Im Fachblatt “Der Nervenarzt”

Im Fachblatt "Der Nervenarzt" publizierte der Psychiater Bert te Wildt
vor kurzem einen erschreckenden Fall: eine 28-jährigen Frau war in
ihrer Wohnung von ihren Eltern entdeckt worden, nachdem sie durch eine
Computerspiel-Sucht sich und ihre Außenwelt regelrecht vergessen hatte.
Die Frau hatte drei Jahren lang täglich bis zu zwölf Stunden vor dem
Bildschirm verbracht. Weil sie in einem Online-Rollenspiel schließlich
parallel bis zu fünf Rollen übernommen hatte, litt sie an einer
"dissoziativen Identitätsstörung". Sie wusste nicht mehr, wie spät es
war, wo sie sich befand und wer sie eigentlich war, berichtet der
Forscher von der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Grenzen
zwischen Realität und virtuellem Raum waren für sie verschwommen. Eine
zwölfwöchige stationäre Therapie half der Frau schließlich, ins reale
Leben zurückzufinden.

pro-medienmagazin.de

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