Weihnachten und der stinkende Mist im Stall.

Stell Dir das mal vor: Donald Trump hätte nach seiner Wahl und vor seiner Einsetzung als Präsident erst einmal all sein Geld und seinen Besitz weggegeben. Und dann hätte er gesagt: Die Tage bis ich eingesetzt werde nutze ich, um zu schauen, wie es den Armen in meinem Land geht. Deshalb werde ich für einige Zeit als Obdachloser leben, ohne Scheckkarte, Bodyguards und Handy.

Unvorstellbar. Aber die Weihnachtsgeschichte ist sogar noch unglaublicher! Hier ist es der Schöpfer und Herrscher des Universums, der ein Kind einfacher, armer, verfolgter und bedeutungsloser Eltern wird. Was sagt das aus über unseren Gott? Über seine Liebe für uns? Wir dürfen neu das Staunen lernen über diese unglaubliche Geschichte und diesen unglaublichen Gott!

Der Dreck, Mist und Gestank im Stall ist also kein Störfaktor in der Weihnachtsgeschichte, im Gegenteil: Gerade der Mist bringt zum Ausdruck, wie Gott ist! Wie sehr er uns liebt! Wie opferbereit seine Liebe für uns ist!

Aber der Mist hat noch eine weitere Bedeutung. Die große Frage ist ja: Aus welcher Quelle kommt eigentlich all der Mist, die Gewalt, der Krieg, die Unterdrückung, die Verachtung, die Ausgrenzung, einfach all diese Dunkelheit in der Welt, von der auch in der Weihnachtsgeschichte berichtet wird? Wenn wir die Bibel ernst nehmen kommt all das aus unserem menschlichen Herzen! So sagt es Jesus zumindest:

Denn von innen, aus dem Herzen eines Menschen, kommen böse Gedanken wie Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Vergnügungssucht, Neid, Verleumdung, Stolz und Unvernunft. (Markus 7, 21)

Puh, das klingt aber nicht sehr nett. Wir wollen doch alle lieber herzensgut sein. Wir empfehlen einander gerne: Folge Deinem Herzen! Und dabei gehen wir davon aus, dass unser Herz gut ist und uns guten Rat gibt. Aber wenn wir ehrlich sind spüren wir: Unser Herz ist tatsächlich nicht so sauber, nicht so menschenfreundlich, wie wir uns das gerne vormachen. Wenn Gott auf unser Herz blickt sieht er so manches, was ihm stinkt und zu dem er sagt: So ein Mist! Dieser Neid, den er da hat. Diese Lügen, die sie verbreitet, um groß rauszukommen. Diese Vergnügungssucht, durch die er seine Zeit für Quatsch vergeudet. So ein Mist…

Die größte Nachricht von Weihnachten ist deshalb: Jesus scheut den Mist unseres Herzens nicht! Er kommt genau an diesen dunklen Ort, den wir vor allen verstecken wollen und den am besten niemand sehen soll. Aber Moment. Ist das wirklich eine gute Nachricht, wenn Jesus die Abgründe unseres Herzens aufdeckt?

Tatsächlich ist das nicht angenehm. Und trotzdem ist das eine gute Nachricht! Denn nur wenn Jesus in unser Herz kommen darf mit all den Fehlern, den dunklen Stellen, der Schuld und der Sünde, nur dann kann er unser Herz auch heilen. Nur dann kann er Vergebung bringen. Nur dann kann er Frieden bringen.http://blog.aigg.de/

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