“Eine letzte, besonders bedrückende Erkenntnis konnte man übrigens gewinnen, wenn man – wie ich – am Wahlabend mit dem Auto ein paar Wahlpartys verschiedener Parteien in Berlin angesteuert hat.
Auf der Fahrt durch die Hauptstadt fällt auf, dass es zwei Arten von Gebäuden gibt, die dauerhaft mit großem Polizeiaufgebot geschützt werden müssen: Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde – und Büros der AfD. Jüdische Häuser sind von gewaltbereiten Antisemiten bedroht. AfD-Büros sind von gewaltbereiter Antifa bedroht. Manchmal, sagen die Polizisten, sind die jeweiligen Gewalttäter auch personalidentisch. Das ist die wirkliche Gefahr für unsere Demokratie.” Von Alexander Heiden/TE
Gespalten ist das Land schon lange. Der Graben wird noch tiefer, die Auseinandersetzungen noch heftiger werden, je weiter es mit dem Land bergab geht. Oh ja, das Land ist doch schon seit Jahren gespalten, und wir lassen uns schön brav immer weiter gegeneinander aufhetzen: Ossi gegen Wessi, Alt gegen Jung, Familie gegen Singles, Rentner gegen Pensionäre, Beamte gegen Angestellte, Geimpfte gegen Ungeimpfte, Links gegen Rechts usw. usf. Die alten und neuen Bundesländer sind nach über 30 Jahren wieder gespalten. Die Brandmauer steht jetzt. Wenn die Eliten eines aus 1989 gelernt haben, dann das: man darf ein Volk nie zur Einigkeit führen. Man muss es mit sich selbst und seinem Neid, Hass, seiner Hetze und der Missgunst beschäftigen, damit niemand auf die Idee kommt, Rechenschaft zu verlangen und den Verursachern auf die Finger zu klopfen. Ab und zu schmeißt man ein paar schimmlige Krumen hin, dann stürzt sich der Pöbel drauf und ist glücklich.
Unsere Nationalhymne handelt jedoch von der Sehnsucht nach Einheit, Recht und Freiheit für alle Bürger. Sie betont die Bedeutung dieser Werte für das Glück des Landes und ruft dazu auf, gemeinsam für diese Ideale zu streben. Woher kommt Einigkeit und Recht und Freiheit?
Wenn man einen Hund und eine Katze am Schwanz zusammenbindet, dann hat man zwar in gewissem Sinn eine Einheit, aber noch lang keine Harmonie! Einigkeit und Harmonie finden wir nur durch Jesus. Nichts verbindet Menschen mehr, als ihre gemeinsame Liebe zu Jesus und seinem Wort der Wahrheit.
Noch ein frommer Einheitsgedanke:
Ist Ihnen je aufgefallen, dass hundert Klaviere, die alle nach der gleichen Stimmgabel gestimmt werden, automatisch aufeinander abgestimmt sind? Sie sind alle dadurch eins, dass sie nicht aufeinander, sondern nach einem anderen Standard gestimmt wurden, vor dem sich jeder beugen muss. Wenn so hundert Gläubige zusammen sind und alle auf Jesus schauen, sind sie im Herzen einander näher, als sie sein würden, wenn sie ihre Augen von Jesus wegnehmen würden, um selbst für eine engere Gemeinschaft zu streben.
A.W. Tozer
