Zitate zum Atheismus

„Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie allein sind, zweifeln sie.“

(Lucius Annaeus Seneca der Jüngere, um 4 v.Chr.–65 n.Chr., römischer Dichter, Philosoph und Politiker)


„Ein wenig Philosophie führt zu Atheismus, aber tiefe Philosophie bringt den Menschen wieder zur Religion.“

„An Gott glauben nur diejenigen nicht, die ein Interesse daran haben, dass es keinen geben möchte.“

(Francis Bacon, 1561–1626, englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften)


„Der einzige Grund, warum viele meinen, die Existenz Gottes und das Wesen der Seele seien schwer zu erkennen, liegt darin, dass sie ihren Geist niemals von den Sinnen ablenken und über die Körperwelten erheben.“

(René Descartes, 1596–1650, französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher)


„Mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung der Leidenschaften und die Herrschaft einer Sinnesart, welche die Welt mit einer Sündflut von Blut überschwemmen wird.“

(Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz, 1646–1716, deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher)


„Wo will der angebliche Freigeist seine Beweise hernehmen, dass es kein höchstes Wesen gebe?“

(Immanuel Kant, 1724–1804, deutscher Philosoph)


„Der Ungläubige glaubt mehr als er meint, der Gläubige weniger als ihm scheint.“

(Franz Grillparzer, 1791–1872, österreichischer Schriftsteller)


„Die Religion beruht auf dem wesentlichen Unterschiede des Menschen vom Tiere – die Tiere haben keine Religion.“

(Ludwig Feuerbach, 1804–1872, deutscher Philosoph)


„Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch auf die Erde herabschaut und behauptet, es gebe keinen Gott; aber es will mir nicht in den Sinn, dass einer zum Himmel hinaufschaut und Gott leugnet.“

(Abraham Lincoln, 1809–1865, amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei)


„Unglaube und Aberglaube sind beide Angst vor dem Glauben.“

(Søren Kierkegaard, 1813–1855, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller)


„Ein vollständiger Atheist steht auf der vorletzten Stufe zum vollständigsten Glauben.“

„Gewissen ohne Gott ist etwas Entsetzliches. Es kann sich bis zur größten Unsittlichkeit verirren.“

„Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen. Nur Ruhelose sind mir begegnet.“

(Fjodor Michailowitsch Dostojewski, 1821–1881, russischer Dichter)


„Du wirst niemals mehr beten, niemals mehr in endlosem Vertrauen ausruhen. Du versagst es dir, vor einer letzten Weisheit, Güte, letzten Macht stehen zu bleiben. Du hast keinen fortwährenden Wächter und Freund für deine sieben Einsamkeiten. Mensch der Entsagung, in alledem willst du entsagen? Wer wird dir die Kraft dazu geben? Noch hatte niemand diese Kraft.“

(Friedrich Nietzsche, 1844–1900, deutscher Philosoph und klassischer Philologe)


„Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch.“

(Julius Langbehn, 1851–1907, deutscher kulturkritischer Schriftsteller)


„Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. – Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen.“

(Arthur Stanley Eddington, 1882–1946, englischer Astronom)


Es gibt keinen Gott, ist der anschwellende Ruf der Massen. Damit wird aber auch der Mensch wertlos, in beliebiger Zahl hingemordet, weil er nichts ist.“

(Karl Jaspers, 1883–1969, deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1958)


„Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken.“

(Katherine Mansfield, 1888–1923, neuseeländische Schriftstellerin)


„Religion ist Bindung. Atheismus eine höchst fragwürdige Ungebundenheit.“

(Ludwig Marcuse, 1894–1971, deutscher Literaturkritiker, Philosoph und Journalist)


„Gott wird es verschmerzen können, dass Atheisten seine Existenz leugnen.“

(John Boynton Priestley, 1894–1984, englischer Schriftsteller)


„Ohne Glaube wird der Mensch […] steril, hoffnungslos und bis ins Innerste seines Wesens furchtsam.“

(Erich Fromm, 1900–1980, amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker)


„Der Atheismus ist ein grausames und langwieriges Unterfangen. Ich glaube ihn bis zum Ende betrieben zu haben.“

(Jean-Paul Sartre, 1905–1980, französischer Schriftsteller und Philosoph)


„Ein Mensch ohne Religion ist ein Wanderer ohne Ziel, ein Fragender ohne Antwort, ein Ringender ohne Sieg und ein Sterbender ohne neues Leben.“

(Dom Helder Pessôa Câmara, 1909– , brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit)


„Die zunehmende Gottlosigkeit ist mitverantwortlich für die derzeitigen globalen Krisen!“

(Vaclav Havel, 1936–, tschechischer Schriftsteller und Politiker, Dissident und erster Präsident der CSFR)

Kommentare

  1. margot

    Die grausame Wahrheit der Bibel!!!

    „Ein wenig Philosophie führt zu Atheismus, aber tiefe Philosophie bringt den Menschen wieder zur Religion.“ Koloser 2:8.

    Apostelgeschichte: 17:32.

    „Ein vollständiger Atheist steht auf der vorletzten Stufe zum vollständigsten Glauben.“
    „Gewissen ohne Gott ist etwas Entsetzliches. Es kann sich bis zur größten Unsittlichkeit verirren.“
    „Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen. Nur Ruhelose sind mir begegnet.“
    (Fjodor Michailowitsch Dostojewski, 1821–1881, russischer Dichter) Numery:31:15,17,18.

    „Mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung der Leidenschaften und die Herrschaft einer Sinnesart, welche die Welt mit einer Sündflut von Blut überschwemmen wird.“
    (Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz, 1646–1716, deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher)

  2. alin

    Jeder Mensch hat ein Gespür für Gerechtigkeit. Es gibt Dinge, die jeder für gerecht, und Dinge, die jeder für ungerecht hält.
    Jeder Mensch hat ein Gespür für Liebe. Du spürst es, wenn du geliebt wirst, und es gefällt dir, genauso wie es dir nicht gefällt, wenn du gehasst wirst.
    Gerechtigkeit und Liebe sind absolut real, auch wenn sie 1.unsichtbar und 2.oft nicht gelebt werden. Gott ist absolut real, auch wenn er unsichtbar und von vielen ignoriert wird. Wir Menschen und diese Welt um uns herum haben einen Ursprung, und der ist der Schöpfer, auch wenn die Toren in ihrem Herzen sagen: es gibt keinen Gott. Denn gegen die Existenz Gottes gibt es kein rationales Argument, sondern nur ein emotionales: das des gewollten Unglaubens.

    VIele Grüße,

    ALin

  3. flipdascript

    Danke…

    Wollte mich eigentlich nur für die Veröffentlichung der Ausführungen eines gewissen Katana danken. Sind zwar schon 1,5 Jahre alt aber so eine klare und undogmatische Argumentation zum Thema Religion kenne ich sonst eigentlich nur von Bertrand Russel… Eure Ausführungen wirken leider sehr verbohrt, intolerant und sogar kindisch dagegen (wenns haarig wird: “Oh, keine Zeit, keine Zeit… könnte aber natürlich locker alles in Grund und Boden argumentieren”).

    Hier noch ein paar Anmerkungen von mir zu den letzten Antworten von Alin:

    “Der Unterschied zwischen einer Fata Morgana, Kohlenmonoxyd und Gott”

    – jeder halbwegs begabte Chemiker kann Kohlenmonoxid in der Luft nachweisen… eine Fata Morgana als solche zu entlarven geschieht indem man einfach an den Ort geht wo sie zu seien scheint. Nur weil unsere primitiven menschlichen Sinne leicht zu täuschen sind heisst das nicht das es Dinge geben muss, die wir nie wahrnehmen können… Dies schliesst zwar abstrakte Konzepte wie Liebe und Gerechtigkeit aus, diese sind meiner Meinung nach aber auch keine fassbaren Dinge, sondern eine Art Oberbegriff. Sie fassen eine bestimmte Menge von Gegebenheiten, die jeder selbst dem Begriff zuordnet, zusammen (für den einen ist Gerechtigkeit “Alle haben gleich viel Geld” für den nächsten “Alle haben die gleichen Chancen Geld zu verdienen” usw).

    Also, vielen Dank noch mal dass Ihr die oben erwähnten Ausführungen stehen lässt.

    Grüsse

  4. Hardy

    an Nadja Meier

    Hallo Nadja,

    zu Deiner Frage vom 24.08.2004 “Wer erschuf Gott?” empfehle ich Dir das Buch “Fragen an den Anfang” im Downloadbereich, dort wird diese Frage auf Seite 24 ausführlich beantwortet. Dieses Buch bietet auch sehr viele Antworten auf zahlreiche andere Fragen, die ich mir früher auch gestellt habe – sehr hilfreich!

    Gottes Segen
    Hardy

  5. ali

    wer ist gott
       Was versteht man unter ‘Gott’?

    Die Bemühungen, Gott zu erklären, sind vielgestaltig. Da gibt es die Vorstellungen der Weltreligionen:

    Für den Islam ist Gott der König eines Weltgerichts, der sich über die erbarmt, die ihr Leben nach den vorgeschriebenen kultischen Übungen geführt haben.

    Der Hinduismus lebt von der Vorstellung zweier Gottheiten: Vishnu, der in der mythischen Gestalt des Krishna ein Mensch wurde, und der besonders strenge Shiva, der dem Hindu bei seinen Yoga-Übungen ein Vorbild ist.

    Im Buddhismus ist nur mittelbar von Gott die Rede; das Nirvana, die totale Auflösung der Person, wird als erstrebenswert dargestellt; – ein Zustand, in den man als lebendiges Wesen hineinkommen muß, um dem Leiden auf dieser Erde zu entgehen.

    Modern ist es geworden, davon zu sprechen, daß Gott in allen Religionen sei; das ist Synkretismus.

    Viele Menschen verstehen unter Gott ein über allen Ereignissen waltendes “Schicksal”, das bald Glück spendet, bald hart zuschlagen kann. In diesem Sinn rechnen wohl die meisten Menschen mit einem “höheren Wesen”, meinen oft aber nur, daß es das gigantische Weltall einmal in Gang gebracht, sich dann aber zurückgezogen habe. Gott existiert für sie irgendwo, greift aber nicht in unsere irdischen Zeitabläufe ein (Deismus). Der Schritt von diesen Vorstellungen zu dem alten Mann mit einem langen Bart ist nicht mehr weit.

    Andere verstehen unter Gott einfach die Natur; sie sagen, Gott sei in allem, was vorhanden ist (Pantheismus).

    Manche gehen noch einen Schritt weiter und verstehen unter Gott eine “innere Stimme”, die uns in unserem ethischen Handeln lenkt. Gott ist ein ethisches Prinzip oder ein “Kategorischer Imperativ” (I. Kant).

    Wieder andere sehen in Gott den “Strohhalm”, nach dem man verzweifelt greift, wenn jeder bisherige Halt ins Wanken geraten ist. Darum behaupten der Philosoph Feuerbach und nach ihm alle Antitheisten, Gott sei die Projektion menschlicher Wünsche.

    Worum geht es bei der Frage nach Gott ?

    Es geht um den, den menschliches Denken letztlich nicht in den Griff bekommen kann. Die Frage nach Gott ist die Frage nach dem Urheber allen Seins, der Leben und Materie im Mikro- und Makrokosmos entstehen ließ. Darum wäre es immer zu kurz gedacht, wenn ich mir eine Aussage menschlich-religiöser Vorstellungskraft zu eigen machen würde. Ich sollte den Schöpfer und den Erhalter des Universums selber kennenlernen wollen.

    Wer kann verbindlich sagen, wer Gott ist ?

    Nur Gott selber kann über sich verbindliche Mitteilung geben. Ich lerne auch einen anderen Menschen nicht durch Vermutungen über ihn kennen. Ich sollte ihm persönlich begegnen und mit ihm zusammenleben. Im Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen ist das nicht anders. Nur wenn Gott selbst sich uns bekannt macht – an uns handelt, zu uns redet oder durch seinen Geist uns in unserem Denken lenkt -, beginnen wir, ihn zu erkennen.

    Ist Gott uns jemals erkennbar geworden ?

    Der uns das Leben anvertraute, ist uns nicht mehr wie selbstverständlich bekannt. Gott ist in der Person Jesus Christus Mensch geworden, damit wir die Möglichkeit bekämen, ihn kennenzulernen .

    Ein für viele undefinierbares religiöses Ahnen läßt uns Menschen zwar noch Vermutungen über Gott aufstellen 1 , aber sein Leben will der Mensch “in eigener Regie” leben. Weil Gott sah, daß uns das zum Verderben führt, wurde er aus Liebe zu seinem Geschöpf in Jesus Christus Mensch. Er will uns auf diesem Wege aus unserer Absonderung von ihm (Sünde) herausführen und wieder in die Gemeinschaft mit sich bringen.

    Jesus Christus hat die Menschen auf Gottes, seines Vaters, Denken und Handeln hingewiesen. Darüber heißt es im Neuen Testament: “Wer mich sieht, sieht den Vater” 2 . “Ich und der Vater sind eins” 3 . “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als durch mich” 4 .

    Wer damals mit ihm unterwegs war, hat an seinen Taten merken können, daß Jesus göttliche Vollmacht hatte 5 . Trotzdem waren viele Menschen, sogar die “Frommen” unter ihnen, schon damals skeptisch: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Die Auseinandersetzung mit denen, die sich ihm nicht anvertrauen wollten, endete für Jesus tödlich an einem Holzkreuz der Römer bei Jerusalem. Sein Kreuzestod war nicht nur die Folge seines zu Gott einladenden Redens, seiner Taten und seiner Lebensweise, sondern war der Weg Gottes, um uns mit sich wieder zu versöhnen. Jesus Christus ist das Ja Gottes zu uns, die wir für Gott blind und taub geworden sind 6 .

    Nachdem Jesus Christus gestorben und begraben war, hat Gott ihn zu einem neuen Leben in neuer Gestalt auferweckt 7 . Dieses Handeln Gottes an Jesus Christus hebt die Sinn-, Ziel- und Gottlosigkeit unseres Lebens auf, in der wir mit unserer bisherigen Blindheit gegenüber Gott lebten 8 .

    Gott hat sich uns in Jesus Christus bekannt gemacht. Und indem wir darauf vertrauen, bietet Gott uns die Möglichkeit an, seine Realität persönlich zu erfahren. Indem Gott sich uns selbst zu erkennen gibt, werden alle menschlichen, religiösen, philosophischen und sonstigen Ansichten über Gott hinfällig und stellen sich als Produkte menschlichen Wünschens und Vorstellens heraus.

    Wer beweist mir, daß Jesus Christus wirklich Gott ist ?

    Keinem Menschen kann das Wesen einer Person mit wissenschaftlichen Methoden oder Beweisen, also durch Objektivierung, wirklichkeitsgetreu verdeutlicht werden. Nur durch subjektive, persönliche Verknüpfung kann ich eine Person erleben.

    Aus dem Leben des Jesus Christus sind eine Reihe objektiver Angaben bekannt: Die Zeit und der Ort seiner Geburt 9 , die Flucht seiner Eltern nach Ägypten 10 , die Heimatstadt seiner
    Eltern und der Ort seiner beruflichen Arbeit 11 ; die Zeit seines Wirkens in der Öffentlichkeit, seine Hinrichtung und daß er auferstanden ist, werden auch von außerbiblischen literarischen Quellen belegt.

    Was jedoch das Wesen ausmachte, kann nicht mit wissenschaftlichen Methoden erfaßt und vermittelt werden.

    Diesen Tatsachen kann ich mich nur persönlich stellen. Was das konkret bedeutet, kann man erleben und ist in seinen Auswirkungen erfahrbar, wie man Leben nur erleben kann.

    Wie kann ich diese Erfahrung machen ?

    Dazu ist als erster Schritt nötig, daß ich “du” zu Gott sage 12 und vor ihm meinen Wunsch ausspreche, ihn kennenzulernen. Die Bibel nennt das “beten”. Ich kann das tun, weil Jesus seit seiner Aufersteheung in der Gestalt des Geistes Gottes in allen irdischen Bereichen gegenwärtig ist 13 . Wer Gott wirklich kennenlernen will, fragt ihn nach seiner Absicht, das heißt nach seinem Plan mit mir und mit dieser Welt und richtet sich nach der Antwort, die er in seinem Wort gibt 14 . Die Bibel gibt als einziges Dokument über den Willen Gottes Auskunft. Um ihn kennenzulernen, lese ich in ihr immer neu unter dem Aspekt, daß sie mir etwas in meine augenblickliche Situation hinein zu sagen hat 15 . Es empfiehlt sich, mit dem “Johannes-Evangelium” zu beginnen 16 . Was ich von dem gelesenen Abschnitt dann als praktische Aufforderung für mich verstanden habe, versuche ich, in meinem Alltag umzusetzen 17 . Mitten in meinem alltäglichen Denken und Handeln entdecke ich, daß Gott mir hilft und zu mir persönlich spricht.

    Steigerst du dich da nicht in etwas hinein ?

    Nein, im Gegenteil: Es bringt eine Ernüchterung. Wenn ich begonnen habe, Christus in seinem Wort zu mir sprechen zu lassen, belehrt er mich nicht nur theoretisch über Gottes Willen und Handeln. Vielmehr macht er mir auch bewußt, wie Gott mich sieht 18 .

    Gott zeigt mir in der Gegenüberstellung zum Leben und Wesen Jesu, wer ich eigentlich bin. Er will nicht, daß ich ein Mensch bleibe, der für all seine Fehler heimliche Entschuldigungen oder die Schuld bei anderen sucht. Auch die sogenannten “guten Taten”, wie zum Beispiel ein “gesellschafts-politisches Engagement”, stellen nur eine geheime Selbstbestätigung dar, wenn sie nicht an Gottes konkreten Auftrag gebunden sind.

    Weil Gott in Jesus auf den wahren Kern unserer Lebenseinstellung zu sprechen kommt, ist das Ihn-Kennenlernen durch Jesus Christus gerade keine Art von Suggestion. Wir lernen vielmehr begreifen, was es heißt, daß Christus die Sünde der Welt und auch die Folgen meiner Trennung von Gott am Kreuz getragen hat 19 . Aus diesem Wissen resultiert dann die größte Lebensfreude. Denn ich merke, daß Gott mich liebt 20 .

    Jeder, der diesen Weg ernsthaft beschreitet, entdeckt, daß Gott in Jesus Christus nach ihm ruft und so als lebenserneuernde Realität erfahrbar wird.

    Zum Vergleich die entsprechenden Bibelstellen: 1  Römerbrief 1, 21 – 23  11 Markusevangelium 6, 1 – 4  
    2  Johannesevangelium 14, 9  12 Apostelgeschichte 2, 31
    3  Johannesevangelium 10, 30  13 Matthäusevangelium 28, 20
    4  Johannesevangelium 14, 6      Johannesevangelium 15 , 5
    5  Matthäusevangelium 8, 27      Epheserbrief 3, 17
    6  2. Korintherbrief 5, 18 – 19  14 Johannesevangelium 7, 16 – 17  
    7  Matthäusevangelium 28, 6  15 Psalm 119, 105
        1. Korintherbrief, Kap. 15  16 Johannesevangelium 20, 30 -31
    8  Johannesevangelium 3, 16  17 Lukasevangelium 10, 25 – 28
    9  Lukasevangelium 2, 1 – 2  18 Lukasevangelium 5, 8
    10 Matthäusevangelium 2, 14  19 Johannesevangelium 1, 29
    20 Johannesevangelim 16, 27

      

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