Hätte Trotzki den Kampf um die Macht nach Lenins Tod gewonnen, dann hieße die Terrorperiode in der Geschichte der Sowjetunion “Trotzkismus” und nicht “Stalinismus”. Es ist dazu noch ein Rätsel, wie die Massenmörder des 20. Jahrhunderts bis heute so viele Anhänger finden. Nun, daß Leo Trotzki bei dem Machtkampf mit Stalin zu Schaden gekommen ist liegt in der Natur von skrupellosen Diktatoren wie Stalin einer war. Schade nur, daß Stalin nicht das gleiche grausame Schicksal ereilte welches er millionenfach anderen, meist unschuldigen Menschen, erleiden ließ. Aber Gott wird beide Massenmörder ins Gericht bringen.
Seine Flucht, Todesahnung und seine falschen Hoffnung: “Als Trotzki 1937 mit dem Schiff nach Mexiko reiste, war er noch voller Tatendrang, das Künstlerpaar Diego Rivera und Frida Kahlo bereiteten dem Revolutionär einen warmherzigen Empfang; mit Frida, der kapriziösen Malerin, hat Trotzki eine ebenso leidenschaftliche wie kurze Affäre. Doch nun wirkt er oft niedergeschlagen, der 60-Jährige sieht bereits das Ende nahen. In seinem Testament vom Frühjahr 1940 schreibt er: “Ich werde als proletarischer Revolutionär sterben, als Marxist, als dialektischer Materialist und folglich als unversöhnlicher Atheist. Mein Glaube an eine kommunistische Zukunft ist heute noch stärker als in meiner Jugend.” Süddeutsche.de
