“Dass Sean Combs einmal weltberühmt werden würde, war kaum abzusehen. 1969 geboren, wuchs er im New Yorker Stadtteil Harlem auf, einer Gegend, die damals geprägt war von Arbeitslosigkeit, Gewalt und Crack. Die Mutter war Model und schulische Hilfskraft, der Vater Drogendealer. Er wurde erschossen, als Combs zwei Jahre alt war. Schon als Kind hatte Sean Probleme, seine Aggressionen zu kontrollieren. Daher kommt auch sein erster von vielen Künstlernamen: Puff Daddy. Er stammt vom englischen Sprichwort «to huff and puff», zu Deutsch: keuchen und schnaufen. Im übertragenen Sinne: sich lautstark ärgern.
Dennoch schaffte er es bis an die Universität, wo er Betriebswirtschaftslehre studierte. Nach ein paar Semestern brach er aber ab – und begann das zu tun, wofür er später berühmt werden würde.
Combs erhielt einen Job als Musikproduzent bei Uptown Records, einem einflussreichen Plattenlabel in New York. Er arbeitete mit bekannten Künstlern zusammen. Dann gründete er sein eigenes Label: Bad Boy Records – der Grundstein für seinen Erfolg.
Namhafte Rapper und R&B-Grössen waren bei ihm unter Vertrag: Faith Evans, Mase oder The Notorious B.I.G. Letzterer wurde im Jahr 1997 erschossen – wohl als Folge des gewaltsamen Konflikts zwischen Rappern der Ost- und der Westküste der USA.
Die Ermordung von Notorious B.I.G. führte dazu, dass Sean Combs selbst zu rappen begann. Mit «I’ll Be Missing You», einer Coverversion von «Every Breath You Take» der Band The Police, schrieb er eine Hymne auf den toten Musiker – und landete damit einen Hit, den man auch heute noch im Radio hört. Das dazugehörige Album «No Way Out» wurde über sieben Millionen Mal verkauft und mit einem Grammy ausgezeichnet. “Combs schafft es ins Guinness-Buch als erfolgreichster Rap-Produzent, gewinnt zahlreiche Musikpreise und hat im Jahr 2022 ein Vermögen von geschätzt einer Milliarde Dollar. Ermutigt von Venturas Vorgehen, haben bis heute über zehn weitere Personen den Musikboss verklagt. Ihre Vorwürfe klingen alle ähnlich: Es geht um Vergewaltigungen, um Missbrauch, um verabreichte Drogen.
Eine dieser Personen war gerade einmal siebzehn Jahre alt. In ihrer Klage erzählt die Frau, dass sie 2001 von einem Mitarbeiter von Combs eingeladen worden sei, mit einem Privatjet nach New York zu fliegen, um dort den Rap-Produzenten kennenzulernen. In seinem Studio soll sie anschliessend von drei Männern vergewaltigt worden sein – auch von Combs selbst. Die Frau sei erst wieder zu sich gekommen, als sie auf dem Boden eines Badezimmers in Fötusstellung aufgewacht sei.
Die meisten dieser Vorwürfe stammen von Frauen. Aber auch ein Mann hat Klage eingereicht: der Produzent Rodney Jones. Als er zusammen mit dem Rapper an seinem letzten Album arbeitete, das 2023 erschienen ist, soll er laut eigenen Angaben unter Drogen gesetzt und zu Sex mit Prostituierten gezwungen worden sein. Zudem sei Combs auch ihm gegenüber sexuell übergriffig geworden. Nach seiner Verhaftung im Luxushotel sitzt Sean Combs nun in Untersuchungshaft, und zwar in einem Gefängnis, wo bereits Prominente mit ähnlicher Vergangenheit eingesperrt waren: R. Kelly, verurteilter Sexualstraftäter, oder Ghislaine Maxwell, Komplizin des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Sean Combs könnte nun der Nächste sein.” NZZ P.Diddy wird jetzt den Rest seines Lebens hinter Gittern zubringen, Danach erwartet ihn das Gericht Gottes. Wir können Gott nur jeden Tag danken, dass er uns aus dieser verlogenen Musikwelt und ihrem Satanismus und ihrer damit verbunden Menschenverachtung befreit hat.
«Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen liessen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst.» (1 Pt. 4, 1–4)
