Meine Familie war nicht sehr gläubig, trotzdem wurde ich katholisch getauft, ging zur Kommunion und zur Firmung. Als Kind war ich schon sehr gläubig und ich spürte Gott in meinem Herzen.
Als ich älter wurde in der Pubertät relativierte ich die Existenz Gottes und kam auf die schiefe Bahn (Alkohol, Drogen, Zigaretten, Diebstahl, Sachbeschädigung etc.) Meine Freunde nahmen Drogen, ich damals noch nicht.
Ich hatte nachts immer wieder einen Traum, daß ich mein Augenlicht des rechten Auges verlieren werde. Wenn ich aufwachte konnte ich den Schmerz fühlen.
Mit siebzehn arbeitete ich in den Schulferien in einem Baumarkt, um Geld für einen Urlaub in Italien zu verdienen. Dort fiel ein Zementsack aus einem Hochregal aus ca 5 Meter Höhe knapp an meinem Kopf vorbei auf den Boden.
Für einen Kunden sollte ich ein Kunststoffwelldach für eine Terrasse zuschneiden.
Niemand sagte mir, daß ich eine Schutzbrille brauche. Die Kunststoffsplitter flogen in mein rechtes Auge.
Nach ein paar Tagen merkte ich, daß etwas mit meinem Auge nicht stimmt. Beim Augenarzt wurde eine Netzhautablösung festgestellt aber keine Kunststoffsplitter mehr.
Der Arzt überwies mich sofort in die Augenklinik. Dort sagten sie, daß ich gerade noch rechtzeitig gekommen bin, sonst wäre mein rechtes Auge erblindet.
Meine Netzhaut wurde mit einer Silikonblombe wieder zusammengeflickt und die restlichen Löcher gelasert. Mein Auge schmerzte einige Jahre.
Ab meinem achtzehnten Lebensjahr träumte ich immer wieder, daß ich mit einundzwanzig sterben würde an einem Unfall, was genaues wusste ich nicht. Mit einundzwanzig war ich auf einer Party mit vielen Drogen und nahm eine Überdosis.
Ich fiel in einen bewusstlosen Zustand. Ich fühlte wie mein Herz immer schneller pochte und plötzlich fühlte ich mein Herz gar nicht mehr. Ich hatte Todesangst. Mein Leben lief wie ein Film rückwärts ab.
Ich dachte jetzt werde ich sterben, ich fiel in einen endlosen schwarzen Tunnel. Ich begann zu beten zu Gott zu Allah zu Jesus…plötzlich erschien eine Hand im Tunnel und ein Stimme sprach „Nimm meine Hand und Du wirst nicht sterben“. Als ich die Hand ergriff befand ich mich in einem hellen Raum und die Stimme sagte immer wieder „Du wirst nich sterben“!
Die Todesangst verschwand und ich war sicher! Diese Nacht kam mir vor als hätte sie ein ganzes Leben gedauert! Als ich wach wurde dachte ich erst ich wäre gestorben.
Alles war so unreal! Ich brauchte eine Woche um zu realisieren, das ich noch lebe. „Was war passiert? War das eine Nahtoderfahrung? Oder waren es die Drogen und ich hab mir alles eingebildet?
Ich fing, wieder an zu Gott zu beten! Nach dieser Nacht hatte ich eine drogeninduzierte Psychose mit immer wieder kehrenden Flashbacks. Ich hatte die Wahl meine Ausbildung abzubrechen oder in die Psychiatrie zu gehen. Ich entschied mich es durchzustehen und meine Ausbildung abzuschließen.
Es war ein Jahr lang die Hölle aber Gott war immer bei mir und trug mich durch!
Ich haderte immer wieder mit dem was geschehen war, war es Gott oder nur die Drogen, was war passiert?
Nach meiner Ausbildung holte ich mein Abitur an der BOS (Berufsoberschule) nach und studierte Sozialpädagogik und Sozialmanagement in Berlin.
Während meines Studiums bekehrte ich mich mit meiner damaligen Freundin zum Glauben und übergab mein Leben an Gott.
Gegen Ende meines Studiums ging es mir sehr schlecht, ich konnte mir plötzlich nichts mehr merken und ich bekam eine sehr schwere Depression. Ich konnte nicht weiter studieren und ging zur Behandlung nach München zurück.
Dort stellten die Ärzte eine Hirnatrophie fest. Und meinten, mein Hirn sei so geschrumpft, wie bei einem achtzig jährigen und das wäre irreversibel (nicht rückgängig zu machen), vielleicht der Grund für die schweren Depressionen und die starke Einschränkung meiner Hirnleistung!
Ich war am Ende!
Ich betete immer wieder zu Gott und fragte Ihn: „Bist Du noch auf meiner Seite oh Gott?“ Es kam keine Antwort. Einige Tage später fuhr ich mit meinem Moped zum Goetheplatz (München).
Als ich meinen Helm abnahm fragte mich ein Obdachloser (Bettler), ob ich Kleingeld für Ihn hätte? Ich sagte: „Leider nicht!“ Er antwortete: „Das macht nichts! Hauptsache Du weißt, daß Gott auf Deiner Seite ist!“ Er sagte es 3 mal!
In Folge war ich in der Psychiatrie zur medikamentösen Behandlung und später in einer psychosomatischen Klinik!
Ohne Gott hätte ich das nicht durchgestanden, ich war sehr suizidal!
Gott bewahrte mich immer wieder vor gefährlichen Situationen, die mich mein Leben hätten kosten können!
Ich beschloss nicht aufzugeben und in meinem alten Beruf zurückzukehren und ein normales Leben zu führen!
Ich musste jährlich eine Kernspintomographie (MRT) meines Hirnes machen lassen.
Bei der ersten Untersuchung nach meinem Erstbefund meinten die Ärzte, daß etwas mit den Bildern vom Erstbefund nicht stimmen kann, da die Hirnatrophie auf den neuen Aufnahmen kleiner sei.
Diese Aussage wiederholte sich von Jahr zu Jahr. Irgendwann hieß es, das keine Hirnatrophie mehr erkennbar sei.
Während dieser Zeit und auch danach, hatte ich mit einigen familiären und privaten zusätzlichen Problemen zu kämpfen.
Auch hier war Gott immer bei mir und stütze mich und bewahrte mich des Öfteren vor schlimmeren, bis heute.
Heute trage ich immer noch das Kreuz der Depression mit mir!
Aber mit Gott wird es erträglich!
Ich bete jeden Tag im Namen Jesu zu Gott und bitte, Ihn mein Leben mein Herz meine Seele in Seine Hände zu nehmen und das daraus zu machen, was Er für mich vorgesehen hat…
Da viele Dinge, die mir passiert sind Anfechtungen waren.
Gott will nicht, daß wir die Zukunft kennen und er würde uns mit einem solchen Wissen nicht belasten wollen.
Darum ergreife ich im Gebet jeden Tag die Waffenrüstung Gottes (Epheser 6,10-18), so habe ich gelernt die Lüge von der Wahrheit zu unterscheiden.
Vielen Dank, daß Ihr (mein) eigentlich Sein Zeugnis gelesen habt!
Und auch Danke für alle eure Gebete für mich!
Übrigens hat (mein) Sein Zeugnis kein Copyright, daß heißt, daß Ihr es weitergeben könnt, mit oder ohne meinem Namen, schriftlich oder digital.
Vergesst nicht wir sind alle Kinder Gottes und wir werden alle von Ihm beschützt!
Eure Bewahrungsgeschichten und eure (Seine) Zeugnisse sind alle sehr wertvoll und sollten erzählt werden!
Bewahrungsgeschichten über Fastunfälle die unser Gott verhindert hat, sind auch sehr wichtig!
Ich möchte euch ermutigen das auch für Gottes Reich zu tun, den dies ist die Saat! Schaut aber nicht zurück ob sie aufgeht, denn den Rest wird Gott tun!
Ich werde (mein) Sein Zeugnis jetzt immer schriftlich bei mir tragen und es wenn Gott will weitergeben!
Gottes Segen für euch alle!
LG
Frank Beck
