Finsternis

Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln.

Ich war einmal im Olympiastadion auf einer Messe, am Rande der Veranstaltung hatte der deutsche Blindenbund ein riesiges Areal überdacht und komplett verdunkelt, es nannte sich „Dialog im Dunkeln“. Die Blinden waren die Führer und die Sehenden waren die Blinden, man sah wirklich absolut nichts eine Finsternis die man in der normalen Natur in der Großstadt nicht erleben kann. Ich kann normalerweise sehen, doch dort sah ich nichts als Finsternis.

Wenn Jesus von der Finsternis spricht meint er die Finsternis in der wir nichts sehen können, obwohl wir sehen können. Die Bibel sagt wir leben alle in der Finsternis. Kennst du dieses Gefühl nicht auch, das du die größeren Zusammenhänge im Leben verstehen willst, das du verstehen willst was du hier in der Welt eigentlich sollst, das du herausfinden willst warum alles so ist wie es ist. Du bist auch auf diesem Parkuhr in der Finsternis und suchst nach Licht um zu erkennen.

Dieser Ausflug in die Dunkelheit erinnert mich an das Leben in dieser Welt. Wir tappen einen Schritt nach dem anderen nach vorne und zurück, im Kreis wir fallen und wissen gar nicht genau wo es eigentlich hingehen soll. Irgendetwas stimmt nicht, wir brauchen Licht. Wir tasten uns Millimeterweise vorsichtig weiter und verbrennen uns trotzdem die Finger. Irgendetwas riecht hier verdächtig, da ist was faul, mit ein wenig Licht könnte ich es bestimmt herausfinden. Hilflos irren wir umher, manchmal rennt jemand im blinden Selbstvertrauen an uns vorbei und wir wundern uns noch wie der so schnell sein kann, bis wir einige Zeit später feststellen das er wimmernd am Boden liegt weil er irgendwie hängen geblieben ist. Irgendetwas stinkt hier zum Himmel, es muss die Ungerechtigkeit der Menschen sein.

Da! Endlich! Licht! Wir schleichen uns an und können es immer noch nicht glauben, Licht! Wir sehen eine flimmernde Kiste und schauen wie gebannt auf die Mattscheibe. Endlich Licht, endlich die Wahrheit, und wir bekommen bestätigt was wir schon selber wussten, der penetrante Gestank kommt von den vielen bösen Menschen auf dieser Welt. Wir erfahren außerdem von dieser schlauen Kiste dass die Finsternis längst erforscht ist und wir einfach lernen müssen damit umzugehen. Wunderbar, das ist also normal.

Plötzlich, wir sind immer noch ganz ergriffen von dem gesehenen, begegnet uns ein Mensch mit einem alten Buch, er behauptet wenn ich dieses Buch lese bekomme ich Licht für mein Leben. Ich erkläre ihm dass ich aufgeklärt und von der Heiligen Kiste erleuchtet bin und kein altes Buch brauche. Doch er lässt nicht locker, er weist mich darauf hin das ich immer noch in der Finsternis lebe und das Jesus mein Leben erleuchten will und mich in die Wahrheit führen will, und diese Wahrheit wird mich frei machen von der Finsternis. Um den Typen loszuwerden nehme ich das Buch und gehe.

Endlich wieder in meiner gewohnten Finsternis allein, denke ich über dieses Buch nach. Licht für mein Leben, Wahrheit, Freiheit, es lässt mich nicht los, ich bin zu neugierig. Ich kann es nicht lassen ich beginne im Johannesevangelium zu lesen, doch von dem Licht ist nichts zu sehen. Ich lese weiter, plötzlich lese ich von Jesus wie er gelebt hat, was er gelehrt hat und von seiner Beziehung zu Gott, ja jetzt leuchtet es, zuerst ganz leicht und dann immer stärker, es strahlt so stark, es wird richtig Hell um mich, so hell wie noch nie, ich kann mich das erste Mal in meinem Leben selbst sehen, ich bin nackt. Oh mein Gott, was ist das da an meinem Körper. Ich kann alles ganz deutlich sehen, ich bin verschmiert mit Blut von den Menschen die ich mit meiner Zunge und meinen Gedanken getötet habe und von dem Baby das ich im Mutterleib getötet habe, meine Hände sind voll von menschlichem Kot mit dem ich andere Menschen beschmissen habe. Und mein ganzer Körper ist voll von Sperma, mein ganzes Leben hat sich nur um mich gedreht ich wollte nur meine eigenen Begierden befriedigen, mir muss es gut gehen, ich bin der Wichtigste, ich, ich, I C H…! Ich bin es. Ich stinke so! STOPP!!!

Völlig entsetzt schlage ich das Buch zu. Ich stehe unter Schock. Das Licht ist wieder aus. Ich bin wieder im Schutz der Finsternis und laufe davon. Ich laufe und laufe. Das kann nicht sein. Das kann nicht die Wahrheit sein. Ich laufe zu meinem besten Freund und Gott der Heiligen Kiste und hoffe dort Hilfe zu bekommen. Ja! Ja! Es kommt gerade eine Sendung über die Bibel. Die Bibel ist nur erfunden, von Menschen geschrieben. Ja! Jesus war nur ein Mensch wie wir. Ja! Jesus ist nicht für unsere Sünden gestorben, sondern er war selbst ein Sünder und hat Maria geheiratet und hatte auch Kinder. Ja! Es ist alles nur Erstunken und erlogen. Ich bin frei.

1Joh 1,7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.

1Joh 1,9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.

Kommentare

  1. hansi

    Niemand hat Angst für seine Gottesleugnung verspottet zu werden. Politiker leugnen Ihn und erhalten dennoch die Mehrheit…

    Experimentell lässt sich Gott sicher nicht beweisen. Aber durch Schlussfolgerung muss man zu dem Ergebnis kommen, dass es einen Gott gibt. Und zwar gemäß dem Gottesbild, wie es die Bibel lehrt.

    Schlussfolgerungen sind Beweismittel.

  2. jan (12)

    Es tut mir sehr leid aber….

    ES BIBT KeINEN GOTT

    woher wollt ihr wissen das er existiert hat, viele forscher haben es schon längst herausgefunden, doch sie sagen nicht die warheit, weil sie angst haben, von euch verspottet zu werden, doch ihr glaubt an etwas, was nicht existiert, Danke, euer anti-fan:

                          JAN

  3. bartimäus

    ja – wir sind nackt

    gut geschrieben! Und es hängen Schilder um meinen Hals, wo alles draufsteht, was ich je getan und vor allem auch gedacht habe. Wenn ich jetzt also zum Licht ginge, dann würde alles das offenbar werden. Nein, ich kann so nicht zum Licht gehen – ich muß in der Finsterniss bleiben. Aber es ist mir gesagt, daß das Leben nur bei dem Licht ist und ich erkenne das ganz genau – es stimmt schon was da steht – das fühle ich! Ich bleibe aber aufgrund der vielen Schilder in der Dunkelheit. Das ganze Bibellesen hat mir nicht die Antwort gebracht, wie ich meine Schilder loswerden kann. Also werde ich sterben – nein – ich will nicht – liebster Herr Jesus hilf mir! Ich bin also immer noch in der Finsterniss! Nein wie schrecklich!! Doch dann passiert etwas, was ich nicht für möglich gehalten hätte. Dieses Licht kommt zu mir und hängt mir die Schilder ab und wirft sie hinter sich und gibt mir schriftlich, daß niemand mehr je die Schilder zu sehen bekommen wird. Um den Tod erleichtert springe ich auf und kann es garnicht glauben – wie konnte ich nur so blind sein und nicht sehen, daß ich Vergebung durch das Blut Jesu bekommen habe, sobald ich glaube, daß er für mich nach Golgatha ging und daß er wegen mir die vielen Striemen erleiden mußte. Mir laufen die Tränen herunter, weil ich einsehe, daß das nur reine GNADE ist und ich sowas von verloren war. Der Himmel weint auch vor Freude über mich – über mich? Ja über mich sagt man mir!
    Ich werde mir also jetzt eine Taschenlampe nehmen und zu meinen Freunden gehen und ihnen zeigen, daß die Schilder auch bei ihnen hängen und daß sie es sind, die sie so niederdrücken. Aber ich gehe auch gleich wieder zum Licht zurück um Kraft zu tanken und um zu sehen, ob ich mir schon wieder ein kleines Schild geholt habe, welches mich jetzt aber nicht mehr töten kann, und dann gehe ich wieder unter meine alten Kumpels und leuchte auch ein bisserl….

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