Ramadan: Heute ist die “Nacht der Macht”. Heute hat sich unser türkischer Freund B. zum Herrn bekannt.

Die Macht Jesu war und ist stärker. Beten wir für ihn.

Jesu Einmaligkeit nach Koran und Sunna

In Bezug auf Jesus erscheint der Koran widersprüchlich. So ist er einerseits bewusst antichristlich: Jesus sei nur ein Prophet und nicht Gottes Sohn, durch ihn könne man nicht Vergebung der Sünden und ewiges Leben erlangen, er sei auch nicht gekreuzigt worden. Andererseits enthält der Koran Aussagen über Jesus, die dem Neuen Testament sehr nahe kommen. Wie diese positiven Aussagen über Jesus in den Koran gekommen sind, darüber kann man nur spekulieren. Sind sie im Zuge der zahlreichen Anleihen, die der Koran ganz offensichtlich bei der Bibel genommen hat, nur aus Versehen mit hineingerutscht? Oder sind sie bewusst aufgenommen worden, um Christen den Islam annehmbar zu machen? Ganz offensichtlich ist Mohammed aber an der christlichen Überlieferung von Jesus nicht vorbeigekommen.

Auch nach dem Koran ist Jesus nicht nur irgend einer der Propheten, sondern er ist einmalig:

Jesus ist durch Gottes Wirken von einer Jungfrau geboren als ein sündloser Knabe (Sure 3,47; 19, 18) – Mohammed nicht;

Jesus ist also ohne Sünde (Rechtsschule Malik bin Anas) – Mohammed nicht,

Jesus ist das Wort Allahs (Sure 4,171; Joh. 1,1) – Mohammed nicht,

Jesus ist die Barmherzigkeit Allahs (Sure 19,21) – Mohammed nicht,

Jesus ist ein Zeichen für alle Welt (Sure 19, 21; 21,91) – Mohammed nicht,

Jesus tut Wunder (Sure 3, 49 ff.) – Mohammed nicht,

Jesus sollen die Menschen gehorchen, sein Evangelium hören (Sure 5, 46.47; 43, 63)

Jesus wirkt nur mit seinem Wort – Mohammed wirkt mit Wort und Schwert,

Jesus ist der Messias, der Christus (Sure 4,171) – Mohammed nicht.

Zu einer neuen Bedeutung des „Messias-Namens“ im Koran kommt man, wenn man ihn nicht aus dem Hebräischen herleitet und übersetzt (Maschiach = Gesalbter), sondern phonetisch herleitet vom arab. Verb „MeSeHe“ – waschen, reinigen = „MeSiiH“ = „Der, der (Menschen von Sünden) reinigt“4,

Jesus ist von Allah in den Himmel aufgenommen worden (Sure 3,55) – Mohammed nicht.

Jesus wird am Tag der Auferstehung der Toten zum Gericht wiederkommen (aus Hadith Abu Huraira) – Mohammed nicht.

Nach diesen Feststellungen ist Jesus selbst nach dem Koran größer als Mohammed. Das allerdings wird ein überzeugter Muslim, entgegen aller Logik, vehement bestreiten. Um nicht in solche Fragestellungen verwickelt zu werden, deshalb wird zwischen Muslimen wenig über Jesus geredet. Nur im Gespräch mit Christen brüstet man sich damit, dass Jesus doch auch im Islam als großer Prophet anerkannt werde.

Die positiven Aussagen des Koran über Jesus, die dem Neuen Testament nahekommen, können Anknüpfungspunkte für die Verkündigung des Evangeliums sein. Wenn im Koran gesagt ist, dass Jesus ein „Zeichen für die Welt“ ist und man auf sein Evangelium hören soll, so ist zu fragen, wo man denn Jesu Evangelium findet? Im Koran ist es nicht aufgezeichnet, sondern im Neuen Testament. Also lest und hört dort, was Jesus euch mit seinem Evangelium zu sagen hat! Lest und hört, was die Augen- und Ohrenzeugen Jesu von ihm berichten und bezeugen!  Francesco Maggio, „Christus für Muslime“, S. 32-34, Schwengeler Verlag

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