Ist Jesus wirklich auferstanden?

Kurz gesagt: Ja. Die ersten Christen bezeugten es übereinstimmend, und starke Indizien sprechen dafür: das leere Grab, das in der Antike niemand bestritt; ein Bekenntnis mit über 500 Augenzeugen, das nur wenige Jahre nach Jesu Tod entstand; Frauen als erste Zeuginnen; die Verwandlung der verängstigten Jünger und die Bekehrung des Verfolgers Paulus. Ohne die Auferstehung wäre der christliche Glaube vergeblich.

Warum die Auferstehung so entscheidend ist

Mit der Auferstehung steht und fällt das Christentum. Paulus schreibt: „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden“ (1. Korinther 15,17). Ohne Auferstehung gäbe es keine christliche Hoffnung und keine Vergebung („Die Auferstehung Jesu aus der Sicht eines Historikers“).

Das leere Grab

Alle Evangelien berichten: Am dritten Tag war das Grab leer. In der Antike wurde das nicht bestritten, und es gab keine Verehrung eines Grabes Jesu. Auch Paulus wusste vom leeren Grab: Er stellt Jesus, der „die Verwesung nicht sah“, dem verstorbenen König David gegenüber (Apostelgeschichte 13,36–37). Das schreibt der Historiker Dr. Jürgen Spieß (Quelle).

Mehr als 500 Augenzeugen

Das älteste Glaubensbekenntnis, das Paulus in 1. Korinther 15,3–8 überliefert, entstand nur wenige Jahre nach der Auferstehung. Es nennt Petrus, die Zwölf, Jakobus und mehr als 500 Menschen, denen der Auferstandene gleichzeitig erschien, von denen die meisten damals noch lebten. Damit lud Paulus jeden Skeptiker ein, die Zeugen selbst zu befragen („Die Auferstehung: Faktum oder Fabel?“, „Die Fakten der Auferstehung“).

Frauen als erste Zeugen

Die ersten Zeugen des leeren Grabes waren Frauen. Ihr Zeugnis galt damals nichts, vor Gericht waren sie als Zeugen nicht zugelassen. Hätten die Jünger die Geschichte erfunden, hätten sie sicher angesehene Männer als erste Zeugen genannt (Quelle). Auch der jüdische Neutestamentler Pinchas Lapide sah darin ein starkes Indiz (Quelle).

Was ist mit anderen Erklärungen?

Der Artikel „Die Fakten der Auferstehung“ prüft die gängigen Einwände:

  1. Jesus war nur scheintot. Nach Geißelung und Kreuzigung ist das medizinisch ausgeschlossen. Der Arzt Alexander Metherell: „Es besteht absolut kein Zweifel daran, dass Jesus tot war.“
  2. Die Frauen gingen zum falschen Grab. Dann hätten die jüdischen Führer einfach das richtige Grab mit dem Leichnam gezeigt.
  3. Der Leichnam wurde gestohlen. Die Jünger wären nie bereit gewesen, für eine selbst erfundene Lüge zu sterben.
  4. Es waren Halluzinationen. Halluzinationen sind persönliche Erlebnisse. Jesus erschien aber 500 Menschen zugleich.
  5. Die Auferstehung war nur geistlich. Die Jünger berührten ihn und aßen mit ihm. Jesus sagt: „Ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe“ (Lukas 24,39).

Die Verwandlung der Jünger

Nach der Kreuzigung waren die Jünger enttäuscht und verängstigt. Wenige Wochen später verkündeten sie mitten in Jerusalem, dass Gott Jesus auferweckt hat – trotz Spott, Verfolgung und Tod. Pinchas Lapide meinte, wenn sich die zermürbte Jüngerschar nur durch Selbstbetrug in eine siegreiche Glaubensbewegung verwandelt hätte, wäre das „ein weit größeres Wunder als die Auferstehung selbst“ (Quelle). Und Saulus, ein erbitterter Verfolger der Christen, wurde ihr bedeutendster Verkündiger, weil er dem Auferstandenen begegnet war (Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Widerspricht die Auferstehung der Wissenschaft?

Der Philosoph und Theologe William Lane Craig sagt: Die Annahme, dass Gott Jesus auferweckt hat, widerspricht weder der Wissenschaft noch der Erfahrung. Sie setzt lediglich voraus, dass Gott existiert (Quelle).

Waren die Menschen damals leichtgläubiger?

Nein. Als Paulus in Athen von der Auferstehung sprach, spotteten die einen, andere wollten später darüber reden, und einige kamen zum Glauben. Diese drei Gruppen gibt es bis heute (Quelle).

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