Kurz gesagt: Ja. Die Bibel will, dass wir nicht im Ungewissen bleiben. Wer seine Sünden Jesus bekennt und ihn als Retter und Herrn annimmt, dem sind sie vergeben. Die Gewissheit gründet sich nicht auf Gefühle, sondern auf Gottes Zusagen in seinem Wort und auf das Zeugnis des Heiligen Geistes.
Ist es nicht anmaßend, sich der Vergebung sicher zu sein?
Viele meinen: Das kann niemand wissen, das sehen wir erst nach dem Tod („Können wir wirklich wissen, dass Gott uns angenommen und gerettet hat?“). Eine Geschichte aus dem Krimkrieg zeigt es anders: Ein schwer verwundeter Soldat fragte eine Diakonisse, ob ein Mensch ganz gewiss werden könne, dass Gott ihm alle Sünden vergeben hat. Sie hatte es selbst immer für Hochmut gehalten, zu sagen, sie sei schon erlöst. Doch als sie in der Bibel suchte, fand sie die Antwort klar geschrieben. Beide kamen in derselben Stunde zur Gewissheit („Kann ein Mensch Gewissheit der Vergebung haben? Ja! Aber wie?“).
Was Gottes Wort zusagt
Diese Bibelstellen fand die Diakonisse (Quelle):
- „Liebe Kindlein, ich schreibe euch; denn die Sünden sind euch vergeben durch seinen Namen“ (1. Johannes 2,12).
- „So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend“ (1. Johannes 1,9).
- In Jesus „an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden“ (Epheser 1,7).
- Gott hat uns in Christus vergeben (Epheser 4,32), aus Gnade, durch den Glauben (Epheser 2,8).
Weitere Zusagen stellt der Artikel von Bernhard Dura zusammen (Quelle): „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5,24). „So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind“ (Römer 8,1). Und Johannes schreibt, „auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habt“ (1. Johannes 5,13).
Menschen in der Bibel hatten diese Gewissheit
- Der Gelähmte: „Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben“ (Matthäus 9,2).
- Die Sünderin zu Jesu Füßen: „Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden!“ (Lukas 7,50.50).
- Der Verbrecher am Kreuz: Er bat Jesus, an ihn zu denken, und hörte: „Heute wirst du mit mir im Paradiese sein“ (Lukas 23,43).
Diese Menschen hatten die Gewissheit der Vergebung, sonst wären sie Ungläubige gewesen (Quelle). Der Verbrecher am Kreuz zeigt: Wer Jesus um Rettung bittet, kann wissen, dass er bei ihm sein wird. Diese Gewissheit will Jesus allen geben, die ihn als Retter und Herrn annehmen (Quelle).
Woher kommt die Gewissheit?
Sie kommt auf zwei Wegen (Quelle):
- Durch den Heiligen Geist: Er bezeugt denen, die Jesus angenommen haben, dass sie Gottes Kinder sind. „Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind“ (Römer 8,16).
- Durch das Vertrauen auf Gottes Wort, die Bibel.
Wie groß dieses Geschenk ist, wird klar, wenn man bedenkt, was die Bibel über den Menschen ohne Christus sagt: verloren, in seinen Sünden, ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt (Lukas 19,10; Johannes 8,24; Epheser 2,12; „Die wichtigsten Fragen des Lebens lauten: Bin ich erlöst von Schuld und Tod?“).
Häufige Anschlussfragen
Was ist, wenn ich mich nicht vergeben fühle?
Die Gewissheit hängt an Gottes Zusagen, nicht an der Stimmung. Die Diakonisse fand ihre Gewissheit, als sie Gottes Wort ernst nahm (Quelle).
Wie bekomme ich Vergebung, wenn ich sie noch nicht habe?
Indem du Jesus deine Sünden bekennst und ihn als Retter und Herrn annimmst (1. Johannes 1,9; Johannes 1,12; Quelle).
Worüber sollen wir uns freuen?
Jesus sagt: „Freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind“ (Lukas 10,20; Quelle).
