches 5 Jahre zuvor ihre Ausgabe über Gott in Form einer Todesanzeige gestaltet hatte, am 21. Juni 1971. Gott mag in den Köpfen der Theologen und Influencer jener Tage zu Grabe getragen worden sein. Doch er hat den inneren Schrei einer Generation gehört und ist ihr an diesen vorbei direkt begegnet. Die Jesus-Bewegung der späten 60er und der frühen 70er Jahre gilt heute als die letzte grosse Erweckungsbewegung, welche der christliche Westen gesehen hat.War die Diagnose Schaeffers von 1950 also doch falsch? Nein, denn vollständig zitiert ging sie folgendermassen: «Vom Modernismus kommen wir zum Agnostizismus, BEVOR WIR ZU CHRISTUS KOMMEN.».Als die neue Suchbewegung der 68er die westliche Welt überrollte, war Francis Schaeffer bereit. Er hatte die Türen seines Hauses in den Walliser Bergen (L’Abri) schon lange für diese Menschen geöffnet. Der Titel eines seiner Bücher gibt seine feste Überzeugung wieder: «He Is There and He Is Not Silent» – Er ist da und er schweigt nicht. Während ich selbst also langsam auf die 50 zugehe, und heute aus aktuellem Anlass diese vergangene Zeit Revue passieren lasse, so ist mein Gebet und mein Fragen diejenige nach einem neuen Reden Gottes in unsere junge Generation hinein. Gott kann es schenken. Er ist uns vor 25 Jahren begegnet und den Blumenkindern vor 50 Jahren. Auch die Fehler meiner Generation sind IHM letztendlich kein Hindernis.Mindestens so gross wie die Frage nach einem neuen Reden Gottes in die junge Generation hinein ist für mich aber die Frage, ob mein eigenes Herz dafür bereit wäre. Tatsache ist, dass die neuen Jesus-Begeisterten vor 50 Jahren an den etablierten Strukturen und Formen gerüttelt haben, genau wie wir vor 25 Jahren auch. Wäre ich heute die Person, welche betend und stützend, weitherzig und nachsichtig die Türe auftut für das, was Gott durch eine neue Generation seiner Gemeinde und der Welt schenken möchte? Ich weiss es nicht. Aber ich hoffe es.” Peti Bruderer
