Johannes Busch hat sich nicht mundtod machen lassen. Dann hat Gott geredet.

Ein Beispiel dafür, dass gott auf sofort Gericht üben kann: Der Wittener Pfarrer Johannes Busch (Bruder von Wilhelm Busch) gehörte in der Nazi-Zeit zur Bekennenden Kirche und erlebte in den Jahren 1933 bis zu seinem Einzug als Soldat im 2. Weltkrieg alle möglichen Schikanen der SS-Leute, die diesen unerschrockenen Zeugen des Evangeliums mundtot machen wollten: Hausdurchsuchungen, Verhöre, Redeverbote, Störungen von Versammlungen usw.
Eines Tages wurde er verhaftet und nach Bochum ins Gefängnis gebracht. Es waren für ihn qualvolle Tage, weil er sich in dem schmutzigen Gefängnis eine schmerzhafte Entzündung zuzog. Und doch wurden gerade diese Tage zu einer besonders reichen Zeit.

Wilhelm Busch berichtet darüber:
„Eines Tages öffnete sich die eiserne Tür, und einer von den Wachmännern kam herein. Vorsichtig zog er die Tür hinter sich zu, setzte sich auf den Hocker und fing stockend an zu berichten: ‚Gestern Abend saßen wir in der Wachstube beieinander. Da kam das Gespräch auch auf Sie. Dabei fing einer an furchtbar zu spotten und zu lästern, dass es uns anderen fast zu viel wurde. Um 10:00 Uhr war die Wachzeit dieses Mannes abgelaufen. Er ver-
abschiedete sich umgehend von uns. Am Ausgang sind drei Steinstufen. Dort rutschte er über einer Bananenschale aus und schlug mit dem Hinterkopf so unglücklich auf die Steine, dass er sofort tot war. Da habe ich direkt gewusst: Jetzt hat Gott geredet. Ich habe Angst bekommen vor Gott. Was soll ich tun? ́
Johannes stieg es heiß in die Augen. Er wusste auf einmal, warum Gott ihn hierher geführt hatte. Und er hat die wenigen Tage seiner Haft genutzt, diesen Mann zum Herrn Jesus zu führen, der den Zorn Gottes stillt und uns Frieden schenkt.“

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