Kann ein Christ sein Heil wieder verlieren?

Kurz gesagt: Nein. Ein Mensch, der wirklich sein Vertrauen auf Jesus gesetzt hat und wiedergeboren ist, kann nach der Bibel nicht wieder verloren gehen. Seine Rettung hängt nicht an seiner eigenen Treue, sondern an der Treue Gottes und am vollkommenen Werk von Jesus Christus. Niemand kann die, die Jesus gehören, aus seiner Hand reißen.

Worauf gründet sich die Heilsgewissheit?

Der Artikel „Kann ein wiedergeborener Christ verloren gehen? NEIN, niemals nimmer.“ argumentiert so: Würde ein Mensch, der Jesus vertraut, wieder verloren gehen, dann wären viele Zusagen der Bibel nicht wahr. Die Gewissheit gründet sich also nicht auf uns, sondern auf das, was Gott versprochen hat und was Jesus getan hat.

Was die Bibel zusagt

Würde ein Gläubiger verloren gehen, so müsste das bedeuten (Quelle):

  1. Jesus könnte doch nicht völlig retten. Die Bibel sagt aber: „Daher kann er auch selig machen immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebt immerdar und bittet für sie“ (Hebräer 7,25).
  2. Etwas könnte uns doch von Gottes Liebe trennen. Paulus ist aber gewiss, dass keine andere Kreatur „mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HERRN“ (Römer 8,38–39).
  3. Gott würde sein Werk nicht vollenden. Doch „der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi“ (Philipper 1,6).
  4. Das Siegel des Geistes würde nicht gelten. Gott hat die Gläubigen aber in Christus befestigt, mit dem Heiligen Geist versiegelt und ihnen den Geist als Unterpfand gegeben (2. Korinther 1,21–22; Epheser 4,30).
  5. Die Versöhnung würde nicht ausreichen. Gott hat uns mit sich versöhnt, als wir noch seine Feinde waren. Es wäre widersinnig, dass jemand, der diese Versöhnung angenommen hat, wieder verloren geht (Römer 5,10).
  6. Unser Fürsprecher würde versagen. „Ob jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist“ (1. Johannes 2,1).
  7. Jesu Wort über seine Schafe würde nicht stimmen. Er sagt: „Und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen“ (Johannes 10,28; vgl. 10,27–30).

Gottes Treue, nicht unsere Leistung

Mehrere Stellen betonen, dass Gottes Treue für unsere Bewahrung bürgt: „Aber der HERR ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen“ (2. Thessalonicher 3,3). Gott lässt uns nicht über unser Vermögen versucht werden (1. Korinther 10,13). Er bewahrt Geist, Seele und Leib bis zur Ankunft des Herrn, denn: „Getreu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun“ (1. Thessalonicher 5,23–24; Quelle).

Christus ist uns gemacht zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung (1. Korinther 1,30). Wer meint, man müsse dem vollkommenen Werk Jesu noch eigene Leistung hinzufügen, um am Ende gerettet zu sein, setzt sich nach dem Artikel über diese Zusagen hinweg (Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Darf ich wissen, dass ich ewiges Leben habe?

Ja. Wer an den Namen des Sohnes Gottes glaubt, darf wissen, dass er das ewige Leben hat, und muss nicht damit rechnen, wieder verloren zu gehen (1. Johannes 5,13; Quelle).

Was ist, wenn ich als Christ sündige?

Dann haben wir einen Fürsprecher beim Vater: Jesus Christus, der gerecht ist (1. Johannes 2,1; Quelle).

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