Silvester: Deutschlands Freiheit wird nicht durch eine Kofferraumladung Böller verteidigt.

Die Szenen am Sylvesterabend in den deutschen Städten sehen nach Bürgerkrieg in gesetzeslosen Gebieten aus. Die Ursache sind nicht bei den Böllern zu verorten sondern anderswo. Die Böllerei artet auch kommerziell aus. Es werden “Kugelbomben” verkauft, die im Mißbrauch zu schlimmsten Verletzungen führen. Geworben wird mit “Inferno”. Da ist es nicht mehr nötig, die Übeltäter von Silvesternächten wie in Berlin zu nennen, die extra eingereist sind um für dieses Inferno zu sorgen, Menschenleben zu gefährden und das auch noch zu filmen.

Der Staat geht jedoch wacker voran mit dem Verböllern: Seine Finanzen zerstäubt er in alle Richtungen – und keiner kann sich daran freuen!

Seit der chinesischen Song-Dynastie vor über 1000 Jahren, wo man wohl das Feuerwerk erfand, ziehen Feuerwerke weltweit die Menschen in ihren Bann. Auch dieses Jahr werden wir Deutschen in sechseinhalb Stunden beginnen, 193 Millionen Euro (und leider auch jede Menge Feinstaub!) in die Luft zu jagen. Feuerwerk! Allein schon der Begriff lässt vor unserm inneren Auge sprühende Funken und helles Funkeln, gleißendes Glitzern und bunte Lichter entstehen. Irgendwie schön. Und so gibt es auch ein Feuerwerk der Turnkunst, Feuerwerk der Volksmusik, Feuerwerk der Geschmacksnerven, Feuerwerk der Glücksgefühle oder wie Andreas Bourani es in seinem Song “Ein Hoch auf uns” mal ausgedrückt hat: “Ein Feuerwerk der Endorphine”.

Und im Radio lief ein Song von Wincent Weiss: “Leben wie ein Feuerwerk” Und auch Max Giesinger singt von einer Art himmlischen Feuerwerk: “Wenn wir uns begegnen, dann leuchten wir auf wie Kometen.”…. In Psalm 97,11 heißt es: “Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen.” Das heißt doch: Gott schenkt dem Gerechten, und das ist in der Sprache der Psalmen der, der ihm ganz vertraut, immer wieder Lichtblicke. Er schenkt uns Lichtblicke, Freudestrahlen, Trostglanz, Hilfefunken, Kraftschöpfungsleuchten… Das Schöne am Feuerwerk ist: Es leuchtet hell mitten in der Nacht. Also dann, wenn es ringsum dunkel ist. Und so ist es auch mit Gottes Leuchtraketen: Auch wenn in dieser Welt vieles dunkel ist und im Argen liegt, dennoch schenkt er uns helle Lichtblicke. Und so möchte ich einfach mal fragen: Was waren die Lichtblicke deines Lebens im vergangenen Jahr? Was waren helle Momente? Wo du auch ein Feuerwerk aus Endorphinen, aus Glücksgefühlen verspürt hast? Und dann denke ich: Jesus will auch uns gebrauchen, um für andere ein Lichtblick zu sein. Sagt er nicht: “Ihr seid das Licht der Welt.” (Matthäus 5,14)?

Am dunklen Nachthimmel dieser Welt braucht es Menschen, die für Jesus leuchten! In Lukas 12,35 sagt er: “Lasst eure Lichter brennen!” Wo können wir im neuen Jahr für einen anderen Menschen ein Lichtblick, ein Bote der Liebe Gottes sein? Einen Kranken besuchen? Streitende zur Versöhnung ermutigen? Den ersten Schritt wagen und um Verzeihung bitten? Eine Patenschaft für ein Kind in Afrika anfangen? Den Kurs für Sterbebegleiter mitmachen, der bei uns im Januar beginnt? Es sind vielleicht nur kleine Leuchtspuren am dunklen Nachthimmel – aber es kann einem Menschen einen Lichtglanz ins Gesicht zaubern. (G Cochlovius)

Inmitten der gespaltenen Menge von Böllerfans und Knallkörperverbieter sollten Christen ein liebender und verkündigender Lichtblick sein. Wir sind halte kein Knallköpfe, sondern Verkündiger des göttlichen Lichts. Möge uns und unseren Mitmenschen ein Licht im Herzen aufgehen.

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