Spinnen erinnern mich an Atheisten.

“Im Eichenlaub des Waldes webt eine Spinne ihr Netz. Sie hat noch nie einen Menschen erblickt, denn ihre Augen können nur 8 Zentimeter weit sehen. Alles, was weiter weg liegt, ist ihr unbekannt und gehört nicht zu ihrer Welt, die ja nur einige Quadratzentimeter groß ist. Das Unbekannte überlässt sie den Träumern. Sie hält sich für das höchste Wesen der Schöpfung und webt ihr silbernes, radförmiges Netz. Neben ihr ist eine andere Spinne an der Arbeit.

Unsere Spinne reckt den Hals und fragt ihre Nachbarin: „Hast du in deinem Leben auch schon einen Menschen gesehen?” „Noch nie!”, sagt die Angesprochene erstaunt. „Ich auch nicht!”, spottet die andere. Und dann lachen die beiden, dass ihre feinen Gewebe erzittern. Einige Meter von ihnen entfernt geht ein Waldarbeiter vorüber. Die Spinnen sehen ihn nicht und sagen darum: „Ein Mensch? Ha, ha! Hab noch nie einen gesehen!” Weil sie ihn noch nie gesehen haben, bezweifeln sie seine Existenz.

Vielleicht denken Sie, vernünftiger Mensch, geradeso wie die Spinne: „Gott? Ha, ha! Hab Ihn noch nie gesehen!” In der Bibel steht geschrieben: „Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!” (Psalm 14,1)

Es liegt nicht an Gott, törichter Mensch, aber an Ihnen und dem kleinen Kreis, worin Sie sich stets bewegen, dass Sie auf solch beschränkte Gedanken kommen. Gott, der alles was Sie sehen geschaffen hat, wohnt außerhalb Ihres begrenzten Horizontes. Aber auch Ihr Leben besteht durch die Gnade Gottes. Und ER, dessen Existenz Sie leugnen, interessiert sich für Sie. ER hat Sie lieb und seine göttliche Liebe will Sie glücklich machen.”

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