Wer ist Satan?

Kurz gesagt: Satan ist nach der Bibel ein von Gott geschaffener Engel, der sich in Stolz gegen Gott erhob, weil er sein wollte wie Gott. Er ist kein Gegengott, sondern ein Geschöpf. Jesus nennt ihn einen Mörder von Anfang an und den Vater der Lüge. Er verführt und verklagt die Menschen, doch seine Macht ist begrenzt, sein Ende ist besiegelt – und wer zu Jesus gehört, darf ihm widerstehen.

Woher kommt Satan?

Satan (das Wort bedeutet „Widersacher“) war nach dem Artikel „Wer ist Satan?“ ein Cherub in herausragender Stellung vor Gottes Thron (Hesekiel 28,14). Sein Herz wurde hochmütig wegen seiner Schönheit; er wollte seinen Thron über die Sterne Gottes erheben und dem Höchsten gleich sein (Jesaja 14,13–14). Darum verstieß Gott ihn (Hesekiel 28,16–17). Gefallene Engel, die er bei seiner Auflehnung mit sich riss, dienen ihm heute als Dämonen (Offenbarung 12,3; Quelle).

Ein Geschöpf – kein Gegengott

Im Buch Hiob erscheint Satan als Engelfürst, der unter den „Gottessöhnen“ vor Gott tritt (Hiob 1,6). Der Artikel „Wer ist Satan?“ betont: Satan ist weder ein Gott noch ein Gegengott. Er ist ein Geschöpf, und ein Geschöpf hat einen Schöpfer. Weil er listig ist, kann er in verschiedenen Gestalten auftreten: als Schlange, als Drache und sogar als Engel des Lichts. „Denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes“ (2. Korinther 11,14).

Was kennzeichnet sein Wesen?

  1. Er will sein wie Gott. Das versprach er auch den ersten Menschen: „werdet sein wie Gott“ (1. Mose 3,5; Quelle).
  2. Er ist der „Fürst dieser Welt“ (Johannes 12,31) und versucht, sich Menschen gefügig zu machen (Quelle).
  3. Er ist ein Mörder von Anfang an und die Wurzel von Hass und Unversöhnlichkeit (Johannes 8,44; Quelle).
  4. Er ist der Vater der Lüge. Jesus sagt: „denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben“ (Johannes 8,44). Schon Eva belog er (1. Mose 3,1–5; Quelle). Er verblendet den Sinn der Ungläubigen, damit sie das Evangelium nicht erkennen (2. Korinther 4,3–4; Quelle).
  5. Er ist der Versucher. Selbst Jesus versuchte er dreimal zur Sünde zu verführen (Matthäus 4,3–11; Quelle).
  6. Er ist der Verkläger. Erst verführt er die Menschen zur Auflehnung gegen Gott, dann verklagt er sie bei ihm – wie im Fall Hiobs (Quelle).

Warum lässt Gott ihn gewähren?

Dave Hunt erklärt im Artikel „Was ist der Zweck von Satans Existenz?“: Gott will die Herzen der Menschen gewinnen, und echte Liebe braucht Freiheit. Ein König, der alle Rivalen aus seinem Reich verbannt, kann nicht sicher sein, dass seine Braut ihn wirklich liebt. Satan bietet die Alternative zu Gott – doch während Gott offen und wahrhaftig ist, täuscht Satan. Wer ihm folgt, teilt seinen Untergang. An manchen Punkten bleibt Gottes Handeln für uns unbegreiflich; seine Gedanken sind höher als unsere (Quelle).

Wie endet Satans Geschichte?

Satans Zugang zum Himmel ist nicht für ewig bestimmt. Er wird aus dem Himmel geworfen werden (Offenbarung 12,7–8; Quelle). Die Dämonen wissen um ihr künftiges Gericht (Matthäus 8,29). Am Ende steht der Feuersee (Offenbarung 20,15; Quelle). Satan ist dem Untergang geweiht (Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Kann Satan Christen schaden?

Christen können angefochten werden. Aber wer Jesus als Herrn angenommen hat, ist aus dem Herrschaftsgebiet Satans in das Reich Gottes gewechselt. Die Bibel sagt: „So seid nun Gott untertänig. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch“ (Jakobus 4,7). Wer sich Gott naht, dem naht sich Gott (Jakobus 4,8; „Besucht der Teufel auch Christen?“).

Ist es harmlos, mit dem Teufel zu „spielen“?

Nein. Der Teufel verspricht viel, hält wenig und raubt am Ende alles. Wer sich mit ihm einlässt, kommt nicht so leicht wieder los („Die Rolling Stones – und der Teufel“). Befreiung gibt es durch Jesus: Wer einst „ein Knecht des Teufels“ war, kann ein Kind Gottes werden (Quelle).

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