Neue Menschenschädel in Georgien entdeckt. Muß das Evolutionsmärchen des Menschen schon wieder umgeschrieben werden?

Ein in Georgien ausgegrabener Schädel bringt die Einteilung der menschlichen Anthropologie ins Wanken („Zeit“, „Süddeutsche“ und „Focus“). Ja. es ist viel am Wanken in der sonst so überzeugten Wissenschaft. Zwei namhafte Vertreter der wissenschaftlichen Zunft machten sich i letzter Zeit so ihre Gedanken und äußerten jetzt Aufsehen erregende Ideen. Es geht dabei allerdings nicht um diese Schädel aus Georgien, vielmehr um ihre Zweifel an der Evolutionstheorie:

„Der Wissenschaftsphilosoph Bradley Monton lässt den Atheismus hinter sich, um Intelligent Design objektiv zu beurteilen.
Man muss nicht an Gott glauben, um den Wert des Intelligent Design anzuerkennen. Der Philosophieprofessor der Universität von Colorado ist ein typisches Beispiel. In seinem Buch „Seeking God in Science: An Atheist Defends Intelligent Design“ („In der Wissenschaft nach Gott suchen: Ein Atheist verteidigt Intelligent Design“) erklärt Monton, warum er denkt, dass die Hypothese Wert habe, obwohl er der Überzeugung sei, dass deren Schlussfolgerungen letzten Endes falsch seien. Hier tut er dasselbe, bevor er erklärt, welche Art einer wissenschaftlichen Entdeckung es bräuchte, damit er seinen Skeptizismus endlich aufgeben und die Existenz eines Schöpfers annehmen würde – ein Durchbruch, den er tatsächlich begrüßen würde, und sei es nur, damit die langjährige Ungewissheit beendet würde, die den Ursprung des Lebens umgibt.
Was führt Sie dazu, Intelligent Design (ID) ernst zu nehmen?
ID-Erforschungen sind Teil einer langen Tradition in der Philosophie, die Natürliche Theologie genannt wird – die Suche in der natürlichen Welt nach Hinweisen für die Existenz Gottes. Intelligent Design hat auf den ersten Blick den Stellenwert dieser langen philosophischen und wissenschaftlichen Tradition. Das ist ein Grund, weshalb ich denke, dass ID ernst genommen werden soll. Zum anderen ist es so, dass ich die Argumente der ID-Gegner zu sehr emotionsgeladen finde und intellektuell nicht so stabil wie man es sich wünschen würde. Mich nerven meine Mit-Atheisten, die schlechte Argumente gegen Intelligent Design präsentieren und dann von allen erwarten, dass sie glauben, sie hätten die Debatte aufgelöst mit diesen schlechten Argumenten.
Warum, was denken Sie, dass manche Wissenschaftler es ablehnen, Intelligent Design ernst zu nehmen?
Das ist eine schwierige Frage, denn es ist eine Angelegenheit der menschlichen Psychologie und Soziologie. Aber ich würde sagen, dass manche Atheisten einen Fundamentalismus zeigen, der sie daran hindert, sich schon nur vorstellen zu können, dass ein vernünftiger, rationaler und intelligenter Mensch eine Sicht haben kann, die von seiner eigenen abweicht. Andere glauben, dass die Wissenschaft das A und O sei – dass sie alle wichtigen Fragen über die Realität beantworten könne. Es gibt sogar Wissenschaftler da draußen, wie zum Beispiel der Theoretische Physiker Steven Weinberg, die verkünden, dass weder Religion noch Philosophie uns irgend etwas Wichtiges über die Welt sagen kann. Ich bin da völlig anderer Meinung. Die Philosophie ist tatsächlich ein wichtiges Feld der Forschung. Sie kann die Art von ethischen Wahrheiten herausfinden und was spezifische Wahrheiten sein können. Philosophie kann auch genutzt werden, um die Existenz Gottes auf eine Art zu untersuchen, wie das die Wissenschaft nicht kann.
Sie schreiben in Ihrem Buch, dass Sie Intelligent Design nicht vollständig zustimmen können. Was sind Ihrer Meinung nach einige Schwächen von ID?
Es gab eine Zeit, da hätte ich gesagt, dass die größte Schwäche der ID-Befürworter in dem Versagen liegt, eine Theorie auf den Tisch zu stellen, die nachprüfbare Voraussagen macht, aber das alles änderte sich mit Jonathan Wells Buch „The Myth of Junk DNA“ (Der Mythos von der Müll-DNA). Darin sagte Wells voraus, dass diese vorgebliche Müll-DNA – die DNA-Sequenzen, von denen viele Wissenschaftler behaupteten, dass sie nutzlos seien – absichtlich für die Struktur der menschlichen Biologie dort sei. Nun, im Laufe des letzten Jahres oder so hat empirische Forschung gezeigt, dass es tatsächlich viel weniger Müll-DNA ist, als Wissenschaftler bisher dachten. Das ist einfach ein großartiges Beispiel einer nachprüfbaren Voraussage, die von einem Befürworter von Intelligent Design gemacht wurde, und sich als erfolgreich herausgestellt hat.
Warum können Sie dann Intelligent Design dennoch nicht vollständig unterstützen?
Ich glaube, dass ID-Wissenschaftler immer noch viel mehr an nachprüfbaren Voraussagen machen sollten. Ich verstehe, dass dies schwierig ist. Ich sage nicht, dass es ein einfaches Projekt ist. Wie auch immer, es wäre schön, wenn sie ein vollwertiges Forschungsprogramm hätten, das zur Entwicklung von Theorien in der Wissenschaft führen würde. Ich denke, dass es möglich ist, obwohl es unglaublich schwierig ist, mit neuen wissenschaftlichen Theorien aufzutauchen, die in einem Paradigmenwechsel resultieren würde. Nun, es waren nur Leute wie Newton, Einstein und Copernicus, die dazu fähig waren. Aber man weiß nie, vielleicht wird eines Tages jemand eine Theorie entwickeln, die den Paradigmenwechsel bringt, die es fertigbringt, Intelligent Design in dem Prozess zu fördern.
Und was sind die Stärken von Intelligent Design?
Die größte Stärke ist, dass es dazu führt, dass Menschen sehr vorsichtig über das Ausmaß nachdenken, in dem ein wissenschaftlicher Beweis für entweder Gott oder sonst einen Schöpfer besteht. Dazu sind die spezifischen Argumente selbst auch interessant und wichtig zu bedenken. Zum Beispiel finde ich Michael Behes Forschung zu irreduzibel komplexen biologischen Systemen eine extrem überzeugende Forschungslinie, selbst wenn es sich herausstellen sollte, dass es ein fehlerhaftes Argument ist. Es hilft einfach dem Vorankommen der Wissenschaft, wenn man Argumente wie das von Behe auf den Tisch legt.
Dasselbe gilt auch für die mehr physikbasierten Felder des Intelligent Design, wie etwa die Studien, welche von Guillermo Gonzalez und Jay Richards durchgeführt wurde. Sie glauben, dass unser Universum ideal gelegen ist, nicht nur für die Existenz des Lebens, sondern auch für seine Beobachtbarkeit. Warum gibt es einen Zusammenhang zwischen den von Geschöpfen wie uns bewohnbaren Regionen des Universums und den Regionen, die besonders geeignet sind, um das Universum zu beobachten und darüber zu lernen? Das ist eine interessante Frage, aber soweit ich weiß, hat noch nie ein atheistischer Physiker darüber nachgedacht, bis Gonzalez und Richards die Szene betraten. Verteidiger des Intelligent Design bringen die Menschen dazu, auf neue Arten über die Wissenschaft und wissenschaftliche Forschung nachzudenken.“ jonaserne.blogspot.de/201…ns-ein-interview-mit.html

„Thomas Nagel hat in Oxford und Harvard studiert, lange Jahre in Princeton unterrichtet und lehrt seit mehr als dreißig Jahren an der New York University. Er ist ein Schüler des angesehenen Harvard-Professors John Rawls. Bekannt wurde Nagel durch seinen wissenschaftskritischen Aufsatz „Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?“ Darin stellt er fest, dass uns die Wissenschaft viel, aber nicht alles sagen kann. Selbst wenn wir das Gehirn einer Fledermaus vollständig beschreiben könnten, wüssten wir dadurch immer noch nicht, wie es sich anfühlt, eine Fledermaus zu sein.
 Auch in seinem Buch „Geist und Kosmos“ geht es um die Grenzen von Naturwissenschaft. Nagel findet es rätselhaft, wie Leben aus toter Materie entstanden sein soll und hält die gängige Theorie vom Darwinismus für fehlerhaft. Ein „reduktionistischer Materialismus“, nachdem alles in der Welt auf die Beschaffenheit der Atome zurückzuführen ist, ist für Nagel nicht mehr überzeugend. Der wissenschaftliche Naturalismus, der „stark auf spekulative darwinistische Erklärungen“ angewiesen sei, sei „bis an die Zähne“ gegen Angriffe von religiöser Seite bewaffnet. Worte, die sich wohl nur ein Forscher am Ende seiner Karriere leisten kann. Jungen Wissenschaftler, die öffentlich Zweifel an der Evolutionstheorie äußern, ergeht es nicht gut.
Die größte Sprengkraft von Nagels Buch besitzt das erste Kapitel. Darin gibt der Philosoph zu verstehen, dass die naturalistische Weltanschauung nun einmal nach wie vor spekulativ sei. Je mehr Einzelheiten wir über die Vertracktheit des genetischen Codes erfahren, desto unglaubwürdiger werde die gängige Erklärung der Evolutionsanhänger, schreibt Nagel. Es sei höchst unplausibel, dass das Leben das Ergebnis einer Reihe von Zufällen sein soll. Eine Sensation: Nagel schreckt nicht einmal davor zurück, bekannte Anhänger des Intelligent Design zu zitieren: etwa Michael Behe, Stephen C. Meyer oder David Berlinski. Der ausdrücklich nicht-gläubige Nagel findet: Auch wenn diese Autoren ihre Motivation zumindest teilweise aus ihren religiösen Überzeugungen bezögen, verdienten sie den Spott, mit dem man ihnen gewöhnlich begegnet, nicht.“ www.pro-medienmagazin.de/…on=detail&newsid=7187

Die Bibel wird durch die Wissenschaft immer wieder bestätigt, die atheistischen und materialistischen Theorien erweisen sich nach und nach als Irrtum. Greif’ zur Bibel, wenn du die Wahrheit wissen willst!

Kommentare

  1. wtf

    Die “sonst so überzeugte Wissenschaft”? Wäre die Wissenschaft “so überzeugt”, betriebe man keine Wissenschaft in diesem Feld. Selbstkorrektur statt der Akzeptanz von Dogmen ist eine der großen Stärken dieser Methode des Erkenntnisgewinns.

    Was sind eigentlich “atheistische und materialistische Theorien”? Eine atheistische Theorie müsste eine positive Aussage über die Nichtexistenz Gottes treffen. Dazu gehört die Evolutionstheorie explizit NICHT.

    Ich vermute, dass “atheistisch” bedeuten soll, dass eine Theorie euren speziellen Glaubensvorstellungen widerspricht. Das ist aber nicht automatisch atheistisch, dnen immerhin gibt es genug Gläubige, die mit der Evolution als Tatsache klar kommen.

    Eine naturwissenschaftliche Theorie muss insofern “materialistisch” sein, als dass sie sich nur innerhalb dessen Grenzen als Naturwissenschaft bewegen kann. Da eine Theorie eine Modellbeschreibung ist und eben nur einen Teil der Realität beschreibt, trifft sie aber auch keine Aussagen über Materialismus/Physikalismus und dessen Falschheit oder Richtigkeit.

    Würdest du die Gravitationstheorie oder Atommodelle denn auch als “materialistisch” bezeichnen? Vermutlich nicht.

    Wenn “die Wissenschaft” die Bibel, genauer wohl deine oder eure Lesart der Bibel, immer wieder bestätigen würde, dann gäbe es doch diese ganzen “atheistischen und materialistischen Theorien” doch gar nicht. 🙂

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